Wanderer in den Bergen.

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Im Rahmen des deutschen Vorsitzes der Alpenkonvention findet heute in Sonthofen (Allgäu) die internationale Konferenz "Nachhaltiger Tourismus in den Alpen: Eine Herausforderung (ohne Alternative)" der Bundesregierung gemeinsam mit der Bayerischen Staatsregierung statt. Der Alpenraum ist eines der wichtigsten Erholungsgebiete Europas. Rund 100 Millionen Touristinnen und Touristen nutzen die Alpen jedes Jahr für Urlaubs- und Freizeitaktivitäten.

Der Staatssekretär beim Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth:
"Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist der Tourismus auf attraktive Naturräume angewiesen. Insbesondere in touristischen Ballungszentren, die wie im Alpenraum oft in ökologisch sensiblen Gebieten liegen, zählt er aber auch zu den Mitverursachern von Natur- und Umweltbelastungen. Nachhaltiger Tourismus im Einklang mit Natur und Landschaft, der auf ein nachhaltiges Wirtschaften ausgerichtet ist und damit auf Ressourceneffizienz und Klimaschutz setzt, bietet beste Voraussetzungen, dauerhaft zu einer regionalen Wertschöpfung beizutragen."

Die Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus Iris Gleicke:
"Urlaub in Deutschland steht hoch im Kurs. Bei den europäischen Urlaubern gehören wir zu den beliebtesten Naturreisezielen, und davon profitiert natürlich auch die Alpenregion. Damit das so bleibt, müssen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit gleiches Gewicht erhalten. Die Kombination dieser Nachhaltigkeitselemente ist erforderlich, um langfristig erfolgreiche und wettbewerbsfähige Tourismusangebote entwickeln zu können. Diese können besonders für die häufig strukturschwachen ländlichen Räume eine bedeutende wirtschaftliche Perspektive darstellen."

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutieren, wie sich aktuelle Trends wie Klimawandel, verändertes Reiseverhalten und sich verändernde Ansprüche der Urlauberinnen und Urlauber auf das touristische Angebot im Alpenraum auswirken und wie der Alpentourismus zukunftsfähig und nachhaltig ausgestaltet werden kann. Dabei geht es neben der ökologischen Nachhaltigkeit auch um die Bewahrung der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit, den Erhalt der besonders vielfältigen alpenländischen Kultur sowie die mit guter Arbeit und Einkommensmöglichkeiten verbundenen sozialen Aspekte.

Die Bundesrepublik Deutschland hat im November 2014 für zwei Jahre den Vorsitz der Alpenkonvention übernommen, den die Bundesregierung zusammen mit dem Freistaat Bayern gestaltet. Die in der Alpenkonvention geforderte ganzheitliche Politik zur Gewährleistung des Schutzes und gleichermaßen einer nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum steht im Mittelpunkt der Aktivitäten des Vorsitzes. Deutschland widmet dabei der Politik des "Nachhaltigen Wirtschaftens im Alpenraum", auch unter dem Blickwinkel des Tourismus, besondere Aufmerksamkeit.

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