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Dossier - Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Einleitung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung. Im Jahr 2016 ist das Bruttoinlandsprodukt um preisbereinigt 1,9 Prozent und damit so stark wie seit 2011 nicht mehr gestiegen. Die gute wirtschaftliche Lage wird sich auch 2017 fortsetzen. Die Bundesregierung erwartet eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,4 Prozent und damit eine Fortsetzung des Wachstumstrends.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für Deutschland. Die Jahresprojektion im Januar ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden sich im Archiv.
Die aktuelle Schätzung aus der Jahresprojektion 2017 kann hier eingesehen werden.

Jahreswirtschaftsbericht 2017

Bundesminister Sigmar Gabriel zum Jahreswirtschaftsbericht 2017
© BPK

Eckwerte der Jahresprojektion 2017

Verwendung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) [1]201520162017
Bruttoinlandsprodukt1,71,91,4
Konsumausgaben privater Haushalte [2]2,0 2,01,4
Konsumausgaben des Staates2,7 4,22,3
Bruttoanlageinvestitionen1,7 2,5 1,7
darunter: Ausrüstungen3,7 1,71,2
Bauten 0,3 3,1 1,9
Inlandsnachfrage 1,6 2,2 1,6
Exporte 5,2 2,5 2,8
Importe 5,5 3,4 3,8
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]0,60,61,7
Bruttoinlandsprodukt2,0 1,41,4
Erwerbstätige (Inland)0,91,00,7
nachrichtlich:
Verbraucherpreisindex
0,30,51,8
absolute Werte in Mio. Personen
Erwerbstätige (Inland)43,143,543,8
Arbeitslose (BA)2,792,72,61

[1] Bis 2016 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Januar 2017;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck.

Kennzahlen zur Lage der deutschen Wirtschaft

1,9
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2016 gegenüber Vorjahr

2,5
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Anstieg der Exporte
2016 gegenüber Vorjahr

2,5
Symbolicon für Fabrik

Prozent Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen
gegenüber Vorjahr

1,0
Symbolicon für Arbeiter

Prozent mehr Erwerbstätige
2016 gegenüber Vorjahr

Aktuelle Lage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2017

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um 1,9 % gewachsen. Die Konjunktur hat sich zum Jahresende hin belebt. Eine leicht anziehende globale Konjunktur lässt die Exporte wieder steigen. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe dürfte im Jahresschlussquartal insgesamt spürbar zugenommen haben. Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren sprechen für einen guten Start in das Jahr 2017. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2016 erfreulich. Der private Konsum erhält weiterhin zuverlässige Impulse vom Arbeitsmarkt.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 um preisbereinigt 1,9 % in einem unruhigen außenwirtschaftlichen Umfeld solide gewachsen, nach einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 % im vorangegangenen Jahr.[1] [2] Das Wachstum fiel damit sogar geringfügig stärker aus, als in der Herbstprojektion der Bundesregierung vorhergesagt. Die Entwicklung wurde rechnerisch von der Binnennachfrage getragen. Vor allem die staatlichen und privaten Konsumausgaben, aber auch die Bauinvestitionen legten kräftig zu. Die Investitionen in Ausrüstungen erhöhten sich ebenfalls, aber verhaltener. Mit der starken Binnennachfrage nahmen die Importe stärker zu als die Exporte, so dass der Wachstumsbeitrag des Außenhandels leicht negativ ausfiel.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im Januar.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

Übersicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Ein Interview mit Willkommenslotsen zum Engagement kleiner und mittlerer Betriebe bei der Integration von Flüchtlingen, ein BMWi-Workshop zu den Möglichkeiten und Grenzen von sogenannten Reallaboren, die Weltklimakonferenz in Marrakesch - das sind einige der Themen der Januar-Ausgabe des Monatsberichts des BMWi.

Ein weiterer Beitrag nimmt den Abschlussbericht der Unabhängigen Geschichtskommission zur Aufarbeitung der Geschichte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in den Blick. Der Bericht gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte des Hauses und seiner Vorgängerinstitutionen sowie der deutschen Wirtschaftspolitik - von der Gründungsgeschichte 1917 bis hin zur Wiedervereinigung im Jahr 1990. "Eindrucksvoll wird deutlich, wie die furchtbaren Katastrophen der deutschen Geschichte - zwei verheerende Kriege, das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und der nationalsozialistische Völkermord - mit der Wirtschaftspolitik und ihren Akteuren verbunden waren", schreibt Bundesminister Gabriel im Editorial zum Abschlussbericht.

Weiterführende Informationen

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy

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