Unternehmerin zum Thema Frauen in der Wirtschaft; Quelle: Getty Images/Thomas Barwick

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Bundeswirtschaftsministerin Zypries fordert anlässlich des heutigen Equal Pay Days, dass die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern endlich geschlossen werden muss.

Zypries: „Wer eine starke Wirtschaft will, muss auf Diversität in der Firma setzen. Dazu gehören auch Frauen, die gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten. Mehr Transparenz bei Gehältern und Frauen in Führungsetagen sind wichtige Schritte - aber wir brauchen auch eine gerechtere Bezahlung."

Das Statistische Bundesamt hatte am 14. März 2017 die jährliche Analyse des Gender Pay Gap vorgelegt. Danach verdienen Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Bei vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiographien werden Frauen immer noch 6 Prozent schlechter bezahlt.

Neben dem Mindestlohn, dem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung, dem Elterngeld Plus und dem Gesetz zur Familienpflegezeit, die sich indirekt auf die Entgeltgleichheit auswirken, hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode zwei richtungsweisende Gesetze auf den Weg gebracht: Das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen“ („Frauenquote“) verpflichtet große Unternehmen dazu, den Anteil von Frauen in den Führungsriegen zu erhöhen. Und im Januar 2017 hat das Bundeskabinett mit dem „Gesetz zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen“ den Weg für mehr Transparenz bei den Gehältern frei gemacht.