Für die kommenden Jahre reichen die vorhandenen Kapazitäten auf dem Strommarkt aus. Dies bestätigen der jüngste Bericht des Pentalateralen Forums (PDF: 3,2 MB) und ein Gutachten der Beratungsunternehmen Consentec und r2b im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Diese Berichte betrachten die Länder Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz und die Benelux-Staaten für den Zeitraum bis 2021 sowie Deutschland und seine sogenannten "elektrischen" Nachbarländer für den Zeitraum bis 2025.

Darüber hinaus stellt der Strommarkt 2.0 die benötigten Stromkapazitäten mit Hilfe der beschriebenen grundlegenden Marktmechanismen bereit. Damit diese Refinanzierung über Marktmechanismen funktioniert, bleibt die Preisbildung auf dem Markt frei. Denn schwankende Preise senden wichtige Informationen an große Akteure an der Strombörse (Stromversorger, -händler, Großindustrie). Der Preis zeigt so an, wie knapp Strom in einem Zeitpunkt ist. Außerdem erhalten Stromlieferanten und Stromhändler in ihrer Rolle als sogenannte "Bilanzkreisverantwortliche" starke Anreize dafür, ihre Bilanzkreise auszugleichen - also das Saldo zwischen Stromentnahmen und -einspeisungen ausgeglichen zu halten - und ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen.

Eine sogenannte "Kapazitätsreserve" sichert die Stromversorgung zusätzlich ab. Mit ihr stellen wir dem Strommarkt 2.0 eine zusätzliche Absicherung zur Seite. Im Unterschied zum "Kapazitätsmarkt" umfasst eine solche Kapazitätsreserve nur Kraftwerke, die nicht am Strommarkt teilnehmen und den Wettbewerb und die Preisbildung somit unbeeinträchtigt lassen.