Bundesminister Sigmar Gabriel, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Französischer Staatspräsident François Hollande, Französischer Minister für Wirtschaft und Finanzen, Michel Sapin (v.l.n.r.).

Bundesminister Sigmar Gabriel, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Französischer Staatspräsident François Hollande, Französischer Minister für Wirtschaft und Finanzen, Michel Sapin (v.l.n.r.)

© BMWi/Maurice Weiss

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und sein französischer Amtskollege Michel Sapin, Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitales, veranstalten heute in Berlin die Deutsch-Französische Digitalkonferenz unter dem Motto "Gemeinsam die digitale Transformation unserer Wirtschaft beschleunigen". Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten François Hollande nehmen über 300 hochrangige Vertreter von Start-ups, internationalen Unternehmen und öffentlichen Institutionen an der Konferenz teil.

Bundesminister Gabriel: "Mit der heutigen Konferenz festigen wir das digitale Fundament der bewährten und engen deutsch-französischen Partnerschaft und treiben die digitale Transformation unserer Volkswirtschaften weiter voran.

Dabei sind uns vier Themenfelder besonders wichtig: Erstens, die digitale Transformation der Industrie, die dafür sorgt, dass unser Produktionsstandort wettbewerbsfähig bleibt. Zweitens, die Unterstützung von innovativen Start-ups, die in beiden Ländern als treibende Kraft für Wachstum und Beschäftigung stehen. Drittens, eine verbesserte Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen, insbesondere bei Cloud-Diensten, die gerade für kleine und mittelständische Betriebe von essenzieller Bedeutung sind. Viertens sollten Deutschland und Frankreich auch in der europäischen und internationalen Zusammenarbeit ihre Kräfte bündeln und gemeinsam für einen freien und sicheren Daten- und Informationsfluss sowie für eine Stärkung des europäischen Normungssystems eintreten."

Beide Minister werden eine Erklärung zur "Gemeinsamen Beschleunigung der digitalen Transformation unserer Wirtschaft" mit den Prioritäten der Zusammenarbeit bei der Digitalisierung der Wirtschaft verabschieden. Darin werden konkrete Projekte unterstützt, um die digitale Transformation und digitale Innovationen voranzubringen, etwa im Bereich Industrie 4.0 und der Unterstützung von Start-ups.

Auch die Cloud-Label-Initiativen Zeker Online (Niederlande), Label Cloud (Frankreich) und die unter der Schirmherrschaft des BMWi stehende deutsche Initiative Trusted Cloud nehmen die heutige Konferenz zum Anlass ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Mit Unterstützung der Europäischen Kommission werden sie eine Erklärung zur Zusammenarbeit mit dem Ziel der Harmonisierung und Standardisierung der europäischen Cloud Label-Initiativen für den Mittelstand unterzeichnen.

Im Laufe der Konferenz wird der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie" gemeinsam mit dem französischen "Nationalrat für Digitales" (Conseil national du numérique) einen Aktionsplan für "Digitale Innovation und Digitale Transformation in Europa" an Minister Gabriel und Minister Sapin übergeben.

Vor der Konferenz finden fünf Fachworkshops und eine Auftaktveranstaltung von Start-ups und Investoren statt zu den Themen Digitalisierung der Produktion/Industrie 4.0, Wachstum für Start-ups in Europa, Data Economy, intelligente Vernetzung sowie Digital Innovation Cluster statt. Einen dieser Workshops führen die Förderbanken KfW und BPI (Banque publique d'investissment) im Rahmen eines Pitchings durch. Die Workshops sollen die deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Wirtschaft auf eine breite Basis stellen.

Im Vorfeld der Konferenz wurde gestern bereits eine Absichtserklärung zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen den Cyber-Sicherheitsbehörden beider Länder unterzeichnet.

Die französisch-deutsche Konferenz zur Digitalen Wirtschaft findet bereits zum zweiten Mal statt und geht auf eine Vereinbarung von Bundeskanzlerin Dr. Merkel und Staatspräsident Hollande anlässlich des deutsch-französischen Ministerrats im März 2015 zurück.

Die gemeinsame Minister-Erklärung ist hier (PDF: 1,7 MB) abrufbar.

Weitere Informationen und Dokumente zur Konferenz finden Sie hier.