Hafen von Tokio zum Freihandelsabkommen EU-Japan

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Im Rahmen des heutigen EU-Japan-Gipfels in Brüssel erzielten beide Seiten eine politische Grundsatzeinigung über das angestrebte Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan.

Bundesministerin Zypries: „Die heute erzielte Grundsatzeinigung zwischen der EU und Japan ist vor dem G20-Gipfel ein wichtiges Signal für freien Handel und gegen Protektionismus. Die Einigung zeigt, dass Handelsabkommen für offene Märkte im wechselseitigen Interesse abgeschlossen werden können. Die Globalisierung braucht Regeln, Handelsabkommen tragen dazu bei. Eine aktive und engagierte EU-Handelspolitik ist das richtige Instrument, um Globalisierung gerecht zu gestalten und die hohen Standards der EU im Arbeits- und Umweltbereich, aber auch beim Verbraucherschutz weltweit zu stärken. Natürlich sind auch nach der Grundsatzeinigung noch einige Themen und offene Fragen zu klären, um bis Ende des Jahres die Verhandlungen vollständig abschließen zu können. Wir werden uns hier weiterhin für ein modernes Abkommen und hohe Standards einsetzen. Das Freihandelsabkommen wird insgesamt dazu beitragen, die Stellung der EU in Asien zu stärken und unseren Unternehmen einen verbesserten Marktzugang nach Japan zu verschaffen.“

Die Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen der EU mit Japan wurden 2013 begonnen. Damit sollen die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen diesen wichtigen Handelsblöcken, aber auch die generelle Rolle der EU in Asien gestärkt werden. Gleichzeitig unterstützt die Bundesregierung das Ziel der EU, mit modernen und ambitionierten Freihandelsabkommen die globale Handelspolitik mitzugestalten und hohe Standards insbesondere auch im Bereich nachhaltigen Handels global umzusetzen.

Japan ist mit 127 Mio. Einwohnern ein wichtiger Markt und bereits jetzt der zweitwichtigste Handelspartner in Asien für Deutschland und die EU. Das deutsche Handelsvolumen mit Japan belief sich 2016 auf 40,2 Mrd. Euro, der Handelsaustausch der EU mit Japan auf 124,7 Mrd. Euro.