Planeten zum Thema Raumfahrt; Quelle: istockphoto.com/sbhaumik

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Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner gestrigen Bereinigungssitzung neue Mittel für zentrale industriepolitische Handlungsfelder bewilligt. So wurden zusätzlich 30 Millionen Euro für die Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) für 2017 sowie Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 48 Mio. Euro für die kommenden Jahre bewilligt. Zudem hat der Haushaltsausschuss der Finanzierung für die Gründung sechs neuer Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zugestimmt. Hierfür stehen 42 Mio. Euro zur Verfügung. Für den innovativen Schiffbau wurden Haushaltsmittel in Höhe von zusätzlich 10 Mio. Euro für 2017 sowie Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 30 Mio. Euro für die kommenden Jahre bewilligt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hierzu: "Mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses werden wichtige Weichen in zentralen industriepolitischen Handlungsfeldern gestellt. Das stärkt den Wirtschaft- und Wissenschaftsstandort Deutschland.

So ist die Industrielle Gemeinschaftsforschung ein zentrales und bewährtes Instrument der Industrieforschung, welches gerade für den Mittelstand große Bedeutung besitzt. Forschungsergebnisse können schnell und effizient transferiert und umgesetzt werden.

Auch der Ausbau der High-Tech-Forschung beim DLR ist ein sehr wichtiges Signal für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und ermöglicht die Erweiterung des Forschungsportfolios beim DLR.

Beim Schiffbaus erwarten wir in den kommenden Jahren erhebliche Technologiesprünge vor allem im Bereich Umwelttechnologien. Hier können wir die richtigen Impulse für Investitionen setzen, um so die Technologieführerschaft deutscher Unternehmen zu sichern und auszubauen."

Ergänzende Informationen zu den Einzelthemen:

Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF):
Die IGF ist ein bewährtes Instrument der Industrieforschung für Unternehmen. In über 100 Forschungsvereinigungen haben sich mehr als 50.000 Unternehmen branchen- bzw. technologiespezifisch organisiert. Dort können sie Forschungsideen zielgerichtet einbringen. Der projektbegleitende Ausschuss stellt sicher, dass in den einzelnen Projekten der Ergebnistransfer im Fokus steht. Nähere Informationen zu IGF finden Sie hier.

DLR-Institute:
Mit den vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bewilligten Mitteln können sechs neue DLR Institute aufgebaut werden. Standorte werden sein: Augsburg, Bremerhaven, Dresden, Hamburg, Jena und Oldenburg.

In Augsburg, Dresden und Hamburg soll künftig die Digitalisierung der Luftfahrtforschung ("virtual aircraft") vorangetrieben werden. In Oldenburg werden Beiträge zur Bewältigung der Energiewende erforscht. Beim künftigen Institut in Bremerhaven geht es um Lösungen zum Schutz kritischer maritimer Infrastrukturen (Häfen, Handelsrouten, Schiffe, aber auch Off-Shore-Windkraftanlagen). Das Institut in Jena beschäftigt sich mit Big Data in der Raumfahrt.

Das DLR ist mit rd. 8.000 Mitarbeitern eine der größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands. An 16 Standorten wird auf den Gebieten der Luft- und Raumfahrt, der Energieversorgung, des Verkehrs und der Sicherheit geforscht.
Mehr unter: www.dlr.de.

Innovativer Schiffbau
Das BMWi-Programm "Innovativer Schiffbau sichert wettbewerbsfähige Arbeitsplätze" setzt für den deutschen Schiffbau Anreize für verstärkte Investitionen in innovative Produkte und Verfahren. Ziel der Bundesregierung ist es, dass der deutsche Schiffbau bei komplexen Spezialschiffen und Offshore-Strukturen die Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und Arbeitsplätze sichern kann.