Nairobi zum Konzept Pro Afrika

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Die Bundesregierung hat heute das Eckpunktepapier „Wirtschaftliche Entwicklung Afrikas – Herausforderungen und Optionen“ (PDF: 182 KB) beschlossen.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Das heute im Kabinett beschlossene Papier greift zentrale Elemente meiner Initiative „Pro! Afrika“ auf. Die Bundesregierung bekennt sich damit klar zu einer Wirtschaftspartnerschaft zwischen Deutschland und Afrika auf Augenhöhe. Dabei setzten wir vor allem auf den Beitrag der Unternehmen: Mehr privatwirtschaftliches Engagement und mehr Investitionen - darin liegt der Schlüssel für mehr Arbeitsplätze und die weitere wirtschaftliche Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent. Aber selbstverständlich werden wir die Wirtschaft bei ihrem Engagement unterstützen."

Mit dem Eckpunktepapier stärkt die Bundesregierung die bewährten BMWi-Instrumente zur Außenwirtschaftsförderung. Bei den Hermesbürgschaften will sie die Bedingungen für reformbereite afrikanische Staaten deutlich verbessern: Sobald in diesen Ländern die finanziellen Risiken verringert werden, wird der Selbstbehalt bei Hermesbürgschaften reduziert (5 Prozent statt regelmäßig 10 Prozent).

Außerdem stellt das Eckpunktepapier die Weichen in Richtung attraktivere Finanzierungsbedingungen, indem für afrikanische Besteller mehr Möglichkeiten zur Festzinsfinanzierung geschaffen werden. Das wird auch den deutschen Unternehmen bei Geschäften in und mit Afrika zugute kommen.

Um das hohe Innovationspotenzial in Afrikas besser unterstützen zu können, ebnet das Eckpunktepapier den Weg für einen „BMWi-Start-up-Fonds für Afrika“. Dieser wird Risikokapital für innovative Geschäftsideen mit hohem Wachstumspotenzial zur Verfügung stellen und insbesondere die Gründerszene in der Digitalwirtschaft beleben.

Mit dem Eckpunktepapier stärkt die Bundesregierung auch wichtige Energiepartnerschaften und -dialoge, wie beispielsweise die Exportinitiative Energie des BMWi.

Weitere zentrale Elemente zielen auf mehr und bessere Informationen über die wirtschaftlichen Potentiale in Afrika, wie etwa die Aufstockung der Messebeteiligung und der Markterschließungsprogramme des BMWi. Der strukturelle Ausbau des Netzes der deutschen Auslandshandelskammern (AHK-Netz) trägt zudem zu einer Verbesserung der Kompetenz vor Ort für deutsche Unternehmen bei.

Eine Ausweitung der Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung wird außerdem für mehr und bessere Fach- und Führungskräfte auf dem afrikanischen Kontinent sorgen. Das BMWi setzt mit seinem Programm „Skills Experts“ sowie dem Managerfortbildungsprogramm wichtige Akzente.