Neues Innovationsprogramm zur Diversifizierung der Verteidigungsindustrie

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Das Bundeswirtschaftsministerium startet heute das neue Innovationsprogramm "Unterstützung von Diversifizierungsstrategien von Unternehmen der Verteidigungsindustrie in zivile Sicherheitstechnologien". Hierzu kommen Vertreter der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, von Bedarfsträgern ziviler Sicherheitstechnologien sowie einschlägiger Forschungs-, Wissenschafts- und Lehreinrichtungen im Bundeswirtschaftsministerium zu einer Auftaktveranstaltung zusammen. Das Innovationsprogramm zur Diversifizierung der Verteidigungsindustrie fügt sich in den Kontext des Strategiepapiers der Bundesregierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland vom 8. Juli 2015 und ist die Antwort auf ein verändertes sicherheits- und industriepolitisches Umfeld.

Staatssekretär Machnig: "Für die Verteidigungsunternehmen bietet sich die Chance am Wachstum und technischen Fortschritt des zivilen Sicherheitsmarktes teil zu haben. Das wollen wir mit dem Innovationsprogramm unterstützten. Die Unternehmen können zeigen, dass sie auch für den zivilen Sektor Produkte und Lösungen entwickeln und bereitstellen können. Das kann in der Folge ebenfalls zu Synergieeffekten für das bestehende wehrtechnische Produktportfolio führen."

Mit dem Innovationsprogramm beabsichtigt das Bundeswirtschaftsministerium Unternehmen der Verteidigungsindustrie bei der Diversifizierung in den angrenzenden Markt der zivilen Sicherheitstechnologien zu unterstützen. Die Verteidigungsindustrie stellt eine Schlüsselbranche von nationalem Interesse dar, der unter sicherheits-, technologie- und wirtschaftspolitischen Aspekten eine hohe strategische Bedeutung zukommt. Infolge globaler Veränderungen ist die deutsche Verteidigungsbranche mit einem zunehmend schwierigen Marktumfeld konfrontiert, während der Markt für zivile Sicherheitstechnologien expandiert und überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven aufweist.

Die Förderung umfasst experimentelle Entwicklungsaktivitäten für innovative Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen im Bereich ziviler Sicherheitstechnologien mit einem hohen praktischen Anwendungspotenzial. Es ist geplant, Einzel- und Verbundprojekte zu fördern. Besondere Bedeutung wird dabei Verbundprojekten beigemessen, in denen verbundführende Verteidigungsunternehmen mit Unternehmen der zivilen Sicherheitsindustrie, Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Endnutzer ziviler Sicherheitstechnologien (z. B. Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben oder Betreiber kritischer Infrastrukturen) zusammenarbeiten. Die Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wird positiv berücksichtigt.

Für Entwicklungsvorhaben wird eine Anteilsfinanzierung von maximal bis zu 25 % der zuwendungsfähigen Kosten ermöglicht. Bei Verbundprojekten und KMU-Einbindung können gegebenenfalls zusätzliche Boni gewährt werden. Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Endnutzer können bei Vorliegen der Voraussetzungen bis zu 100 % finanziert werden.

Die konkreten Rahmenbedingungen werden in einer Förderrichtlinie festgelegt.

Nähere Informationen zum Innovationsprogramm finden Sie hier (PDF: 71 KB).