Holzboot symbolisiert Bootsbauerhandwerk.

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Für das Bootsbauer-Handwerk tritt am 1. September 2016 eine neue Meisterprüfungsverordnung in Kraft. Von der neuen Regelung sind 525 Betriebe mit aktuell 460 Auszubildenden betroffen. Steigende technische Standards, erweiterte Anforderungen aus neuen Anwendungsgebieten sowie neue Regelungen für Sicherheit und Umwelt machten eine Novellierung erforderlich.

Mit der neuen Meisterprüfungsverordnung erhalten die Bootsbauer eine zeitgemäße, an den technologischen Fortschritt angepasste Prüfungsregelung. Die neue Verordnung löst die Meisterprüfungsverordnung vom 25. August 1992 ab. Die Schiffbauermeisterverordnung vom 18. September 1996 gilt noch bis zum 31. August 2021.

Pro Jahr legen etwa 7 Prüflinge die Meisterprüfung ab. Das Bootsbauerhandwerk ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Für eine selbstständige Tätigkeit wird somit eine erfolgreiche Meisterprüfung vorausgesetzt.

Im Mittelpunkt der Tätigkeiten eines Bootsbauerbetriebs stehen Neu-, Aus- und Umbauarbeiten sowie Reparaturen. Zu dem erforderlichen technischen "Know How" zählen auch das Erstellen und Umsetzen von technischen Skizzen und Zeichnungen. Im modernen Bootsbau werden spezielle Werkstoffe verarbeitet. Hierzu gehören unter anderem Faserverbundkunststoffe, Holz, Stahl und Aluminium. Boote werden in Einzel-, Kleinserien- oder Serienbauweise hauptsächlich für den Freizeitsektor und den gewerblichen Sektor, wie Transport- und Passagierschifffahrt oder Berufsfischerei, gefertigt. Weiterhin gehören Serviceleistungen und Wartung von Booten (Rumpf, Aufbau, Rigg) und deren Anlagen (Gas, Sanitär, Motor, Elektrik) zum Aufgabenfeld Bootsbauer und Bootsbauerinnen übernehmen auch den Transport von Booten sowie deren Einwinterung.