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Das Bundeswirtschaftsministerium hat heute eine Studie zum Thema Stromsperren veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel "Analyse der Unterbrechungen der Stromversorgung nach 19 Abs. 2 StromGVV" (PDF: 730 KB) wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministerium vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt. Sie untersucht Ursachen für Stromsperren und die Wirksamkeit des gegenwärtigen Instrumentariums.

Staatssekretär Baake hierzu: "Wir haben uns im Bundeswirtschaftsministerium mit der Studie das Problem der Stromsperren genau angeschaut. Die Zahl der Stromsperren ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Aber: Stromsperren bedeuten für die Betroffenen einen gravierenden Eingriff. Heute gibt es bereits viele Maßnahmen und Beratungsprogramme, allerdings sind sie nicht ausreichend koordiniert. Oft wissen die Betroffenen schlichtweg nicht, welche Möglichkeiten sie haben. Wir setzen uns daher für einen Dialogprozess mit Versorgern, Verbraucherverbänden und Sozialträgern ein, um besser zu verhindern, dass es überhaupt zu einer Stromsperre kommt."

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Ursachen und Auftreten von Stromsperren nicht allein eine Frage des Einkommens sind. Häufig kommen vielmehr verschiedene Ursachen zusammen, wie zum Beispiel plötzliche und einschneidende Veränderungen im persönlichen Lebensumfeld. Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass das Energie- und Sozialrecht bereits heute einen guten Rahmen bietet, um soziale Härten bei Stromsperren zu vermeiden. Die Ursachen lassen sich häufig nicht allein durch einen Einkommenstransfer angehen, sondern können eher durch enge Zusammenarbeit und bessere Koordinierung der bestehenden Beratungsmöglichkeiten oder freiwilligen Initiativen der Sozialträger und -verbände und Versorger erfolgen.

Daher wird das Bundeswirtschaftsministerium nun in einem nächsten Schritt einen Dialogprozess mit Versorgern, Verbraucherverbänden und Sozialträgern starten, um die zahlreichen bestehenden Initiativen und Programme besser zu koordinieren und die Informationen für die Betroffenen besser zugänglich zu machen.

Die Studie "Analyse der Unterbrechungen der Stromversorgung nach §19 Abs. 2 StromGVV" kann hier abgerufen werden:

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