Arbeiter sitzen vor PCs

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute eine Studie zum Thema Digitalisierung von Verwaltungsleistungen für die Wirtschaft veröffentlicht. Sie identifiziert die wichtigsten 100 der insgesamt rund 5.500 existierenden Verwaltungsleistungen für Unternehmen und fasst sie in insgesamt 19 sogenannten Geschäftslagen zusammen.

Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie: „Die Digitalisierung und zeitgemäße Gestaltung der Austauschprozesse zwischen Verwaltung und Wirtschaft kann einen maßgeblichen Beitrag zum Bürokratieabbau und zur Entlastung der Wirtschaft leisten. Profitieren können insbesondere Mittelständler und Kleinunternehmen, die aufgrund geringer finanzieller und personeller Ressourcen bislang überproportional durch Bürokratie belastet werden. In vielen Unternehmen liegen die zur Erfüllung der Verwaltungsanforderungen notwendigen Daten bereits digital vor. Damit ist eine wesentliche Voraussetzung für die digitale Vernetzung geschaffen, die es zu nutzen gilt.“

Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beauftragte Studie bietet erstmals eine Orientierung, welche Kontakte zwischen Verwaltung und Wirtschaft mit hoher Priorität digitalisiert werden sollten, um die Interaktion effizient zu gestalten und Bürokratiekosten zu senken. Bei der Auswahl der Geschäftslagen wurden sowohl die Bürokratiekostenbelastung der Unternehmen, Häufigkeit und Komplexität der Interaktion als auch strategische Aspekte des Wirtschaftsstandortes Deutschland berücksichtigt.

Demnach haben Unternehmen am häufigsten im Zusammenhang mit Statistik- und Berichtspflichten mit der Verwaltung zu tun, wobei sich die Belastung je nach Branche teilweise stark unterscheidet. Die größte Belastung entsteht durch Verwaltungskontakte in der Geschäftslage „Steuern und Abgaben“.

Die Studie mit dem Titel „Top 100 – Die wichtigsten und am häufigsten genutzten Verwaltungsleistungen für Unternehmen“ hat die ]init[ AG für digitale Kommunikation unter Mitwirkung von Prof. Dr. Martin Brüggemeier (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) und Prof. Dr. Tino Schuppan (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit) erstellt.

Die vollständige Studie kann hier abgerufen werden.