Rotorschaufeln zum Thema Luftfahrt.

© DLR, CC-BY 3.0

Das Bundeskabinett hat heute den Bericht der Luft- und Raumfahrtkoordinatorin verabschiedet. Unter dem Titel „Innovation und Hochtechnologie für eine Welt im Wandel“ skizziert der Bericht die aktuelle Lage der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie wesentliche Initiativen der letzten Jahre. Zudem stehen aktuelle Trends der Branche sowie die Themen Industrie 4.0 und Digitalisierung im Fokus.

Die Bundeswirtschaftsministerin und Koordinatorin für die Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries: „Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist eine Schlüsselbranche für Deutschland als Industrie- und Hochtechnologiestandort. Mit ihren über 100.000 Beschäftigten steht die Branche für hohe industrielle Wertschöpfung und hat sehr gute Wachstumsperspektiven. In Bereichen wie Leichtbau mit Verbundwerkstoffen oder intelligenter Robotik ist sie ein bedeutender Treiber für Technologie und Innovationen - weit über die eigenen Branchengrenzen hinaus. Gleichzeitig leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Lösung globaler Zukunftaufgaben und stiftet beispielsweise mit innovativen Technologien zur Umwelt- und Wetterbeobachtung konkreten Nutzen auf der Erde. Neue digitale Technologien sind ein Schlüssel zum Erfolg für die Branche, gerade angesichts des internationalen Wettbewerbs und neuer Konkurrenz, wie private Raumfahrtmissionen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat daher eine Innovationsagenda Digitale Luft- und Raumfahrt aufgelegt. Im Luftfahrtforschungsprogramm LuFo sind beispielsweise rund 47 Mio. Euro für Projekte im Bereich Industrie 4.0 bis 2018 eingestellt.“

Um den Luft- und Raumfahrtstandort Deutschland fit für die Zukunft zu machen, haben Politik und Industrie daher in den letzten Jahren im Dialog an einem umfassenden Maßnahmenbündel gearbeitet. So konnten digitale Innovationsthemen als feste Schwerpunkte in den Technologieprogrammen des BMWi etabliert werden – mit einer eigenen Förderlinie für Industrie 4.0 im Luftfahrtforschungsprogramm LuFo oder Projekten zum Bau von modularen Satelliten. Daneben stärkt die Gründung von vier neuen Instituten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Hamburg, Jena, Dresden und Augsburg die deutsche Forschungskompetenz in der digitalen Luftfahrt und bei der Industrie 4.0.

Mit Angeboten wie maßgeschneiderten Markterschließungsreisen und der Raumfahrt-Komponenteninitiative unterstützt das BMWi zudem gezielt kleinere und mittlere Unternehmen bei einer erfolgreichen Internationalisierung ihres Geschäftsmodells. Initiativen wie „Innospace“ oder die neu aufgelegte Start-up Night! heben zusätzliche Synergie- und Innovationspotentiale für die deutsche Luft- und Raumfahrt.

Als ressortübergreifender Ansprechpartner ist die Luft- und Raumfahrtkoordinatorin politische Impulsgeberin und Stimme der deutschen Luft- und Raumfahrt im In- und Ausland. Der letzte Bericht eines Luft- und Raumfahrtkoordinators stammt aus dem Jahr 2009.