Strompreis

Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen: dem Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms, den Entgelten für die Nutzung der Stromnetze und den staatlich veranlassten Preisbestandteilen.

Zu den staatlich veranlassten Bestandteilen des Strompreises gehören die Umsatzsteuer, die Stromsteuer, eine Umlage zur Förderung der Offshore-Windenergie, ein Aufschlag zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), eine Umlage für abschaltbare Lasten, welche der Netz- und Systemstabilität dient und die EEG-Umlage. Die EEG-Umlage finanziert die Einspeisevergütung für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen und damit deren Betrieb und Ausbau.

Detaillierte Informationen über die Zusammensetzung des Strompreises finden Sie hier.

Die Energiewende ist unser Weg in eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Wie bei anderen Großprojekten, sind auch für die Energiewende zunächst Investitionen erforderlich, die Kosten verursachen. Diese Kosten, aber auch zum Beispiel die Stromsteuer, schlagen sich in den sogenannten „staatlich veranlassten Strompreisbestandteilen“ nieder. Es handelt sich also um Steuern, Abgaben und Umlagen, die durch staatlich festgelegte Rahmenbedingungen (zum Beispiel das Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG) verursacht und von den Verbrauchern über die Stromrechnung getragen werden. Mit ihnen werden vielfältige Aufgaben finanziert, wie zum Beispiel Bau und Unterhalt von Windkraft- und Photovoltaikanlagen oder Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Die wohl bekannteste Umlage ist die EEG-Umlage. Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, erhalten dafür eine Vergütung, die ihre Kosten deckt und dadurch die für den Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlichen Investitionen ermöglicht (siehe auch Frage 7). Diese Vergütung erhalten nicht nur große Investoren, sondern alle Anlagenbetreiber, wie zum Beispiel Landwirte mit einer Windkraftanlage auf dem Ackergrund oder Hausbesitzer mit Photovoltaik-Dachanlage. Auch Anlagen, an denen viele Bürger gemeinsam beteiligt sind, erhalten die Vergütung aus der EEG-Umlage. Da diese Vergütung höher ist als der an der Strombörse erzielbare Preis für den eingespeisten Strom aus erneuerbaren Energien, ergibt sich ein Finanzierungsbedarf, der über die von den Stromverbrauchern erhobene EEG-Umlage gedeckt wird. Letztlich sichert also die EEG-Umlage die für die Energiewende unabdingbaren Investitionen in neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien.

Ein weiteres Beispiel von im Strompreis enthaltenen Umlagen ist die sogenannte Umlage für abschaltbare Lasten. Im Stromsystem muss jederzeit die Stromerzeugung mit der Stromnachfrage übereinstimmen. Die Netzbetreiber müssen jedoch häufig in das Geschehen eingreifen, um diesen Ausgleich jederzeit zu gewährleisten. Dazu stehen ihnen verschiedene Instrumente zur Verfügung. Eines davon ist die Möglichkeit, bei Großverbrauchern den Stromverbrauch zeitweilig zu verringern. Oftmals handelt es sich dabei um Industriebetriebe, die ihre Produktion vorübergehend drosseln und Maschinen kurzzeitig abschalten („Lasten abschalten“). Um den Produktionsausfall und das Entgegenkommen zum Nutzen der Netz- und Systemsicherheit zu honorieren, müssen die Übertragungsnetzbetreiber diese Stromverbraucher für ihr flexibles Verhalten vergüten. Diese Vergütung wird im Rahmen der Umlage für abschaltbare Lasten umgelegt. Die Umlage wird einmal jährlich neu festgelegt und zum 1. Januar angepasst. Für das Jahr 2017 beträgt die Umlage 0,006 ct/kWh.

Informationen zu den weiteren staatlich veranlassten Bestandteilen des Strompreises erhalten Sie hier.

Zwar stellen Sonne und Wind keine Rechnung, aber die Errichtung von Windenergie- und Solaranlagen sowie deren Wartung kosten Geld. Auch die konventionellen Kraftwerke zur Stromerzeugung, die Ende 2015 immerhin noch rund zwei Drittel des in Deutschland verbrauchten Stroms produzierten, müssen für ihre Leistung bezahlt werden. Dies gilt auch für die Nutzung der Strominfrastruktur in Form von Entgelten für die Netzbetreiber beziehungsweise Konzessionsabgaben an die Kommunen.

Auch der Börsenstrompreis als Bestandteil des Strompreises wird vom Verbraucher für den Bezug von Strom bezahlt. Er bildet sich aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage von Strom und ändert sich somit im Laufe eines Tages kontinuierlich nach den Regeln des freien Wettbewerbs. Die staatlich veranlassten Bestandteile des Strompreises hingegen ändern sich nicht oder nur in größeren Zeitabständen. So wird die EEG-Umlage immer für 12 Monate festgelegt.

Wie viel eine Kilowattstunde Strom kostet, entscheidet die Kombination aus dem aktuellen Börsenstrompreis und den staatlichen Preisbestandteilen. Eine Rolle spielen natürlich auch die jeweiligen Tarife der Energieversorger, hier kann sich ein Wechsel lohnen. Wie sich der Strompreis 2016 zusammensetzte, können Sie dieser Grafik (PDF: 47 KB) entnehmen.

Die Kosten der Strombeschaffung (beim Kauf an der Strombörse die Börsenstrompreise) und staatlich veranlasste Preisbestandteile sowie Netzentgelte sind die Kostenblöcke, auf deren Grundlage Energieversorger ihre Tarifangebote für die Stromverbraucher ableiten. Zwischen 2013 und 2017 war der durchschnittliche Strompreis für die privaten Haushalte sehr stabil (nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zwischen 28,84 und 29,23 Cent je Kilowattstunde). Für die verschiedenen Anbieter kann das aber anders aussehen. Daher ist stets anzuraten, Tarife regelmäßig zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Wie sich der Strompreis 2016 zusammensetzte, können Sie dieser Grafik (PDF: 47 KB) entnehmen.

Die Preisgestaltung der Verbrauchertarife ist eine privatwirtschaftliche Entscheidung jedes einzelnen Stromversorgungsunternehmens. Der Stromversorger entscheidet also auch, ob und inwieweit er die gesunkenen Börsenstrompreise an seine Kunden weiter gibt. Damit sinkende Börsenstrompreise an die Verbraucher weitergegeben werden, ist es daher wichtig, den Wettbewerbsdruck auf die Stromversorgungsunternehmen zu erhöhen. Denn nur im Wettbewerb um die Endverbraucher sehen sich die Stromversorger gezwungen, möglichst geringe Strompreise anzubieten. Der Wechsel zu einem günstigeren Tarif oder Anbieter kann hierbei nicht nur den Wettbewerbsdruck erhöhen, sondern auch bares Geld kann sparen.

Informationen zu Kündigungsmöglichkeiten und Lieferantenwechsel finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.

Wie hoch die Ersparnis beim Anbieterwechsel ist, hängt vom Verbrauch, vom jeweiligen Tarif und vom Wohnort ab. Am meisten sparen in der Regel diejenigen, die denselben Stromtarif bereits seit langer Zeit haben, obwohl unterdessen günstigere Tarife angeboten werden.

Beim Preisvergleich können Online-Vergleichsportale erste Informationen über verfügbare Tarife geben. Verbraucher sollten immer mehrere Angebote vergleichen und die Tarifbedingungen genau studieren.

Informationen zu Kündigungsmöglichkeiten und Lieferantenwechsel finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur:

Weitere Informationen zur Tarifsuche und zum Lieferantenwechsel finden Sie auch unter hier.

Das nachhaltigste und damit wichtigste Mittel um steigenden Strompreisen vorzubeugen, besteht darin, die Umsetzung der Energiewende so kosteneffizient wie möglich zu gestalten. Dies ist ein Kernanliegen des Bundeswirtschaftsministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) bei der Ausgestaltung der Energiewende.

Die EEG-Umlage, die die Einspeisevergütung für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen finanziert (nähere Erläuterungen bei Frage 7), macht gut ein Fünftel des Strompreises aus. Sie ist in den Jahren 2008 bis 2014 deutlich angestiegen. Grund dafür war, dass in dieser Phase sehr viele Erneuerbare-Energien-Anlagen zugebaut wurden, denen durch das EEG hohe Vergütungen über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert wurden. Dadurch ist daraus ein „Kosten-Rucksack“ entstanden, der von allen Stromkunden getragen werden muss.

Mit der 2014 in Kraft getretenen, grundlegenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2014) hat die Bundesregierung dazu beigetragen, den Kostenanstieg der EEG-Umlage zu bremsen. Mit der Gesetzesänderung wurde unter anderem die Förderung der erneuerbaren Energien auf die kostengünstigen Technologien Windkraft an Land und Photovoltaik konzentriert, es wurde ein klarer Ausbaupfad für die erneuerbaren Energien definiert und durch die Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung der Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen dichter an den Markt herangeführt.

Mit der erneuten Reform des EEG (EEG 2017) geht die Bundesregierung konsequent zwei Schritte weiter: Der erste große Schritt: Erstmals in der Geschichte des EEG wird die Förderhöhe für erneuerbare Energien nicht mehr vom Staat festgesetzt, sondern im Wettbewerb ermittelt. Es gilt das Prinzip: „Wer wenig fordert, wird gefördert.“ Dadurch sollen die Fördersätze für die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen auf das wirtschaftlich notwendige Minimum reduziert und die Kosten für Verbraucher gedämpft werden. Dieser Schritt war sehr erfolgreich: In den bisher erfolgten Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land und auf See sowie für Photovoltaikanlagen auf Freiflächen sind die Vergütungen spürbar gesunken. Das bedeutet: Der weitere Ausbau der Erneuerbaren wird deutlich günstiger als der Ausbau in der Vergangenheit. Der zweite große Schritt ist die bessere Verzahnung von Stromnetzausbau und Ausbau der Erneuerbaren: Windenergie an Land und auf See, Photovoltaik und Biomasse werden in dem Maße ausgebaut, wie ihr Strom auch zu den Verbrauchern transportiert werden kann. Dadurch soll der Kostenanstieg für den Ausgleich von Netzengpässen (sogenannten Redispatch-Kosten) gebremst werden.

Weitere Informationen zum EEG 2017 finden Sie hier.

Die EEG-Umlage finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, mit denen der Strom aus Wind-, Solar- und Biomasseanlagen vergütet wird. Damit hat sie den Siegeszug der erneuerbaren Energien erst möglich gemacht, weil sie seit 15 Jahren für eine sichere Finanzierungsbasis sorgt.

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) für einen Zeitraum von 20 Jahren eine Marktprämie für jede eingespeiste Kilowattstunde. Den erzeugten Strom müssen die Betreiber selbst am Markt verkaufen. Die Marktprämie gleicht die Differenz zwischen der Einspeisevergütung und dem durchschnittlichen Börsenstrompreis aus.

Die Differenz zwischen den Ausgaben für Vergütungs- und Prämienzahlungen und den Einnahmen aus Vermarktungserlösen der Netzbetreiber (die sogenannten EEG-Differenzkosten) wird auf den Stromverbrauch verteilt, soweit dieser nicht durch Sonderregelungen privilegiert, d.h. ganz oder teilweise von der Umlage befreit ist. Die hieraus resultierende Größe ist die EEG-Umlage.

Jeweils spätestens zum 15. Oktober eines Jahres legen die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr fest. Hierfür erstellen die ÜNB unter Einbeziehung anerkannter Forschungsinstitute eine wissenschaftlich gestützte Prognose zu ihren erwarteten Ausgaben und ihren voraussichtlichen Einnahmen aus dem Verkauf des EEG-Stroms an der Strombörse.

Im Jahr 2018 beträgt die EEG-Umlage 6,792 Cent/kWh. Weitere Informationen zur EEG-Umlage 2018 finden Sie in unserem Info-Blatt (PDF, 351KB).

Im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung können stromkostenintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie Schienenbahnen eine Begrenzung der von ihnen zu zahlenden EEG-Umlage beantragen. Das bedeutet, dass diesen Unternehmen eine reduzierte EEG-Umlage gewährt werden kann. Die Unternehmen werden also im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung nicht vollständig von der Zahlung der EEG-Umlage befreit.

Wer eine solche Begrenzung in Anspruch nehmen kann, ist in der EU einheitlich geregelt. Eine Voraussetzung ist, dass diese stromkostenintensiven Unternehmen des produzierenden Gewerbes im internationalen Wettbewerb stehen. Mit der Begrenzung der EEG-Umlage stellen wir also sicher, dass die deutsche Industrie international wettbewerbsfähig bleibt und energieintensive Produktion nicht ins Ausland abwandert. Dabei ist die Besondere Ausgleichsregelung restriktiver als die Vorgaben der EU: Während gemäß den Leitlinien der EU jeweils alle Unternehmen einer Branche begünstigt sind, gilt dies in Deutschland nur für diejenigen Unternehmen der begünstigten Branchen, bei denen die Stromkosten einen erheblichen Kostenfaktor ausmachen.

Mehr Informationen zur Besonderen Ausgleichsregelung und dem Antragsverfahren zur Begrenzung der EEG-Umlage finden Sie hier.

Daneben gelten für private und industrielle Anlagenbetreiber in bestimmten Konstellationen reduzierte Umlagesätze oder Befreiungen von der EEG-Umlage, wenn diese Anlagenbetreiber sich mit selbst erzeugtem Strom versorgen (sogenannte Eigenversorgung).

Der Bau und der Betrieb von Versorgungsnetzen kostet Geld. Deshalb muss jeder, der Strom oder Gas durch ein Versorgungsnetz leiten will, für die Nutzung ein sogenanntes Netzentgelt (oder auch Netznutzungsentgelt) bezahlen. Das Netzentgelt soll – vereinfacht ausgedrückt – die Kosten der Netzbetreiber für den Bau und Betrieb des Netzes decken. Bei Haushaltskunden mit üblichen Energielieferverträgen (sog. Lieferantenrahmenverträge) werden die Netzentgelte vom jeweiligen Stromlieferant über die Stromrechnung erhoben und an den örtlichen Netzbetreiber ausgezahlt. Größere Industrie- und Gewerbekunden schließen eigene Netznutzungsverträge mit dem Netzbetreiber ab.

Für die Überwachung der Netzentgelte sind die Regulierungsbehörden des Bundes und der Länder zuständig. Das sind zum einen die Bundesnetzagentur und zum anderen die Landesregulierungsbehörden. Die Regulierungsbehörden geben das Netzentgelt jedoch nicht vor, sondern bestimmen sogenannte Erlösobergrenzen. Diese begrenzen die Einkünfte des Netzbetreibers. Aus den Erlösobergrenzen leiten sich die Netzentgelte für Verbraucher ab. Dieses Verfahren hat Vorteile für beide Seiten: Arbeiten Netzbetreiber kostengünstig, können Sie größere Einkünfte erzielen. Zugleich werden die eingesparten Kosten im nächsten Jahr in Form von niedrigeren Netzentgelten an die Verbraucher weitergegeben.

Das Netzentgelt besteht in der Regel aus einem fixen Grundpreis und einem verbrauchsabhängigen Arbeitspreis (pro Kilowattstunde). Bei großen Industrie- und Gewerbekunden ist der fixe Grundpreis sehr viel höher als bei Haushaltskunden. Der Arbeitspreis dagegen ist im Verhältnis geringer als bei Haushaltskunden. Die Netzbetreiber müssen die jeweils geltenden Netzentgelte auf ihren Internetseiten veröffentlichen und auf Anfrage in Textform bereitstellen.

Die Höhe der Strom-Netzentgelte wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, zum Beispiel durch die Anzahl der Letztverbraucher in einem Netzgebiet. Denn mehr oder weniger Letztverbraucher bedingen eine höhere oder geringere Auslastung der Netze. Auch das Alter des Netzes spielt eine Rolle sowie die Kosten des Netzbetreibers für die Integration der erneuerbaren Energien, für den notwendigen Netzausbau oder für Investitionen in die Systemstabilität.

In Teilen der neuen Bundesländer, aber zum Beispiel auch im ländlichen Raum Schleswig-Holsteins kommen mehrere dieser Faktoren zusammen. Insbesondere in ländlichen Räumen, wo hohen Investitionen in die Netzinfrastruktur nur wenige Abnehmer gegenüberstehen, kommt es oft zu einer stärkeren Belastung der Verbraucher. Die niedrigsten Strom-Netzentgelte gibt es in den Stadtregionen der alten Bundesländer, aber auch in einigen Städten in den neuen Bundesländern. Eine Darstellung der unterschiedlichen Strom-Netzentgelte finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur, kommen mehrere dieser Faktoren zusammen. Insbesondere in ländlichen Räumen, wo hohen Investitionen in die Netzinfrastruktur nur wenige Abnehmer gegenüberstehen, kommt es oft zu einer stärkeren Belastung der Verbraucher. Die niedrigsten Strom-Netzentgelte gibt es dagegen in den Stadtregionen der alten Bundesländer, aber auch in einigen Städten in den neuen Bundesländern. Eine Darstellung der unterschiedlichen Strom-Netzentgelte finden Sie auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Um regionale Unterschiede bei Netzentgelten zu verringern und eine faire Lastenverteilung zu gewährleisten, hat der Bundestag am 30. Juni 2017 das Gesetz zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur verabschiedet. Im Jahr 2016 lagen die Netzentgelte nach dem Monitoringbericht von Bundesnetzagentur (BNetzA) und Bundeskartellamt (BKartA) im bundesweiten Durchschnitt bei 6,71 Cent/kWh einschließlich Mess- und Abrechnungskosten (Infografik PDF: 71 KB). Nähere Informationen sowie das beschlossene Gesetz finden Sie hier.

Die Stromsteuer ist nach dem Stromsteuergesetz eine Verbrauchssteuer. Andere verbrauchssteuerpflichtige Waren sind zum Beispiel Mineralöl oder Tabakwaren. Nach dem Umsatzsteuergesetz sind Verbrauchssteuern in die Berechnung der Umsatzsteuer einzubeziehen.

Bei weiteren Fragen hierzu bitten wir Sie, sich direkt an das Bundesministerium der Finanzen zu wenden (buergerreferat@bmf.bund.de).

Jeder Netzanschluss verfügt über eine sogenannte Messstelle, also einen Zähler, der den Energieverbrauch am jeweiligen Zählpunkt misst. Für dessen Betrieb (inkl. Ablesung) besteht eine Grundzuständigkeit der Netzbetreiber. Um für mehr Transparenz und Wettbewerb im Messwesen zu sorgen, wurde der Messstellenbetrieb durch das am 2. September 2016 in Kraft getretene Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) regulatorisch aus dem Netzbetrieb herausgelöst. Die Kosten für den Messstellenbetrieb gelten nun nicht mehr als Kosten des Netzes, sondern als separate Kosten.

Zudem sieht das MsbG strenge Preisobergrenzen für intelligente Messsysteme („Smart Meter“) vor . Bei Haushaltskunden mit üblichen Energielieferverträgen (sog. Lieferantenrahmenverträge) werden die Entgelte für den Messstellenbetrieb vom jeweiligen Stromlieferanten über die Stromrechnung erhoben und an den Messstellenbetreiber ausgezahlt. Weitere Informationen sowie das beschlossene Gesetz finden Sie hier.

Vor allem gilt: Nichtstun und Mahnungen ignorieren, ist keine gute Idee. Besser ist es, sich bei einer drohenden Stromsperre schnellstmöglich an Ihr Versorgungsunternehmen zu wenden, gegebenenfalls auch an Ihr zuständiges Jobcenter. Denn wichtig ist zu klären, wie Sie Unterstützung bekommen, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Bereitstellung von Strom kommt als Teil der Daseinsvorsorge große Bedeutung zu. Daher und aus Gründen des Verbraucherschutzes bestehen für die Grundversorgung mit Strom bereits sehr hohe Anforderungen an eine Unterbrechung der Stromversorgung wegen nicht erfüllter Zahlungsverpflichtungen (§ 19 Absatz 2 und 3 Stromgrundversorgungsverordnung).

Dabei gilt: Zunächst muss Ihr Stromversorgungsunternehmen den Zahlungsrückstand angemahnt und die Unterbrechung mit einer Frist von 4 Wochen schriftlich angedroht haben. Bei der Androhung und im Zeitpunkt einer Unterbrechung muss ein unstreitiger Zahlungsrückstand von mindestens 100 Euro bestehen. Forderungen, die der Kunde form- und fristgerecht sowie schlüssig begründet beanstandet, dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. Die Unterbrechung muss dann nochmals 3 Werktage vor dem Unterbrechungstermin angekündigt werden. Insbesondere in folgenden Fällen darf die Stromversorgung nicht unterbrochen werden:

  • wenn die Unterbrechung unverhältnismäßig im Vergleich zur Schwere der Zuwiderhandlung ist oder
  • der Kunde darlegt, dass er mit ausreichender Wahrscheinlichkeit seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten. Sie können sich Rat und Hilfe bei örtlichen Sozialberatungsstellen oder der Verbraucherzentrale holen.

Die Verbraucherzentralen bieten auch eine von der Bundesregierung geförderte Energieberatung an. Diese Energie-Checks verschaffen Ihnen einen Überblick über den eigenen Energieverbrauch und eventuelle Einsparpotenziale. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist dieser Energiecheck kostenfrei.

Und auch die folgenden Tipps des Bundeswirtschaftsministeriums geben Hinweise und Anregungen für einen niedrigeren Energieverbrauch und damit sinkende Stromkosten: www.deutschland-machts-effizient.de

Deutschland verschenkt seinen Strom nicht ins Ausland. Der Preis für Strom wird auf der Basis von Angebot und Nachfrage an den Strombörsen festgelegt. In Stunden, in denen der Strom in Deutschland günstiger ist als im Ausland, kaufen Marktakteure aus unseren Nachbarstaaten bei uns Strom ein. In Stunden, in denen der Strom im Ausland billiger ist, importiert Deutschland Strom aus dem Ausland. Dadurch wurden 2015 durchschnittliche Erlöse durch Exporte von 30,35 Euro pro MWh erzielt. Dem gegenüber stehen Importkosten von 34,71 Euro pro MWh. 2015 hat Deutschland insgesamt 79,1 Milliarden kWh Strom in seine Nachbarländer exportiert, und gleichzeitig 32,1 Milliarden kWh Strom importiert. Weitere Informationen können Sie dem Monitoringbericht 2016 von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt entnehmen (siehe Kapitel E).

Der grenzüberschreitende Stromhandel hat viele Vorteile: Er macht das Stromsystem effizienter, verringert den Bedarf an Erzeugungskapazitäten, hat eine ausgleichende Funktion für die Systemstabilität und gewährleistet auch Versorgungssicherheit in Deutschland. Das heißt, der grenzüberschreitende Stromhandel hat für alle beteiligten Länder große Vorteile. Weitere Informationen zu den Energiedaten der europäischen Staaten sind auf den Internetseiten von Eurostat, der europäischen Statistikbehörde, veröffentlicht.

Nachtspeicherheizungen

Nein, es gibt andere Heizsysteme, die mehr zum Klimaschutz und zum Gelingen der Energiewende beitragen können. Der Einsatz strombasierter Heiztechnologien kann nur dann zur Energiewende beitragen, wenn konsequent hocheffiziente Technologien eingesetzt werden (wie beispielsweise Wärmepumpen), die ganz oder überwiegend mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden.

Nachtspeicherheizungen wandeln zwar vor Ort im Gebäude emissionsfrei Strom in Wärme um. Der dafür erforderliche Strom muss jedoch in einem Kraftwerk erzeugt werden. Je nach Kraftwerkstyp fallen dort unterschiedlich hohe CO2-Emissionen an. Während in Kraftwerken, die mit Braun- oder Steinkohle betrieben werden, sehr hohe CO2-Emissionen anfallen, betragen die Emissionen von Photovoltaik-, Wasser- oder Windkraftwerken nur einen Bruchteil davon. Um die Nachtspeicherheizung beurteilen zu können, ist die Zusammensetzung des Strommixes entscheidend. Für den aktuellen durchschnittlichen Strommix in Deutschland bedeutet das: Einer Kilowattstunde Wärme aus einer Nachtspeicherheizung ist etwa zwei Mal so viel CO2 zuzurechnen wie der gleichen Wärmemenge, die in einem Erdgas-Brennwertkessel erzeugt wurde. Weiterhin verbrauchen Nachtspeicherheizungen üblicherweise nächtlichen Grundlaststrom, der zum großen Teil von Kohle- und Atomkraftwerken erzeugt wird. Eine Langzeitspeicherung über mehrere Tage oder darüber hinaus um gegebenenfalls erneuerbaren Strom zu nutzen, ist mit Nachtspeicherheizungen nicht möglich. Auch kann die Wärmeabgabe am Tag nur in geringem Maß reguliert werden. So geben Speicherheizungen die gespeicherte Wärme sukzessive an den Raum ab, selbst wenn sie nicht benötigt wird. Ist der Wärmespeicher entleert, wird auch keine weitere Wärme abgegeben.

Nachtspeicherheizungen machen aus Strom lediglich Wärme. Dabei geht vergleichsweise viel Energie verloren: nur 40 Prozent des Stroms werden im Durchschnitt am Ende in Wärmenergie umgewandelt. Da auch Strom aus erneuerbaren Energien ein wertvolles Gut ist, das optimal eingesetzt werden und nicht zum einfachen Beheizen von Gebäuden (mit Nachtspeicherheizungen) verwendet werden sollte, bieten sich für Stromheizungen mittlerweile hochwertigere technische Systeme an, wie beispeilsweise Wärmepumpen.

Elektrisch betriebene Wärmepumpen sind im Vergleich zu Nachtspeicherheizungen deutlich leistungsfähiger und damit umweltfreundlicher: Sie erzeugen erneuerbare Wärme aus der Luft, dem Grundwasser oder der Erde und können daher aus einer Kilowattstunde Strom drei bis viermal so viel Heizwärme erzeugen wie eine Nachtspeicherheizung.

Als erstes sollten Sie sich einen Überblick über den eigenen Energieverbrauch und mögliche Einsparpotenziale verschaffen. Dabei kann Ihnen eine Energieberatung helfen. So genannte Energie-Checks bieten die Verbraucherzentralen an. Die Energie-Checks werden von der Bundesregierung gefördert. Hier finden Sie nähere Informationen dazu.

Mit einem Umstieg von einer Nachtspeicherheizung auf ein anderes Heizungssystem können Sie Ihre Heizkosten erheblich senken. Und die Kosten dafür müssen Sie nicht allein stemmen, denn das BMWi unterstützt Sie mit attraktiven Förderprogrammen. Der Einbau eines modernen und effizienten Heizungssystems wird vom BMWi mit dem KfW-Programm "Energieeffizient Sanieren" gefördert. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der KfW und hier.

Wenn Sie sich für einen neuen Wärmeerzeuger entscheiden, der erneuerbare Energien nutzt (z. B. eine Solarthermieanlage, ein Pelletkessel oder eine Wärmepumpe), können Sie einen Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien im Wärmemarkt (MAP) beantragen. Informationen hierzu finden Sie hier.

Um die Kosten für den Strom der Nachtspeicherheizung möglichst niedrig zu halten, können Sie auch prüfen, ob Ihr Stromversorger einen speziellen Tarif für Nachtspeicherheizungen anbietet, dessen Preis unter dem üblichen Haushaltsstrompreis liegt.

Außerdem können Sie prüfen, ob überregionale Stromversorger günstigere Tarife anbieten. Denn: Ein Wechsel des Stromanbieters kann oftmals viel Geld sparen. Beim Preisvergleich können auch Online-Vergleichsportale erste Informationen über verfügbare Tarife geben. Verbraucher sollten jedoch immer mehrere Angebote vergleichen und die Tarifbedingungen genau studieren (siehe auch Frage 5).

Weitere Informationen zum Thema Anbieterwechsel finden Sie auf der Webseite der Bundesnetzagentur und www.test.de.

Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe kann - unter bestimmten Voraussetzungen - eine sehr effiziente Form der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien sein, da sie sehr viel geringere CO2-Emissionen als Öl- oder Erdgasheizungen verursacht. Wie stark Wärmepumpen die Umwelt entlasten, hängt aber davon ab, wie viel Strom eine Wärmepumpe benötigt (informativ ist hier die sogenannte Jahresarbeitszahl) und aus welchen Energiequellen der Strom bezogen wird.

Wärmepumpen arbeiten am effizientesten und damit auch am stromsparendsten, wenn sie mit einer geringen Vorlauftemperatur heizen. Daher eignen sie sich besonders gut für Häuser, die bereits gedämmt sind und daher nur noch einen geringen Wärmebedarf haben. Darüber hinaus können sie dort besonders effizient arbeiten, wo für die Wärmeverteilung Niedertemperatur-Heizsysteme (Flächenheizungen wie zum Beispiel Fußbodenheizungen) zur Verfügung stehen. Wie für jede Heizung gilt auch für Wärmepumpen: Damit sie optimal funktionieren, müssen alle Heizungskomponenten aufeinander abgestimmt und richtig eingestellt sein: hydraulischer Abgleich, Wärmepumpe, Heizflächen, Thermostatventile, Pumpen- und Reglereinstellungen.

Im Rahmen einer individuellen Energieberatung, auch vor Ort, können Sie sich über mögliche Energieeinsparpotenziale informieren. Die Verbraucherzentralen bieten nähere Informationen zu diesem Thema in einem Onlineratgeber und häufig gestellten Fragen.

Um die Kosten für den Wärmepumpenstrom möglichst niedrig zu halten, können Sie prüfen, ob Ihr Stromversorger für den Wärmepumpenstrom einen speziellen Tarif anbietet, dessen Preis unter dem üblichen Haushaltsstrompreis liegt. Zudem können Sie prüfen, ob überregionale Stromversorger günstigere Tarife für Wärmepumpenstrom anbieten. Zum Preisvergleich können Sie auch Online-Vergleichsportale nutzen, die auch gesonderte Vergleichsformate für Wärmepumpenstrom anbieten. Verbraucher sollten jedoch immer mehrere Angebote vergleichen und die Tarifbedingungen genau studieren. Der Anbieterwechsel funktioniert wie bei einem Haushaltsstromzähler (siehe auch Frage 5). Weitere Informationen finden Sie hier auf der Webseite der Bundesnetzagentur und auf www.test.de.

Gas

Der Gaspreis setzt sich aus drei wesentlichen Bestandteilen zusammen:

  • dem Preis für die Beschaffung sowie den Vertrieb des Gases,
  • den Entgelten für die Netznutzung
  • und den sogenannten staatlich veranlassten Preisbestandteilen, wie zum Beispiel Steuern und Wegenutzungsentgelten.

Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Gaspreises finden Sie hier.

Die auf der Gasrechnung ausgewiesenen Netzentgelte beinhalten eine Biogasumlage. Biogasanlagen sind in Deutschland regional sehr unterschiedlich verteilt. Um Verbraucherinnen und Verbraucher, die in einem Marktgebiet mit vielen Biogasanlagen wohnen, nicht stärker zu belasten, ist die Biogasumlage seit 2014 bundesweit einheitlich und wird als Aufschlag auf den Leistungspreisanteil des Gasnetzentgelts auf alle Verbraucher entsprechend ihrer Anschlussleistung verteilt. Die Biogasumlage wird jährlich überprüft und angepasst Im Kalenderjahr 2017 beträgt die Biogasumlage rund 63,3 Cent pro Kilowattstunde pro Stunde pro Jahr (kWh/h/a).

Weitere Informationen zur Biogasumlage und ihrer aktuellen Höhe erhalten Sie bei Ihrem Fernleitungsnetzbetreiber und den Marktgebietsverantwortlichen.

Weitere Informationen zur Biogasnutzung in Deutschland erhalten Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur.

In Verträgen zwischen Energieversorgern, wie zum Beispiel zwischen Erdgasproduzenten und Importeuren, wird zur Festlegung des Erdgaspreises teilweise die so genannte Ölpreisbindung verwendet. Diese Ölpreisbindung koppelt die Entwicklung des Gaspreises an den Ölpreis. Dabei handelt es sich um eine rein privatwirtschaftliche Vereinbarung. Sie basiert also nicht auf einem Gesetz oder einem Abkommen und ist heute in Nordwesteuropa deutlich weniger verbreitet als vor der Liberalisierung der Energiemärkte.

Im Vertragsverhältnis zwischen Energieversorgern und Privatkunden wurde diese strikte Preisanpassungsklausel 2010 vom Bundesgerichtshof für ungültig erklärt. Die Erdgaspreise für Privatkunden werden also – wie für andere Waren und Dienstleistungen auch – im Wettbewerb frei gebildet.

Die Preisgestaltung der Verbrauchertarife ist eine privatwirtschaftliche Entscheidung jedes einzelnen Gasversorgungsunternehmens. Dabei können viele Gründe eine Rolle spielen: Von wem Ihr Gasversorger das Gas bezieht, wettbewerbliche Gründe oder spezielle Tarifbedingungen. Zudem kann eine Preisanpassung auch von der Sorte des gewählten Gases abhängen (zum Beispiel Biogas).

Sollten Sie mit den Preisen Ihres Gasversorgers unzufrieden sein, können Sie Gastarife anderer Versorger vergleichen und prüfen, ob sich durch einen Wechsel Geld sparen lässt. Der Preisdruck auf die Gaslieferanten wächst, je mehr Verbraucher von ihren Wechselmöglichkeiten Gebrauch machen und günstigere Tarife wählen.

Es gibt Gaslieferanten, die bundesweite Lieferangebote anbieten, andere konzentrieren sich auf bestimmte Regionen. Tarife und Preise können Sie auch mithilfe von Online-Vergleichsrechnern vergleichen. Vor einem Tarifwechsel sollten Sie jedoch immer mehrere Angebote vergleichen und auch die Tarifbedingungen genau studieren.

Weitere Informationen darüber, wie Sie Ihren Gasliefervertrag kündigen und den Gasversorger wechseln können, finden Sie hier.

Wie hoch die Ersparnis durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel ist, hängt vom Verbrauch, vom aktuellen Tarif und vom Wohnort ab. Am meisten können oftmals diejenigen sparen, die noch nie gewechselt haben. Denn Sie nutzen meist den Grundversorgungstarif. Häufig bieten Grundversorger neben dem Grundversorgungstarif auch andere Tarife an, zudem können Kunden meist auch zwischen verschiedenen Anbietern wählen.

Beim Preisvergleich können Online-Vergleichsportale helfen. Vor einem Tarifwechsel sollten Sie jedoch immer mehrere Angebote vergleichen und auch die Tarifbedingungen genau studieren. Informationen darüber, wie Sie Ihren Gasliefervertrag kündigen und den Gasversorger wechseln können, finden Sie auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur. Weitere Informationen zur Tarifsuche und zum Lieferantenwechsel finden Sie auch hier.

Kraftstoffpreis

Wie auch für andere Waren und Dienstleistungen werden die Preise für Benzin und Diesel auf der Basis von Angebot und Nachfrage frei durch den Markt gebildet.

Neben den Kosten für die Herstellung der Kraftstoffe gibt es weitere Kostenbestandteile, die in Ihre Tankstellenquittung einfließen. Hierzu gehören die Energiesteuer und die Umsatzsteuer. Außerdem entstehen Kosten für die Beimischung von Biokomponenten zur Erfüllung der Quotenvorgabe, den Transport, die Lagerung und den Vertrieb der Kraftstoffe. Ferner müssen Unternehmen, die Kraftstoffe herstellen oder nach Deutschland einführen, einen Betrag für die Bevorratung von Erdöl und Erdölerzeugnissen zur Krisenvorsorge entrichten. Damit ist gesichert, dass auch in Krisenzeiten niemand frieren muss und die Daseinsvorsorge aufrechterhalten werden kann. Auch dieser Beitrag wird in der Regel auf die Preise für Endkunden umgeschlagen.

Wie regelmäßige Untersuchungen ergeben, entwickeln sich die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen in Deutschland grundsätzlich entsprechend den Großhandelspreisen für Kraftstoffe am Rotterdamer Ölmarkt. Diese wiederum folgen in der Regel dem Rohölpreis, können sich aber je nach Angebot und Nachfrage des betreffenden Produkts kurzfristig zu einem gewissen Grad auch vom Rohölpreis lösen.

Ja, das dürfen sie. Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Regelung, wonach die Preise für Kraftstoffe nur einmal am Tag geändert werden dürfen. Wie auch Verkäufer anderer Waren und Dienstleistungen sind auch Tankstellenbetreiber grundsätzlich in ihrer Preisgestaltung frei.

Preisschwankungen sind grundsätzlich ein Zeichen, dass das Prinzip Angebot und Nachfrage wirkt und Wettbewerb besteht. Und das ist gut für die Verbraucher, denn im Wettbewerb werben Verkäufer auch mit günstigen Preisen.

Preisbewegungen sind bei Tankstellen besonders sichtbar. Jeder sieht sie beim Vorbeifahren. Diese Preisbewegungen finden aber auch bei anderen Unternehmen beziehungsweise Waren oder Dienstleistungen statt.

Letztendlich entscheidet der Kunde, zu welchem Preis er sich versorgt. Und gut informierte Verbraucher können sich diese Preisänderungen auch zu Nutze machen. Um die Information über Kraftstoffpreise zu verbessern, hat das Bundeswirtschaftsministerium beim Bundeskartellamt die „Markttransparenzstelle Kraftstoffe“ eingerichtet, die die Preisdaten dann Verbraucher-Informationsdiensten zur Verfügung stellt. Informationen hierzu finden Sie hier.

Um die Information über Kraftstoffpreise zu verbessern, hat das Bundeswirtschaftsministerium beim Bundeskartellamt die "Markttransparenzstelle Kraftstoffe" eingerichtet. Betreiber von öffentlichen Tankstellen müssen jede Änderung der Kraftstoffpreise innerhalb von fünf Minuten an diese Markttransparenzstelle elektronisch melden. Diese Preisdaten werden dann Verbraucher-Informationsdiensten zur Verfügung gestellt. Sie als Verbraucher können sich also live per Internet, mit Apps auf dem Smartphone oder per Navigationssystem über aktuelle Kraftstoffpreise in ihrer Umgebung und darüber hinaus informieren und so gezielt die preiswerteste Tankstelle anfahren. Manche Verbraucher-Informationsdienste werten die Daten der Markttranssparenzstelle aus und zeigen auf, an welchen Wochentagen oder zu welchen Uhrzeiten in der Regel günstiger getankt werden kann.

Eine Liste der Verbraucher-Informationsdienste, die aktuell die Preisdaten direkt von der Markttransparenzstelle beziehen, können Sie auf der Internetseite des Bundeskartellamtes einsehen.

Eine weitere Möglichkeit, Kraftstoffkosten zu sparen, bietet der Erwerb eines energieeffizienten Fahrzeuges. Das "Pkw-Label" informiert Autokäufer, wie effizient das Wunschfahrzeug ist. Ähnlich wie bei elektrischen Haushaltsgeräten gibt das Label Auskunft darüber, in welche Effizienzklasse der Neuwagen fällt. Auch die jährlichen Kraftstoffkosten und die Kfz-Steuer werden aufgeführt. Mit dem Pkw-Label lassen sich die Betriebskosten von Fahrzeugen auf einen Blick miteinander vergleichen.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in diesem Zusammenhang besonders interessant. Sie können mit Strom (siehe hier), Erdgas oder Biomethan betankt werden, was je nach Lage der Rohstoff- und Energiemärkte weiteres Einsparpotenzial bei den Kraftstoffkosten birgt. Das spart Geld und reduziert gleichzeitig die Emissionen. Deutsche und internationale Hersteller haben eine Vielzahl von Erdgas- und Elektrofahrzeugen in ihr Sortiment aufgenommen.

Letztlich entscheidet auch die Fahrweise über die Höhe des Kraftstoffverbrauchs und die damit verbundenen Kraftstoffkosten. Eine kraftstoffsparende Fahrweise schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. So leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen.

Tipps zum Spritsparen finden Sie auf den Internetseiten des Umweltbundesamtes (PDF: 1 MB).