Turm eines Kohlekraftwerkes; Quelle: iStock.com/acilo

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Am 1. Oktober 2016 wird das Braunkohlekraftwerk Buschhaus als erstes Kraftwerk für vier Jahre vorläufig stillgelegt und damit in die Sicherheitsbereitschaft überführt. Anschließend wird das Kraftwerk endgültig stillgelegt. Das Kraftwerk Buschhaus wird von der Helmstedter Revier GmbH betrieben, einer Tochter der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG), und hat eine Nettoleistung von 352 Megawatt. Ursprünglich hatten MIBRAG und die Helmstedter Revier GmbH geplant, das Kraftwerk Buschhaus bis mindestens 2030 zu betreiben und mit Braunkohle aus dem Tagebau Profen zu versorgen. Während der Sicherheitsbereitschaft ist das Kraftwerk Buschaus vom Netz genommen, wird nicht mehr am Markt eingesetzt und produziert keine CO2 Emissionen. Es kann nur auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers angefahren werden.

Staatssekretär Baake: "Heute wird eine zentrale Maßnahme zur Erreichung unserer Klimaziele bis 2020 umgesetzt. Im Sommer 2015 hat sich die Regierung darauf verständigt, 22 Millionen Tonnen CO2 bis 2020 zusätzlich einzusparen. Ein zentrales Instrument hierfür ist die Sicherheitsbereitschaft. Durch die Sicherheitsbereitschaft werden 13 Prozent der installierten Braunkohleleistung stillgelegt."

Die Sicherheitsbereitschaft wurde im Rahmen des Strommarktgesetzes im Juli 2016 beschlossen. Die Anlagen in der Sicherheitsbereitschaft können bei länger andauernden Extremsituationen die Stromversorgung absichern. Das Strommarktgesetz sieht vor, dass insgesamt 2.700 MW Braunkohlekraftwerkskapazität für vier Jahre in einer Sicherheitsbereitschaft gehalten werden. Anschließend werden sie endgültig stillgelegt. Damit soll die Sicherheitsbereitschaft 11 - 12,5 Mio. Tonnen CO2 bis zum Jahr 2020 einsparen. Nach dem Kraftwerk Buschhaus werden Blöcke der Kraftwerke Frimmersdorf, Niederaußem, Jänschwalde und Neurath zwischen 2017 und 2019 in die Sicherheitsbereitschaft überführt.