Die vom BMWi in Auftrag gegebenen Gutachten zeigen: Ein Strommarkt 2.0 ist insgesamt kostengünstiger als ein Strommarkt mit zusätzlichem Kapazitätsmarkt. Die in Deutschland in der Vergangenheit diskutierten Modelle für Kapazitätsmärkte führen im Vergleich zum Strommarkt 2.0 zu einem höheren Niveau an Stromkapazitäten und damit zu unnötigen Mehrkosten.

Dazu kommt: Kapazitätsmärkte sind anfällig für Fehler in ihrer Ausgestaltung. Diese Fehler können zu substantiellen Kosten führen. Fehler bei der Ausgestaltung von Kapazitätsmärkten sind in der Realität kaum vermeidbar. Kapazitätsmärkte sind zudem extrem komplex. Sie stellen einen stärkeren Eingriff in den Markt dar.

Der Strommarkt 2.0 kann die notwendigen Kapazitäten und die zur Integration der erneuerbaren Energien erforderlichen Lösungen kostengünstiger bereitstellen. Hierfür ist ein unverzerrter Wettbewerb der Flexibilitätsoptionen wie flexible Erzeugungskapazitäten, flexible Verbraucher und Speicher erforderlich. Daher werden Flexibilitätshemmnisse auf dem Strommarkt sukzessive abgebaut.