Logo Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) ist bei einer Evaluation durch den Wissenschaftsrat als exzellent bewertet worden. Das heute veröffentlichte Ergebnis übertrifft die Bewertung der ersten Evaluation aus dem Jahr 2008.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Der Wissenschaftsrat bestätigt die weltweit führende Stellung der PTB, ihre exzellente Aufgabenwahrnehmung und große wirtschaftliche Relevanz. Ich gratuliere der PTB und ihrem Präsidenten Prof. Joachim Ullrich zu diesem hervorragenden Ergebnis und danke dem Wissenschaftsrat und den Mitgliedern der Kommission für die im Rahmen der Evaluation geleisteten Arbeit. Aufgrund der zentralen Rolle der PTB im Messwesen wird die PTB auch bei der digitalen Transformation von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft eine Schlüsselrolle spielen.“

Prof. Joachim Ullrich, Präsident der PTB: „Wir freuen uns über diese Einschätzung des Wissenschaftsrats und sehen uns in unserer Arbeit bestätigt. Dieses Ergebnis wird uns bei allen wissenschaftspolitischen Gesprächen helfen, die Zukunftsfähigkeit der PTB weiter zu gewährleisten.“

Der Wissenschaftsrat lobt sowohl die Wahrnehmung der gesetzlichen Kernaufgaben, die Forschungstätigkeiten und Dienstleistungen der PTB sowie die für beide Aspekte nötigen Strategie- und Planungsprozesse.

In Bezug auf die Forschungsarbeiten hebt der Wissenschaftsrat besonders die „eindrucksvollen Leistungen“ im Kernbereich der metrologischen Forschung ‘Zeit und Frequenz’, Quantenmetrologie, Terahertz-Messtechnik und Neubestimmung der SI-Einheiten hervor. Auf vielen Gebieten sieht der Wissenschaftsrat die PTB jeweils in einer weltweiten Spitzenposition. Weiterhin stellt der Wissenschaftsrat fest, dass die PTB „forschungsstrategischen Prozessen einen sehr hohen Stellenwert“ beimisst und „die vorhandenen Möglichkeiten auf vorbildliche Weise nutzt“. Ausdrücklich positiv bewertet wird dabei etwa die Strategieplanung in den Themenbereichen der Nanometrologie, der Quantenmetrologie, der Metrologie für den Energiesektor und für die Biomedizin bzw. Biotechnologie – allesamt Themen mit großen Zukunftspotenzialen.

Zu diesen wissenschaftlichen Spitzenleistungen wird die tragende Rolle im Gesetzlichen Messwesen und der Qualitätsinfrastruktur gelobt. Die PTB erbringe wissenschaftsbasierte Dienstleistungen von großer wirtschaftlicher Relevanz im Bereich der Standardisierung, Normung und Qualitätssicherung. In europäischen und internationalen Gremien gelänge es, nationalen industriellen Standards und Verfahren auch internationale Gültigkeit zu verschaffen.

Mehrfach wird der PTB eine „hervorragende Vernetzung“ attestiert und dies auf allen Ebenen: mit anderen nationalen Metrologieinstituten weltweit, mit wissenschaftlichen Netzwerken in Europa, mit der universitären und außeruniversitären Wissenschaftslandschaft in Deutschland und nicht zuletzt mit der Industrie. Die Grundlage für dieses erfolgreiche Arbeiten sieht der Wissenschaftsrat in der „sehr hohen Motivation und Begeisterung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Arbeit“ und der „sehr hohen Identifikation mit der Arbeitgeberin PTB“.

Der Wissenschaftsrat kommt in seinem Bewertungsbericht aber auch zu klaren Empfehlungen für das zukünftige Handeln. So rät er etwa, dass die PTB eine „führende Rolle in der Metrologie für Internet- und Digitalisierungsmessgrößen übernehmen“ und entsprechend ihre Aktivitäten zum Aufbau der Metrologie für die Digitalisierung mit hoher Priorität ausbauen sollte – eine Zukunftsaufgabe von enormem Umfang, die allein mit den in der PTB vorhandenen Kompetenzen nicht lösbar sein wird. „Eine zukunftsfeste Position der PTB im internationalen Wettbewerb erfordert einen gesicherten finanziellen Aufwuchs über mehrere Jahre und gezielte Investitionen für den Aufbau neuer relevanter Themengebiete“, schreibt der Wissenschaftsrat.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.wissenschaftsrat.de.