Staatssekretär Matthias Machnig auf der fünften Konferenz "Friends of Industry"

© BMWi/Susanne Eriksson

Heute kommen im Bundeswirtschaftsministerium Vertreter aus 19 europäischen Staaten sowie die EU Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska zur fünften Konferenz „Friends of Industry zusammen. Nachdem im vergangenen Jahr Polen Gastgeberland der Konferenz war, findet die Konferenz in diesem Jahr in Berlin statt. Themenschwerpunkte sind Digitalisierung, Investitionen, Nachhaltigkeit und Handel. Am Ende des Treffens wird eine Gemeinsame Erklärung verabschiedet.

Staatssekretär Matthias Machnig: „Wir brauchen eine starke Industrie in Europa und eine klare EU-Industriestrategie mit konkreten Maßnahmen zur nachhaltigen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie. Wir fordern die EU-Kommission gemeinsam auf, eine solche Strategie schnell vorzulegen. Eine starke und klare industriepolitische Positionierung Europas ist zugleich Teil unserer Antwort auf Abschottungstendenzen in anderen Teilen der Welt. Europa ist nicht nur der größte Binnenmarkt der Welt, es ist auch ein industrielles Zentrum der Welt. Damit die europäische Industrie auch in Zukunft wettbewerbsfähig ist, muss sie fit sein für die Herausforderungen der Digitalisierung. Dazu müssen wir mehr investieren, v.a. in digitale Infrastruktur und Innovationen wie die Schlüsseltechnologie Mikroelektronik.“

Bereits bei der internationalen Industriekonferenz am 18. Februar dieses Jahres in Berlin hat das Bündnis „Zukunft der Industrie“ in einer Gemeinsamen Erklärung (PDF, 361KB) einen Katalog von klaren industriepolitischen Forderungen formuliert und mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maroš Šefčovič diskutiert. Diese Kernforderungen bilden eine wichtige Grundlage für das heutige Treffen der „Friends of Industry“.

Die Ministerkonferenz der „Friends of Industry“ wurde im Jahr 2013 auf Initiative von Frankreich gegründet und tagt in diesem Jahr zum fünften Mal. Ziel ist es, gemeinsam über neue Impulse für die europäische Industriepolitik zu diskutieren.

Als Ergebnis der Konferenz wird eine Gemeinsame Erklärung mit industriepolitischen Forderungen und dem klaren Votum für eine neue europäische Industriestrategie verabschiedet („Berliner Erklärung“). Sie wird an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Europäischen Rat übermittelt.

Die Gemeinsame Erklärung finden Sie hier (in deutsch) (PDF, 200KB) und hier (in englisch) (PDF, 130KB).