Kleine Flaschen auf Fließband.

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Unter der Leitung von Staatssekretär Matthias Machnig fand heute ein Treffen der Spitzenvertreter der chemischen Industrie, der Sozialpartner Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V. (BAVC) und Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) im Bundeswirtschaftsministerium statt.

Staatssekretär Machnig: "Kommunikation ist das Schlüsselelement aller Dinge. Es geht darum, möglichst konkrete, praxisnahe Maßnahmen zur Stärkung und Erneuerung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu ergreifen. Der Branchendialog mit der chemischen Industrie hat sich als Kommunikationsformat zwischen Politik, Gewerkschaften und Unternehmen bewährt. Auf diese Weise kann man gemeinsam nach konstruktiven Lösungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit der Branche suchen und politische Herausforderungen begleiten. Diesen Prozess wollen wir fortsetzen."

Seit Herbst 2015 haben sich Expertinnen und Experten der chemischen Industrie mehrfach zu branchenübergreifenden Fachgesprächen getroffen und die Themen Beschäftigung und Fachkräfte, Innovation, Industriepolitik, Energie und Klimaschutz sowie Chemikaliensicherheit diskutiert.

In den vergangenen Monaten wurden eine Reihe von notwendigen Maßnahmen identifiziert und bereits umgesetzt.

An den Chemiestandorten Leuna und Gersthofen ist der Aufbau von Netzwerken zu Energieeffizienz erfolgreich gestartet, sieben weitere Netzwerke sind bereits in Planung. Die Unternehmen haben zahlreiche Pilotmaßnahmen zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt auf den Weg gebracht, wie die Ausweitung des Unterstützungsprogrammes "Start in den Beruf", das junge Flüchtlinge darauf vorbereiten soll, eine Ausbildung in der chemischen Industrie aufnehmen zu können. Ein gemeinsames Projekt mehrerer Ministerien und Bundesbehörden mit dem Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) zur Schwachstellenanalyse der Registrierungspflichten bei der europäischen Chemikalienverordnung REACH hat zu vielen Vorschlägen und Verbesserungen bei der Regulierung geführt.

Aufgrund der guten Erfahrungen soll der Branchendialog mit der chemischen Industrie verstetigt werden. Bis zu vier Fachgespräche im Jahr sind vereinbart, deren Ergebnisse in einen jährlichen Monitoringbericht münden sollen. Der erste Monitoringbericht wurde heute verabschiedet.

Künftig wollen sich die Beteiligten gemeinsam dafür einsetzen, Jugendliche verstärkt über die Ausbildungsberufe und Perspektiven in der chemischen Industrie zu informieren und für die Berufe in der chemischen Industrie zu werben. Darüber hinaus soll auch die fortschreitende Digitalisierung in der chemischen Industrie unter wirtschafts- und industriepolitischen sowie beschäftigungs- und bildungspolitischen Gesichtspunkten bewertet werden. Dabei haben sich die Partner vorgenommen, insbesondere die Konsequenzen für das Thema Fachkräftesicherung herauszuarbeiten. Die Ergebnisse der Fachgespräche werden in die Tätigkeit des Bündnisses "Zukunft der Industrie" eingespeist.