Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit dem österreichischen Vizekanzler und Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner.

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries mit dem österreichischen Vizekanzler und Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner

© BMWi/Susanne Eriksson

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries hat sich heute mit dem österreichischen Vizekanzler und Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner getroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen aktuelle wirtschafts- und energiepolitische Themen.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Deutschland und Österreich sind nicht nur wirtschaftlich eng verbundene Nachbarstaaten. Ich schätze unseren regelmäßigen Austausch. Er ist die Grundlage für unsere gute Zusammenarbeit, die gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen der Europäischen Union wichtig ist. Wir werden uns auf EU-Ebene für eine Stärkung unserer kleinen und mittleren Unternehmen sowie für den Erhalt unserer erfolgreichen dualen Berufsausbildung und der Meisterpflicht einsetzen. Im Energiebereich verlaufen die Gespräche beim Thema Strompreiszone konstruktiv, sie dauern aber noch an.“

Vizekanzler Mitterlehner betonte die traditionell gute nachbarschaftliche Beziehung und sprach sich ebenfalls für den gemeinsamen Einsatz zur Förderung der mittelständischen Wirtschaft und der Lehrlingsausbildung auf europäischer Ebene aus: „Wir brauchen gerade auf der EU-Ebene mehr Anerkennung und Respekt für den Mittelstand. Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Die Lehrlingsausbildung in Deutschland und Österreich ist weltweit anerkannt.“ Ein wichtiges Thema des Gesprächs war die deutsch-österreichische Strompreiszone. „Wir führen dazu konstruktive Gespräche, um eine gute Lösung im Interesse beider Länder zu finden“, so Mitterlehner. Auch beim Thema Beschäftigungsbonus bekräftigte Mitterlehner Österreichs Position: "Mit dem Job-Bonus wollen wir die Arbeitslosigkeit in Österreich senken und heimische Unternehmen entlasten. Wir gehen damit rechtskonform vor“, sagt Mitterlehner.

Deutschland und Österreich unterhalten als Nachbarn besonders enge und vertrauensvolle politische und wirtschaftliche Beziehungen. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte im Jahr 2016 98,4 Mrd. EUR. Die Einfuhren nach Deutschland aus Österreich betrugen 38,6 Mrd. EUR (+3,5 % ggü. dem Vorjahr), die deutschen Ausfuhren nach Österreich betrugen 59,8 Mrd. EUR (+2,7 % ggü. dem Vorjahr). Deutsche Investitionen in Österreich betragen ca. 32,3 Mrd. EUR, umgekehrt ca. 23,2 Mrd. EUR.