Bäcker mit Tablet PC in der Nähe von Ofen vom Abwärme-Investitionen

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Ab 1. September 2017 können Unternehmen über das KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme erstmals einen direkten Zuschuss für ihre Investitionen in Abwärmevermeidung oder -nutzung erhalten.

Tilgungs- oder Investitionszuschuss? Unternehmen haben die Wahl

Mit dem Abwärmeprogramm fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Investitionen in die Modernisierung, der Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur besseren Abwärmenutzung. Zum 1. September 2017 tritt die geänderte Förderrichtlinie (PDF, 175KB) in Kraft.

Erfolgte die Förderung bisher ausschließlich durch Tilgungszuschüsse in Verbindung mit attraktiven zinsgünstigen KfW-Krediten, haben Unternehmen nun die Wahl: Sie können entweder wie bisher einen KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen. Oder sie erhalten nach erfolgreichem Abschluss ihrer Investitionsmaßnahme einen direkten Zuschuss von der KfW - ohne Inanspruchnahme eines KfW-Kredits. Informationen hierzu erhalten Sie im Infocenter der KfW unter der Rufnummer 0800-5399001 (kostenfrei).

Über das KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme

Rund drei Viertel des Endenergieverbrauchs in Industrie und Gewerbe werden für Prozesswärme benötigt. Ein Großteil davon verpufft jedoch ungenutzt in Form von Abwärme. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat daher im letzten Jahr im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) die „Offensive Abwärmenutzung“ gestartet.

Mit dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme fördert das BMWi technologieoffen Investitionen zur innerbetrieblichen Abwärmevermeidung und -nutzung. Dies umfasst insbesondere Maßnahmen zur Prozessoptimierung, zur Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien, zur Dämmung von Anlagen, zur Rückführung von Abwärme in den Produktionsprozess sowie zur Verstromung von Abwärme. Das BMWi bezuschusst diese Investitionen mit bis zu 40 Prozent. Auch die effiziente Nutzung außerhalb des Unternehmens wird gefördert, insbesondere dann, wenn Unternehmen ihre Abwärme für Heizzwecke nutzbar machen. Die Förderung umfasst auch Verbindungsleitungen, die zur Einspeisung in Wärmenetze nötig sind.

Seit dem Start des Förderprogramms wurden rund 150 Millionen Euro in Maßnahmen zur Abwärmevermeidung und -nutzung investiert, mit einer jährlichen CO2-Ersparnis von über 100.000 t CO2.

Um die Förderung beantragen zu können, muss ein Abwärmekonzept von einem unabhängigen Energieberater erstellt und vorgelegt werden. Sofern Unternehmen über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem verfügen, kann das Konzept auch unternehmensintern erstellt werden. Die Erstellung des Abwärmekonzepts durch einen unabhängigen Energieberater wird ebenfalls mit bis zu 40 Prozent bezuschusst.

Viele weitere Informationen zur Abwärmenutzung finden Sie hier. Alle Informationen zur Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen des Bundes auf www.machts-effizient.de.