Staatssekretär Rainer Baake (rechts) mit dem chinesischen Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), Hu Zucai

Staatssekretär Rainer Baake (rechts) mit dem chinesischen Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), Hu Zucai

© BMWi/Andreas Mertens

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, traf heute den chinesischen Vizeminister der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), Hu Zucai, in Berlin. Hierbei diskutierten beide die Energiewende in China und Deutschland und Möglichkeiten zur verstärkten Kooperation beider Länder in diesem Bereich. Wegen der aktuellen Strommarktreform in China standen Themen des Strommarktdesigns im Vordergrund des Gesprächs.

Staatssekretär Baake: „Deutschland und China sind beide Vorreiter beim Ausbau erneuerbarer Energien und teilen das Ziel, eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung aufzubauen. Daher kooperieren wir seit 2007 im Rahmen der deutsch-chinesischen Energiepartnerschaft und tauschen unsere Erfahrungen zur Energiewende regelmäßig aus. China hat klar formulierte und ambitionierte Ziele für die zunehmende Integration erneuerbarer Energien in sein Stromsystem und ist dabei, seinen Strommarkt zu reformieren. Ich freue mich, dass sich China für die im letzten Jahr in Deutschland beschlossene Strommarktreform interessiert und bestärke China darin, seinen eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen.“

China setzt derzeit eine umfassende Strommarktreform um. Das übergeordnete Ziel dieser Strommarktreform ist es, ein effizientes, wettbewerbliches Marktsystem und einen marktbasierten Mechanismus für die Strompreisfindung einzurichten. Um dieses Ziel zu erreichen, plant China u. a. schrittweise einen Strommarkt für den Großhandel mit Elektrizität einzuführen, den Stromvertrieb für Wettbewerb zu öffnen, Netzentgelte einzuführen und die Abregelung von erneuerbaren Energien zu vermeiden.