Das Wettbewerbsregister soll zur Korruptionsprävention beitragen und dabei helfen, Wirtschaftskriminalität zu vermeiden. Es soll öffentlichen Auftraggebern ermöglichen, Korruption und andere Wirtschaftsdelikte, die einem Unternehmen zuzurechnen sind, im Vergabeverfahren effektiv zu berücksichtigen, damit nur „saubere“ Unternehmen öffentliche Aufträge erhalten. Künftig reicht eine elektronische Abfrage, damit öffentliche Auftraggeber schnell und einfach zuverlässige Informationen über Rechtsverstöße von Unternehmen erhalten.

Öffentliche Auftraggeber müssen in allen Vergabeverfahren prüfen, ob sogenannte Ausschlussgründe vorliegen. Bislang ist es jedoch für öffentliche Auftraggeber praktisch schwierig nachzuprüfen, ob es bei einem Unternehmen zu Straftaten gekommen ist.

Die bislang üblichen Abfragen aus Landeskorruptionsregistern und dem Gewerbezentralregister entfallen in Zukunft und werden durch eine einheitliche elektronische Abfrage des Wettbewerbsregisters ersetzt. Damit werden sowohl die Verwaltung als auch die Unternehmen entlastet.