Bundesministerin Brigitte Zypries mit einer Auszubildenden von ABB, einem Technologieunternehmen in den Bereichen Energieversorgung, Industrie sowie Transport und Infrastruktur.

Bundesministerin Brigitte Zypries mit einer Auszubildenden von ABB, einem Technologieunternehmen in den Bereichen Energieversorgung, Industrie sowie Transport und Infrastruktur.

© BMWi/Susanne Eriksson

Heute haben sich die Spitzen der Allianz für Aus- und Weiterbildung bei ihrem jährlichen Treffen zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt ausgetauscht. Im Fokus des diesjährigen Treffens von Bund, Wirtschaft, Gewerkschaften, Ländern und Bundesagentur für Arbeit standen die Themen Qualität und Attraktivität der dualen Ausbildung sowie deren Integrationskraft mit Blick auf einheimische wie geflüchtete junge Menschen.

Die Spitzen sind überzeugt: „Duale Ausbildung hat Zukunft. Gute berufliche Aus- und Weiterbildung sichert die Fachkräfte von morgen und bietet jungen Menschen hervorragende berufliche Perspektiven. Dafür wollen und werden sich die Partner künftig noch stärker einsetzen. Alle Jugendlichen sollten zudem möglichst früh gute Einblicke in die berufliche Praxis bekommen. Die Partner haben sich deshalb heute auf gemeinsame Qualitätskriterien für Schülerbetriebspraktika geeinigt.“

Die Allianz für Aus- und Weiterbildung hat etwas bewegt: Im Jahr 2016 haben rund 11.600 junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe die Assistierte Ausbildung in Anspruch genommen. Die Partner sind sich einig: Das Instrument leistet einen wichtigen Beitrag, um benachteiligten jungen Menschen direkt den Weg in das Arbeitsleben zu ebnen. Es muss weiter bekannt gemacht werden. Hilfreich sind auch die verschiedenen Unterstützungsangebote der Berufsschulen beispielsweise im Bereich der Sprachförderung für Zugewanderte. Die Partner appellieren an Betriebe und Auszubildende, diese Angebote zu nutzen und die jeweilige Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter sowie die Berufsschulen vor Ort darauf anzusprechen.

Ein zentrales Anliegen der Allianz für Aus- und Weiterbildung ist im vergangenen Jahr bereits mit dem Integrationsgesetz auf den Weg gebracht worden: einen gesicherten Aufenthalt für Geduldete während und unmittelbar im Anschluss an die duale Ausbildung. Die Partner fordern insbesondere die Ausländerbehörden auf, Geflüchteten den Weg in die Ausbildung in der Praxis zu ermöglichen. Neben Angeboten der Sprachförderung müssen Ausbildungsplätze und Einstiegsqualifizierungen für junge Geflüchtete zur Verfügung stehen. Einstiegsqualifizierungen können eine Brücke in Ausbildung sein, denn hier können betriebliche Praxis und Sprachvermittlung miteinander verzahnt werden. Darüber hinaus muss eine kontinuierliche Sprachförderung von der Berufsorientierung bis in die betriebliche Ausbildung sichergestellt sein.

Der Ausbildungsmarkt hat sich stabilisiert. Wir wollen dennoch erreichen, dass mehr Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden und mehr Betriebe ihre Angebote besetzen können. Die Allianz sieht es weiter als zentral an, hier im Interesse von Betrieben und Jugendlichen wirksame Lösungen zu entwickeln und auszubauen, um die duale Ausbildung zu stärken. Das gestiegene Angebot an betrieblichen Ausbildungsplätzen gilt es zu nutzen.

Wer sich über die berufliche Bildung und darauf aufbauende Karrierewege informieren möchte, hat hierzu bereits kommende Woche die Gelegenheit: Unter dem Motto „Gemeinsam für die Ausbildung“ findet vom 27. bis 31. März 2017 die bundesweite „Woche der Ausbildung“ der Bundesagentur für Arbeit mit zahlreichen Veranstaltungen aller Agenturen für Arbeit und vieler Jobcenter statt.

Nähere Informationen zur „Woche der Ausbildung“ finden Sie unter www.arbeitsagentur.de.

Nähere Informationen zur Allianz für Aus- und Weiterbildung sowie die Empfehlungen der Partner zu Schülerbetriebspraktika finden Sie unter www.aus-und-weiterbildungsallianz.de.

Logos des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration et al.