Zug

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Bombardier hat in seiner heutigen Aufsichtsratssitzung Eckpunkte und Grundzüge für die Neuausrichtung der deutschen Standorte vorgestellt.

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, hierzu: „Die Geschäftsführung und die Arbeitnehmervertreter von Bombardier Transportation haben heute auf ihrer Aufsichtsratssitzung einvernehmlich Eckpunkte eines Zukunftskonzepts für alle deutschen Standorte vorgestellt. Das ist ein erster wichtiger Schritt. Die enthaltenen Maßnahmen müssen einen Beitrag dazu leisten, dass der Eisenbahnstandort Deutschland erhalten bleibt und zukunftsfähig gemacht wird. Das muss im Mittelpunkt stehen. Für Kompetenzen, Qualifikationen, Standorte und die regionale Wirtschaft braucht es klare, verlässliche Konzepte. Es gibt einige gute Signale. So sollen fünf deutsche Standorte zu Kompetenzzentren mit globaler strategischer Bedeutung ausgebaut werden, darunter auch Bautzen und Hennigsdorf. Am Standort Görlitz sollen 8 Millionen Euro investiert werden. Bis 2019 sollen betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. All das sind erste gute Signale im Vergleich zur Ausgangslage. Diesen Ankündigungen müssen nun in der konkreten Umsetzung aber auch Taten folgen. Wir haben in den letzten Monaten im Bundeswirtschaftsministerium einen engen Austausch mit Sachsen und Brandenburg, der Unternehmensführung und der Arbeitnehmerseite von Bombardier geführt. Unsere Bereitschaft zum Dialog gilt auch im weiteren Prozess. Eine nachhaltige Perspektive für alle Standorte bleibt hierfür aber weiterhin die Grundvoraussetzung.“

Der Wirtschaftsminister von Sachsen, Martin Dulig ergänzte: „Die Entscheidungen gehen in die richtige Richtung. Im Vergleich zur Ausgangslage, welche einen massiven Stellenabbau vorsah, bin ich nun verhalten optimistisch, dass die vielen Gespräche, welche wir in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Betriebsrat, den Gewerkschaften und der neuen Geschäftsführung von Bombardier führten, dazu beigetragen haben, dass unsere gut qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Bautzen und Görlitz eine Perspektive haben. Wir erwarten von Bombardier, dass nun schnell alle noch offenen Fragen geklärt werden und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit geben wird. Das Unternehmen kann auf den Freistaat Sachsen zählen. Wir erwarten im Gegenzug, dass Bombardier zu seiner sozialen Verantwortung steht.“

Der Wirtschaftsminister von Brandenburg, Albrecht Gerber: „Wir haben ein hohes Interesse daran, dass Bombardier mit seinem Industriestandort Hennigsdorf auch künftig ein wichtiger Akteur in der Hauptstadtregion bleibt. Nach den Erfahrungen der vorangegangenen Monate gibt es eine gute Gesprächsbasis für die weitere Entwicklung. In Hennigsdorf soll nach den Angaben des Unternehmens künftig das globale Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Produkten der Schienenverkehrssparte angesiedelt sein. Damit werde die ausgewiesene Bahnkompetenz in der Region anerkannt, gerade auch im Bereich Wissenschaft, Forschung- und Entwicklung.“ Gerber bewertete es als positives Signal, dass das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2019 ausschließt und dass sich Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter gemeinsam auf die Grundzüge für eine Neuausrichtung des Konzerns einigen konnten.