Der zweite Tag der Nationalen Maritimen Konferenz (NMK) wurde heute mit den Reden von Bundeswirtschaftsminister Gabriel und Bundesverkehrsminister Dobrindt eröffnet. Zudem wurden zwei Absichtserklärungen zur Zusammenarbeit beim Thema Tiefseebergbau zwischen Frankreich und Deutschland unterzeichnet.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel: "Die maritime Wirtschaft ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland - und sie wirkt weit über die Küstenregionen hinaus. Mehr als 380.000 Beschäftigte und ein jährlicher Umsatz von rund 50 Milliarden Euro sind dafür ein beeindruckender Beleg. Die Nationale Maritime Konferenz ist das Zukunftsforum der Branche. Es geht um aktuelle Herausforderungen und Strategien zur Stärkung der maritimen Wirtschaft: Ziel ist die Sicherung der Technologieführerschaft und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Gerade die Chancen der Energiewende und der Bereich Offshore-Windenergie sind hier zentrale Themen."

Der Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt: "Deutschland ist Logistikweltmeister und Mobilitätsland Nummer 1. Diesen Erfolg verdanken wir auch der Leistungsbilanz der deutschen Schifffahrtsbranche: Deutschland ist weltweit eine der größten Schifffahrtsnationen. Bei der Containerschifffahrt belegen wir mit einem internationalen Marktanteil von rund 30 Prozent den Spitzenplatz. Wir werden den Schifffahrtsstandort Deutschland weiter stärken und wir wollen das maritime Know-How in Deutschland halten."

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, zu den auf der Maritimen Konferenz vorgestellten Eckpunkten einer Maritimen Strategie der Bundesregierung (PDF: 3,9 MB):
"Wir haben auf der 9. NMK in Bremerhaven zentrale Maßnahmen verabredet, um die maritime Industrie im internationalen Wettbewerb weiter zu stärken. Es ist mit den gestern vorgestellten Eckpunkten gelungen, Schwerpunkte und Maßnahmen zu definieren, um das Know-how und die Stärken der maritimen Wirtschaft zu bündeln und der Branche damit größere Schlagkraft zu verleihen."

Um die im Eckpunktepapier genannten Ziele zu erreichen, wird die Bundesregierung die maritimen Förderprogramme neu ausrichten, die maritime Wirtschaft im Rahmen der Plattform "Industrie 4.0" einbinden und die Förderung für den 2010 eingerichteten Arbeitskreis "Vernetzung der maritimen Wirtschaft mit der Branche der Offshore-Windenergie" fortsetzen. Im Bereich Tiefseebergbau unterzeichneten Vertreter der deutschen und französischen Regierung sowie der Wirtschaft zwei "Declarations of Intent". Vereinbart wurde eine stärkere Kooperation zwischen den Ländern; zugleich verpflichteten sich beide Seiten zu höchsten Umweltstandards und größter Transparenz.

Die im Eckpunktepapier genannten Ziele und Maßnahmen der maritimen Strategie werden in den kommenden Monaten innerhalb der Bundesregierung und mit der Branche abgestimmt. Am Ende soll ein Kabinettbeschluss stehen.

Die vom Maritimen Koordinator Uwe Beckmeyer vorgestellten Eckpunkte einer Maritimen Strategie der Bundesregierung finden Sie hier (PDF: 3,9 MB).

Die Absichtserklärungen ("Declarations of intent") zur Zusammenarbeit im Tiefseebergbau zwischen Frankreich und Deutschland finden Sie hier: