Technische Zeichnung und Messgeräte symbolisieren Normung.

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Auf Einladung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie diskutierten bei der diesjährigen Sitzung der deutsch-chinesischen Normungskommission gestern in Leipzig Vertreter der nationalen Normungsorganisationen, des Ministeriums sowie Experten aus der Wirtschaft über Industrie 4.0 und Elektromobilität.

Staatssekretär Matthias Machnig: "International harmonisierte Normen unterstützen die Öffnung von Märkten und bauen Handelshemmnisse ab. China ist dabei ein wichtiger Markt für deutsche Unternehmen. Daher wollen wir die bereits seit elf Jahren bestehende deutsch-chinesische Zusammenarbeit weiter stärken und konkrete Normungsthemen zwischen der privat bei DIN und DKE organisierten deutschen Normung und der zuständigen chinesischen staatlichen Normungsbehörde SAC weiter voranbringen."

Im Bereich Industrie 4.0 wurden neben dem Referenzarchitekturmodell, Internationaler Standardisierung, Funkkommunikation und Use Cases/Applikationen insbesondere Fragen der IT-Sicherheit diskutiert. Es wurde vereinbart, zu diesem Thema im Rahmen einer Arbeitsgruppe konkrete Normenentwürfe auszuarbeiten. Außerdem sollen die jeweiligen nationalen Normungsstrategien in diesem Kontext so weit wie möglich synchronisiert werden. Im Bereich Elektromobilität spielten Fragen der Sicherheit, des Datenaustauschs sowie der jeweiligen Strategie bei der Weiterentwicklung relevanter Normen im Bereich Batterietechnologie eine wichtige Rolle. Auch die Reform des chinesischen Normengesetztes samt etwaiger Folgen auf die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf dem chinesischen Markt wurde diskutiert. Hier betonte die deutsche Seite die große Bedeutung der internationalen Normung; Marktabschottung und Insellösungen sind zu vermeiden.