Bundesminister Sigmar Gabriel (rechts) mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos (links). Bild vergrößern

Bundesminister Sigmar Gabriel (rechts) mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos (links)

© BMWi/Maurice Weiss

Bundeswirtschaftsminister Gabriel reist heute mit einer Wirtschaftsdelegation nach Griechenland (bis Freitag, 1. Juli).

Ziel der Reise ist es, weitere Chancen der wirtschaftspolitischen Kooperation zwischen den beiden Ländern auszuloten. Ein Schwerpunkt wird im Bereich Erneuerbare Energien liegen. Hier besteht bereits eine gute Zusammenarbeit, die intensiviert und durch konkrete Projekte ausgeweitet werden soll. Es geht um Zukunftsinvestitionen für Griechenland und ein Signal für den Erneuerbaren-Sektor in Europa. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Exportförderung in Griechenland sein.

Geplant sind hochrangige Gespräche, u. a. mit Präsident Pavlopoulos und Ministerpräsident Tsipras, eine Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien sowie Treffen mit Oppositionspolitikern und eine Begegnung mit Jugendlichen.

Der Wirtschaftsminister wird begleitet von einer etwa 40 köpfigen Delegation aus Unternehmen, Verbänden und Förderbanken sowie Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Vertreten sind Unternehmen unterschiedlicher Branchen wie der Erneuerbaren Energien, der Bauwirtschaft, des Maschinenbaus oder der Tourismuswirtschaft und der IKT-Branche.

Deutschland war 2015 mit einem Handelsvolumen von 6,5 Mrd. Euro und einem Anteil von ca. 9,5 % wichtigster Handelspartner für Griechenland, gefolgt von Italien und Russland. Deutschland hat 2015 Waren und Dienstleistungen im Wert von 4,7 Mrd. Euro nach Griechenland exportiert und im Wert von 1,8 Mrd. Euro aus Griechenland importiert. Die wichtigsten deutschen Exportgüter waren chemische Erzeugnisse (28,8 %), Nahrungsmittel (13,9 %) und Maschinen (8,5 %). Als Abnehmer lag Deutschland 2015 auf Platz 2 mit einem Anteil von 7,4 % (Italien Platz 1 mit 11,4 %, Türkei Platz 3 mit 6,8 %). Deutschland importierte aus Griechenland vor allem Lebensmittel (27,4%) und chemische Produkte (18,2%).