Staatssekretär Matthias Machnig (links) mit dem japanischen Vizeminister im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, Takayuki Ueda (rechts).

Staatssekretär Matthias Machnig (links) mit dem japanischen Vizeminister im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, Takayuki Ueda (rechts)

© BMWi

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Matthias Machnig, ist heute mit dem japanischen Vizeminister im Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie, Takayuki Ueda in Tokio zusammengetroffen. Im Fokus des Gesprächs stand das Thema Digitalisierung.

Staatssekretär Machnig: "Um auch künftig global wettbewerbsfähig zu sein, brauchen wir internationale Kooperationen, denn industrielle Wertschöpfungsketten enden nicht an nationalen Grenzen. Im Rahmen der heute geschlossenen Vereinbarung im Bereich Industrie 4.0 wollen wir Kooperationen unserer Unternehmen unterstützen und auf internationaler Ebene bei Themen wie Standardisierung der Prozesse enger zusammenarbeiten. Einen wichtigen Beitrag dazu werden auch die jeweiligen Initiativen beider Länder leisten, die deutsche 'Plattform Industrie 4.0' und die 'Robot Revolution Initiative' auf japanischer Seite."

Vizeminister Ueda: "Technische Innovationen in den Bereichen Big Data, künstliche Intelligenz sowie Internet of things (IoT) haben einen erheblichen Einfluss auf unsere heutige digitalisierte Gesellschaft. Sie führen nicht nur zu einer besseren Produktivität, sondern spielen außerdem eine wesentliche Rolle bei zukünftigen strukturellen Veränderungen in unserer Gesellschaft. Deutschland ist, wie auch Japan, eine Industrienation, in welcher das produzierende Gewerbe ca. 20 % des BIPs ausmacht. Die Industrien beider Länder stehen vor gemeinsamen Herausforderungen wie den steigenden Energiekosten und dem Fachkräftemangel. Deutschland hatte mit seiner Bundesinitiative - auch global betrachtet - sehr früh bereits einen gemeinsamen Rahmen von Bund und Industrie zur Förderung der Nutzung des IoT im herstellenden Gewerbe geschaffen. Vor diesem Hintergrund ergab sich bei den wirtschaftspolitischen Konsultationen im Februar vergangenen Jahres eine Diskussion, die dazu führte, dass unsere Ministerien begannen, über eine Zusammenarbeit im Bereich IoT auszuloten. Als im darauf folgenden März Bundeskanzlerin Merkel Japan besuchte, verständigten sich die Bundeskanzlerin und der japanische Premierminister darauf, die Zusammenarbeit im Bereich IoT voranzutreiben. Wir freuen uns sehr, dass heute als konkretes Ergebnis dieser Vereinbarung eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet werden konnte."

Das Treffen fand im Rahmen der 17. deutsch-japanischen wirtschaftspolitischen Konsultationen im Vorfeld des G7-IKT-Fachministertreffens statt. Interessierte technologieorientierte Unternehmen aus Japan sind eingeladen, den Dialog zu Zukunftsthemen mit Bundesminister Sigmar Gabriel und hochrangigen Vertretern der deutschen Wirtschaft bei der Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft (APK) vom 3. bis 5. November fortzuführen.

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Japan betrug im Jahr 2015 rd. 37 Mrd. Euro. Deutschland importierte in diesem Zeitraum Waren im Wert von etwa 20 Mrd. Euro aus Japan und exportierte Waren im Wert von rd. 17 Mrd. Euro nach Japan. Haupteinfuhr- und -ausfuhrgüter sind weiterhin Elektronik, Maschinen, chemische Erzeugnisse sowie Kfz und Kfz-Teile.

Weitere Wirtschaftsdaten zu Japan finden Sie hier:
www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Weltkarte/Asien/japan.

Wirtschaftsdaten sowie Hinweise zu Investitionsmöglichkeiten in Deutschland finden Sie in englischer Sprache hier:
www.gtai.de/GTAI/Navigation/EN/Invest/business-location-germany.

Informationen zur Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft im November 2016 finden Sie hier:
www.asiapacificconference.com.

Ansprechpartnerin für Informationen zum Investorenprogramm im Rahmen der APK:
Ms Julia HOEFLING (spricht englisch)
Project Director
German Chamber of Commerce, Hong Kong
Tel.: +852 2532 1222 (Direct Line)
Fax: +852 2810 6093
E-Mail: hoefling.julia@hongkong.ahk.de