Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie; Quelle: Bundesregierung/Bergmann

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Berlin zählt zu den spannendsten Städten Europas. Wachstum und Beschäftigung entwickeln sich positiv, und die Attraktivität unserer Hauptstadt für Junge und Junggebliebene ist ungebrochen. Zahlreiche Hochschulangebote und die vibrierende Kulturszene bieten ihnen eine Zukunftsperspektive und ein von Vielfalt geprägtes Lebensgefühl. Dieses vitale Berlin zieht zudem das ganze Jahr über zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland an, die sich für Orte der wechselvollen Geschichte Berlins genauso interessieren wie für die Werkstätten der Zukunft. Der Berliner Tourismus boomt.

Auch die Wirtschaftsstruktur der Stadt ist vielfältig. Sie ist geprägt von traditionsreichen Industrieunternehmen, einem starken Mittelstand, einer dynamischen Dienstleistungsbranche und innovativen High-Tech-Unternehmen. Darüber hinaus gilt Berlin inzwischen als anerkannte Start-up-Metropole, in der sich kreative und engagierte Gründerinnen und Gründer aus aller Welt treffen.

Das ist ganz im Sinne der Berliner Kaufleute! Der traditionsreiche Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) bildet ein starkes Netzwerk in dieser Stadt, der er für die Interessen seiner Mitglieder nutzt. Aber der Verband steht auch für gesellschaftliches Engagement, für Bildung und Integration und lebt damit wie viele seiner Mitglieder die Tugenden des ehrbaren Kaufmanns, der wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung vereint.

Diesen leistungsstarken und sozial engagierten Mittelstand unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nach Kräften. Da wir wissen, dass gerade die kleinen Unternehmen überproportional unter bürokratischen Pflichten leiden, haben wir durch zwei Gesetze zur Bürokratieentlastung und ein neues Vergaberecht die Unternehmen in dieser Legislaturperiode um mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr entlastet. Unter dem Strich spart das jedes Jahr knapp zehn Millionen Arbeitsstunden, die nicht mehr für lästige Bürokratie draufgehen.

Diese Zeit können große wie kleine Unternehmen bei ihrem Weg in die digitale Welt gut gebrauchen. Wir erleben, dass viele Mittelständer längst auf digitale Geschäftsmodelle setzen und digitale Chancen erkennen. An alle anderen, gerade kleinere Händler und Dienstleister, die das noch nicht tun, richten sich unsere neuen Mittelstand 4.0 Kompetenzzentren. Hier sollen kleinere Unternehmen Informationen bekommen und Beispiele erleben, wie der Weg in die digitale Zukunft gelingen kann. Auch im Kompetenzzentrum Berlin-Adlershof gibt es Digitalisierung zum Anfassen.

Der klassische Berliner Mittelstand kann hier von der innovativen Start-up-Szene lernen – und umgekehrt. Die Vernetzung zwischen etablierten und jungen Unternehmen ist eine hochaktuelle Aufgabe, der sich der VBKI bereits verschrieben hat. Ich wünsche Ihnen dafür viel Erfolg.

Das gilt natürlich auch und ganz besonders für das Tanzparkett auf dem Ball der Wirtschaft, den ich sehr gerne als Schirmherrin begleite. Ich wünsche Ihnen tolle Gespräche und einen schwungvollen Abend.

Brigitte Zypries

Quelle: Der Tagesspiegel vom 20.02.2017