Blick aus dem Weltraum zur Raumfahrt

© ESA/NASA

"Das ist ein hervorragendes Ergebnis sowohl für die mittelständische Raumfahrtindustrie als auch für die großen Raumfahrtunternehmen", sagte Brigitte Zypries, Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, zu den Beschlüssen der ESA-Ministerkonferenz in Luzern (1./2. Dezember 2016). Als wirtschaftlich stärkstes Mitgliedsland der ESA beteiligt sich Deutschland umfassend an den künftigen Programmen der ESA. Ein Schwerpunkt liegt dabei bei innovativen Entwicklungen und Anwendungen in der Raumfahrt. Brigitte Zypries: "Besonders unser Engagement bei den Anwendungsprogrammen führt zu konkretem Nutzen für die Menschen. Satellitengestützte Erdbeobachtung etwa ist die Grundlage für verbesserten Klimaschutz. Zudem entstehen durch die Verwendung von Satellitendaten innovative Geschäftsmodelle für deutsche Unternehmen. Damit können unsere Unternehmen neue Märkte erschließen."

Die mittelständischen Raumfahrtunternehmen in Deutschland werden durch die Entscheidungen in Luzern besonders unterstützt. Besonders kleine und mittlere Unternehmen profitieren von höher finanzierten Technologieprogrammen. Zypries: "Unser Ziel ist, dass auch die KMU bei den Investitionen in die Raumfahrt unterstützt werden. Das haben wir erreicht."

Deutschland wird sich künftig mit den europäischen Partnern auch weiter an der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligen. Brigitte Zypries: "Deutschland übernimmt bei der ISS Verantwortung für ein zentrales globales Projekt. Das Bundeskabinett hatte dazu bereits die notwendigen Beschlüsse getroffen und den Weg freigemacht für die europäische Beteiligung an diesem internationalen Projekt. Die Raumstation bietet hervorragende Möglichkeiten, Forschung unter Weltraumbedingungen zu betreiben. Auch die Industrie profitiert von den Ergebnissen, etwa bei der Materialforschung. Und wir freuen uns auf Alexander Gerst 2018 im All."

Im Einzelnen:

  • Die Erdbeobachtung wird mit rund 300 Millionen Euro gefördert. Damit wird die starke Position Deutschlands in diesem Bereich ausgebaut.
  • Mit über 160 Millionen Euro für die Telekommunikation investiert Deutschland in einen zukunftsträchtigen Bereich - gerade auch bei der Weiterentwicklung der Laserkommunikation.
  • Deutschland beteiligt sich weiter an der EXOMars-Mission. Damit wird die Fortsetzung des Programms ermöglicht, an dem Deutschland erhebliche industrielle Anteile hat. So wird der Transporter, der die Sonde zum Mars transportiert, ebenso in Deutschland entwickelt wie das wichtigste Forschungsinstrument, mit dem nach Lebensspuren auf dem Mars gesucht wird.

Zur ESA:

Die ESA ist die europäische Raumfahrtorganisation mit Sitz in Paris. Bei der ESA werden große internationale Raumfahrt-Vorhaben umgesetzt, die von einzelnen Mitgliedstaaten nicht alleine realisiert werden können. ESA-Generaldirektor ist der frühere Vorstandsvorsitzende des DLR, Jan Wörner.

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