WTO-Präsident Roberto Azevêdo am Podium.

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Der Allgemeine Rat der WTO hat heute den bisherigen Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO) für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, wertete in Ihrem Glückwunschschreiben die frühzeitige Wiederwahl als Zeichen großer Wertschätzung.

Zypries: "Generaldirektor Azevêdo führt das Amt in einer Zeit mit neuen Herausforderungen fort. Die Wiederwahl ist Anerkennung für sein engagiertes Eintreten für die Stärkung des multilateralen Handelssystems. Es kommt nun darauf an, die Akzeptanz der multilateralen Handelsregeln zu verteidigen und zugleich bei der bevorstehenden 11. WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires möglichst weitere substantielle Ergebnisse zu erzielen. Von Buenos Aires muss ein klares Signal für den Multilateralismus ausgehen."

Während der ersten Amtszeit Azevêdos konnten bei der WTO-Ministerkonferenzen in Bali (2013) die politische Einigung über das jüngst in Kraft getretene Übereinkommen über Handelserleichterungen erzielt werden. In Nairobi (2015) konnte insbesondere die Beseitigung von Exportsubventionen im Agrarbereich beschlossen werden - ein Thema, das gerade für Entwicklungsländer von entscheidender Bedeutung ist.

In der zweiten Amtszeit muss sich die WTO vor allem als Hüterin des multinationalen Handelssystems behaupten und dieses verteidigen. Dies wird angesichts zunehmender Abschottungstendenzen einzelner Handelspartner eine zentrale Aufgabe werden.