Staatssekretär Rainer Baake (Mitte), Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol (rechts) und Dr. Uwe Franke, Präsident des Weltenergierats Deutschland.

Staatssekretär Rainer Baake (Mitte), Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol (rechts) und Dr. Uwe Franke, Präsident des Weltenergierats Deutschland

© BMWi/Andreas Mertens

Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur (IEA), Dr. Fatih Birol, stellt heute im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Weltenergierat-Deutschland in Berlin den World Energy Outlook (WEO) 2016 der IEA vor.

Staatssekretär Rainer Baake: "Der World Energy Outlook der IEA macht nachdrücklich klar, dass eine weltweite Energiewende nötig ist, um die Verpflichtungen umzusetzen, die sich aus dem Klimaübereinkommen von Paris ergeben. Dekarbonisierung bedeutet nicht Deindustrialisierung, sondern Modernisierung. In Deutschland arbeiten wir bereits seit Jahren erfolgreich an diesem Projekt. Mittlerweile stammt hier jede dritte Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Mit dem neu beschlossenen Klimaschutzplan haben wir nun für alle Sektoren ambitionierte Emissionsziele festgelegt und so auch Planungssicherheit für die betroffenen Sektoren geschaffen. Ich teile die Einschätzung der IEA, dass nun auch weltweit verstärkte Anstrengungen unternommen werden müssen, um Energie effizienter zu nutzen und erneuerbare Energieerzeugung konsequent auszubauen."

Die IEA betont in dem Bericht die Notwendigkeit einer weltweiten Energiewende. Durch die bisher von der Staatengemeinschaft zugesagten Emissionsminderungen könne der Anstieg der globalen Emissionen zwar gebremst werden. Um jedoch das im Pariser Klimaabkommen festgelegte Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad zu begrenzen, seien weitergehende Zusagen notwendig. Auch die bisherigen Zusagen machten einen fundamentalen Wandel im Energiesektor nötig.

Tragende Säulen der globalen Energiewende sind aus Sicht der IEA Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Hervorgehoben wird, dass die Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien 2015 weltweit schneller gewachsen sei als die gesamte restliche Stromerzeugungskapazität zusammen. Die IEA geht davon aus, dass die Kosten der Erneuerbaren in den nächsten Jahren weiter deutlich sinken werden. Große Potenziale sieht die IEA perspektivisch für die Elektromobilität.

Der jährlich erscheinende World Energy Outlook der IEA gilt als wichtigste Publikation zur zukünftigen Entwicklung der globalen Energieversorgung. Die im WEO entwickelten Szenarien werden weltweit als Standard für Energieprognosen verwendet.

Eine Zusammenfassung des Berichts können Sie hier abrufen.