Containerschiff zu Handelserleichterungen; Quelle: iStock.com/sandiegoa

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Nach langen Verhandlung ist das Abkommen der Welthandelsorganisation (WTO) über Handelserleichterungen, Trade Facilitation Agreement (TFA), in Kraft getreten. Das Abkommen über Handelserleichterungen sorgt für transparente Zollverfahren und verbindliche Zollauskünfte, strebt die Einführung oder Verbesserung elektronischer Vorabanmeldeverfahren sowie eine gute Kooperation von Zollbehörden an.

Bundesministerin Zypries: „Freier und fairer Handel, an dem alle teilhaben - das ist die Antwort, die protektionistischen Tendenzen entgegensetzt werden muss. Dieses Abkommen erleichtert weltweit den Handel, senkt Zollbürokratie und Kosten und kommt insbesondere auch Entwicklungsländern zu Gute. Es ist außerdem das erste multilaterale Handelsabkommen seit Gründung der Welthandelsorganisation im Jahr 1995. Das ist nicht nur ein wichtiger Impuls für den internationalen Handel und die WTO, sondern eine gute Nachricht für uns alle."

Mehrere Studien zeigen: Die Handelskosten können durch Umsetzung des Übereinkommens bis zu 10 % in Industrieländern gesenkt werden; in Entwicklungsländern und den am wenigsten entwickelten Ländern (= least developed countries – LDC) sogar um bis zu 16 %. Mit entsprechend positiven Effekten auf Armutsreduzierung und Beschäftigung.

Entwicklungsländer und insbesondere die am wenigsten entwickelten Länder werden bei der Umsetzung des Abkommens unterstützt. Deutschland hat dazu gemeinsam mit anderen Industriestaaten und in Kooperation mit international tätigen Unternehmen eine „Globale Allianz für Handelserleichterungen“ gegründet. Diese bündelt die Ressourcen von Politik und Wirtschaft, um die Umsetzung des Abkommens in Entwicklungsländern voranzutreiben.