Liebe Leserinnen und Leser!

Nach über einhundert Jahren Dominanz fossiler Treibstoffe werden umweltfreundliche Elektroantriebe künftig eine immer größere Rolle spielen. Ein entscheidender Katalysator für den Übergang in die Mobilität der Zukunft sind dabei die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT).

Bereits heute sind Einparkhilfen, Spurassistenten und moderne Navigationssysteme aus vielen Fahrzeugen nicht mehr wegzudenken. Diese Assistenzsysteme machen das Fahren nicht nur sicherer, sondern auch effizienter und komfortabler. In ein paar Jahren werden weitere elektronische Helfer, die zum Beispiel bei Ladevorgängen die direkte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Stromnetz steuern oder helfen, die Reichweite von Elektrofahrzeugen zu optimieren, genauso selbstverständlich sein.

Vor allem drei Trends stehen für die wachsende Bedeutung der IKT im Fahrzeug:

Erstens: Das Internet hält Einzug in das Auto: Die Fahrzeugnutzer möchten auch unterwegs von den Unterhaltungsangeboten Gebrauch machen, die sie außerhalb des Fahrzeugs gewohnt sind. Dazu zählt zum Beispiel das Abrufen von Musik, Videos und Nachrichten sowie aktuellen Informationen zu Verkehr und Wetter während der Fahrt.

Zweitens: Autos werden zukünftig viel stärker miteinander (Car2Car) und mit der Verkehrsinfrastruktur (Car2Infrastructure) vernetzt sein. Dadurch können Staus vermieden und Verkehrsflüsse optimiert werden.

Drittens: Sensoren im Fahrzeug erfassen die Umgebung und ermöglichen schrittweise teilautonome und autonome Fahrfunktionen. Autofahren wird dadurch sicherer und komfortabler.

Ein Beitrag in diesem Monatsbericht zeigt am Beispiel des Technologieprogramms "IKT für Elektromobilität II: Smart Car - Smart Grid - Smart Traffic" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie IKT-gestützte Anwendungskonzepte für ein effektives Zusammenspiel von Fahrzeugtechnik, Energie- und Verkehrsinfrastrukturen.

Die weiteren Artikel behandeln Beschlüsse der G7-Energieministerkonferenz, die Exportinitiativen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, das Forschungsnetzwerk Energie in Gebäuden und Quartieren sowie die Auswirkungen höherer öffentlicher Investitionen in Deutschland auf die Wirtschaft des Euroraums.

Auch bei der Lektüre der übrigen wirtschaftspolitischen Beiträge und Analysen wünsche ich Ihnen, wie immer, viel Freude und neue Erkenntnisse!

Sigmar Gabriel
Bundesminister für Wirtschaft und Energie