Intelligente Vernetzung

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat im Rahmen der Digitalen Agenda eine neue Förderbekanntmachung im Bundesanzeiger veröffentlicht, die am 31. August in Kraft getreten ist. Ab sofort unterstützt das BMWi Konzepte und erste Umsetzungsschritte für "Modellregionen der Intelligenten Vernetzung". Damit sollen Innovationsmaßnahmen mit der strategischen Schwerpunktbildung in der intelligenten Vernetzung vorangebracht werden.

Die Digitalisierung unserer Wirtschaft und Gesellschaft ist ein wesentlicher Transformations- und Innovationsprozess unserer Zeit. Die Bundesregierung begleitet diesen Wandel aktiv und hat im Rahmen der Digitalen Agenda 2014 bis 2017 die sektor- und ressortübergreifende Strategie "Intelligente Vernetzung" beschlossen. Das BMWi hat die Federführung für die Strategie Intelligente Vernetzung und treibt diese mit einer Vielzahl von Maßnahmen im Zusammenspiel mit Aktivitäten der anderen Ressorts voran.

Mit der Strategie "Intelligente Vernetzung" sollen die großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen aus der digitalen Vernetzung in den fünf Sektoren Bildung, Energie, Gesundheit, Verkehr und Verwaltung besser genutzt werden. Durch die intelligente Verknüpfung und Steuerung gesellschaftlicher Basisinfrastrukturen könnte sich, laut einer Studie (PDF: 1,76 MB) des Fraunhofer ISI, ein gesamtwirtschaftliches Potenzial von rund 56 Milliarden Euro pro Jahr realisieren lassen.

Die zu fördernden Modellregionen sollten bei der intelligenten Vernetzung mindestens drei der fünf Basissektoren systematisch integrieren. In regionalen Kooperationen zwischen Gebietskörperschaften, Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie bedarfsgerecht auch Vertretern von Nutzergruppen (z. B. von schwerbehinderten Menschen oder Senioren) sollen sektorübergreifende Lösungen für die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) weiterentwickelt und über einen längeren Zeitraum nutzbar gemacht werden. Die Konzepte oder ersten Umsetzungsschritte der Modellregionen sollten grundsätzlich bundesweit übertragbar und skalierbar sein. Dabei sollten die eingesetzten Lösungen mittelfristig markttauglich und selbsttragend sein. Sie sollten ferner eine innovative Anwendung von IKT beinhalten, die alltagstauglich anwendbar ist und die den Mehrwert der Digitalisierung und der Vernetzung der Akteure deutlich zeigt.

Antragsberechtigt sind insbesondere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einer Niederlassung in Deutschland. Im Rahmen der Digitalisierung der Wirtschaft ist es ein zentrales Anliegen des BMWi, die mittelständische Wirtschaft zu fördern - insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Mit der Betreuung und Abwicklung der Fördermaßnahmen wurde die Bundesnetzagentur beauftragt. Sie ist Ansprechpartner bei inhaltlichen und administrativen Fragestellungen sowie bei der Antragsberatung. Nähere Informationen hierzu finden Sie in der Förderbekanntmachung (PDF: 454 KB), die am 30. August 2016 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.