Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie

© BMWi/Susanne Eriksson

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, eröffnet heute die ZIM-Netzwerkjahrestagung 2016 des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Rund 200 Netzwerkmanager, Unternehmer und Wissenschaftler diskutieren bei der 15. ZIM-Netzwerkjahrestagung über die Aspekte der Markteinführung von innovativen Produkten, neuen Produktionsprozessen und technologischen Dienstleistungen. Experten geben wertvolle Hinweise und Anregungen. Daneben stellen drei ZIM-Netzwerke ihre erfolgreichen Produktentwicklungen und Marktstrategien vor.

Staatssekretärin Gleicke: "Die mittelständische Innovationskraft entscheidet über unseren wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft. Wir brauchen deshalb nachhaltige Investitionen in Forschung und Innovation und die entsprechende Förderung. Mit ZIM setzen wir genau hier an. Die besten Ergebnisse werden dabei oft bei der Zusammenarbeit in Netzwerken erzielt. Auch hier gilt das Motto: 'Gemeinsam sind wir stark!' Gerade kleine und mittlere Unternehmen können auf diese Weise ihre Stärken entfalten und ausspielen. Investitionen in Forschung und Entwicklung lohnen sich aber nur dann, wenn die Ergebnisse auch am Markt ankommen. Auf der heutigen Netzwerkjahrestagung wollen wir Strategien hierfür präsentieren und diskutieren."

Das BMWi fördert mit ZIM marktorientierte Forschung und Entwicklung von mittelständischen Unternehmen sowie die Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren (Bildungseinrichtungen, Verbände) zur Entwicklung einer gemeinsamen technologischen Innovation. Durch die Zusammenarbeit entstehen Wachstumsimpulse, die Wettbewerbsvorteile für die beteiligten Unternehmen schaffen.

Der Netzwerkansatz von ZIM hat sich bewährt: Ein Beispiel hierfür ist das Netzwerk "OLAB-OLED Industrielichtanwendungen", das sich auf der Tagung präsentiert. Hier entwickelten die im Netzwerk organisierten mittelständischen Unternehmen mit beteiligten Forschungseinrichtungen eine Basistechnologie zur Herstellung innovativer Lichtsysteme auf Grundlage organischer Leuchtdioden (OLED). OLEDs unterscheiden sich aufgrund ihrer extrem dünnen Bauweise und flächigen Abstrahlcharakteristik grundlegend von den bisher eingesetzten Lichtquellen. Sie benötigen keine Diffusoren, um eine homogene Ausleuchtung zu erzeugen, werden kaum handwarm und erfordern im Gegensatz zu LED-Beleuchtungen kein aufwendiges Thermomanagement. Die neuen Beleuchtungssysteme werden insbesondere für die Bereiche Bildverarbeitung, Mikroskopie, Medizin, Automotive eingesetzt. Mit dem Netzwerk ist eine Plattform entstanden, die auch nach der ZIM-Förderung die Zusammenarbeit von Produzenten und Anwendern voran bringt, damit OLEDs als Beleuchtung für industrielle Anwendungen genutzt werden können.

ZIM fördert als technologieoffenes Programm Projekte mit einem Gesamtbudget von 543 Mio. Euro im Jahr 2016; für 2017 sind 548 Mio. Euro vorgesehen. Informationen zu ZIM können Sie hier abrufen.