Teheran Skyline

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Anlässlich des heutigen Treffens zwischen Bundeswirtschaftsministerin Zypries und dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif beim deutsch-iranischen Wirtschafts-Roundtable in Berlin sagte Bundeswirtschaftsministerin Zypries:

„Das Abkommen mit dem Iran ist für uns weiterhin ein wichtiges Instrument für die Wiederannäherung und wirtschaftliche Öffnung des Iran. Es besteht großer Modernisierungsbedarf und hier können auch deutsche Unternehmen mit ihren Produkten und Technologien wichtige Unterstützung leisten. Es ist wichtig, dass das Atom-Abkommen mit neuem Leben gefüllt und Iran wieder stärker in die Weltwirtschaft eingebunden wird. Hierzu zählt natürlich auch das wichtige Themen Banken und Zahlungsverkehr. Hier gibt es leider weiterhin Hemmnisse. Wir stehen im Kontakt mit den deutschen und iranischen Banken und setzen uns für eine Verbesserung und Intensivierung des Zahlungsverkehrs aus. Mit einer stärkeren Einbindung in die Weltgemeinschaft kommen auf den Iran auch neue Verantwortlichkeiten zu. Dies gilt nach außen wie auch nach innen. Im Nahen und Mittleren Osten sollten alle Akteure darauf hinwirken, dass es zu einer Eindämmung der Gewalt kommt. Dies gilt aber auch nach innen: Staatliches Handeln muss immer auch die Rechte des Einzelnen anerkennen und schützen.“

Das deutsch-iranische Handelsvolumen betrug 2016 rund 3 Mrd. Euro. Der deutsche Export stieg um 26 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro. Auch im 1. Quartal 2017 stieg das deutsch-iranische Handelsvolumen um 37 Prozent auf rund 813 Mio. Euro. Deutschland ist damit weiterhin einer der wichtigsten europäischen Handelspartner Irans.