Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie setzt beim Netzausbau auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Das BMWi fördert daher die Initiative "Bürgerdialog Stromnetz", die heute mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin startet.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer: "Der Netzausbau gelingt nur im Schulterschluss mit allen Beteiligten. Als neutrale Stelle ermöglicht der 'Bürgerdialog Stromnetz' einen offenen, transparenten Dialog auf Augenhöhe. Die Menschen vor Ort sollen darin unterstützt werden, ihre Ideen und Anregungen an der richtigen Stelle in die Planungs- und Genehmigungsverfahren einzubringen. So wollen wir die Bürgerinnen und Bürger für unser gemeinsames Projekt Energiewende gewinnen."

Als ständige Anlaufstellen dienen künftig Bürgerbüros in ausgewählten Regionen. Das erste Büro eröffnet am 22. Mai 2015 im Landkreis Osnabrück (Quakenbrück). Ergänzend dazu wird ein mobiles Bürgerbüro ab Ende Mai bundesweit im Einsatz sein. Im Juni finden die ersten Vor-Ort-Veranstaltungen der Initiative statt. Die Veranstaltungen informieren über die Beteiligungsmöglichkeiten in den Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie den Planungsstand und klären über Technologien sowie Alternativen auf.

Dr. Peter Ahmels, Leiter des "Bürgerdialogs Stromnetz": "Für den Erfolg der Energiewende ist es von großer Bedeutung, einen Raum für Diskussionen zu schaffen und die Notwendigkeit des Netzausbaus begreifbar zu machen. Der 'Bürgerdialog Stromnetz' versteht sich dafür als Informationsmakler."

Online bündelt www.buergerdialog-stromnetz.de Informationen zu Netzausbauvorhaben in allen Regionen Deutschlands, und zwar so, dass sie einfach zu finden und zu verstehen sind.

Das Online-Bürgerbüro nimmt Fragen von Betroffenen und Interessierten auf. Zudem können Interessierte Informationen via Twitter (@stromnetzdialog) erhalten. Expertenchats sollen zukünftig einen direkten Austausch zu spezifischen Fragen ermöglichen.

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