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Dossier - Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Einleitung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer sehr guten Verfassung. In einem durch Unwägbarkeiten geprägten globalen Umfeld behält sie ihren soliden und stetigen Wachstumskurs bei. Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion für 2017 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für Deutschland. Die Jahresprojektion im Januar ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Bundesregierung legt Frühjahrsprojektion 2017 vor
©BPK

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden sich im Archiv.

Eckwerte der Frühjahrsprojektion 2017

Verwendung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) [1]201620172018
Bruttoinlandsprodukt1,91,51,6
Konsumausgaben privater Haushalte [2]2,0 1,41,4
Konsumausgaben des Staates4,02,61,6
Bruttoanlageinvestitionen2,32,32,9
darunter: Ausrüstungen1,11,13,3
Bauten 3,02,92,7
Inlandsnachfrage 2,31,91,8
Exporte 2,63,33,8
Importe 3,74,54,7
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]0,61,61,6
Bruttoinlandsprodukt1,41,51,5
Erwerbstätige (Inland)1,21,20,7
nachrichtlich:
Verbraucherpreisindex
0,51,81,6
absolute Werte in Mio. Personen
Erwerbstätige (Inland)43,544,144,4
Arbeitslose (BA)2,692,552,55

[1] Bis 2016 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Februar 2017 mit Aktualisierungen vom März 2017;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck.

Kennzahlen zur Lage der deutschen Wirtschaft

1,9
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2016 gegenüber Vorjahr

2,5
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Anstieg der Exporte
2016 gegenüber Vorjahr

2,5
Symbolicon für Fabrik

Prozent Anstieg der Bruttoanlageinvestitionen
gegenüber Vorjahr

1,0
Symbolicon für Arbeiter

Prozent mehr Erwerbstätige
2016 gegenüber Vorjahr

Aktuelle Lage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2017

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2017 beschleunigt gewachsen. Die rechnerisch größeren Impulse kamen von der binnenwirtschaftlichen Seite. Das Wachstum im Produzierenden Gewerbe bleibt in der Tendenz aufwärtsgerichtet, auch wenn es im Juni und Juli an Dynamik einbüßte. Das Geschäftsklima in der Wirtschaft ist weiterhin sehr zuversichtlich. Die Verbraucherpreise haben sich vor dem Hintergrund stabiler Energiepreise normalisiert. Die Kauflaune der Verbraucher blieb dennoch hoch. Die Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Dank kräftiger Nachfrage ist die Dynamik beim Beschäftigungsaufbau hoch. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind in der Tendenz rückläufig. Dennoch bleiben strukturelle Herausforderungen am Arbeitsmarkt zu bewältigen.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung. Im ersten Halbjahr 2017 beschleunigte sie ihr Expansionstempo merklich. Die gesamtwirtschaftliche Leistung legte im ersten Halbjahr 2017 preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorzeitraum um 1,2 % zu, nach einem Wachstum von 0,8 % im zweiten Halbjahr 2016. Unterstützt wurde die Konjunktur im ersten Halbjahr 2017 durch starke binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte. Während sich die Impulse durch die privaten und staatlichen Konsumausgaben fortsetzten, belebten sich die Investitionen in Bauten (+4,4 %) und vor allem erstmals auch wieder die in Ausrüstungen (+2,1 %). Der Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum war im ersten Halbjahr netto leicht positiv.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im September.

Aktuelle Pressemitteilungen

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Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

Übersicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Der erste deutsche EITI-Bericht zur Transparenz im Rohstoffsektor und das neue EU-Energielabel sind Themen der vorliegenden Ausgabe des Monatsberichts des BMWi. Ein weiterer Beitrag erläutert die am 2. September in Kraft getretene Unterschwellenvergabeordnung, die die öffentliche Auftragsvergabe von Liefer- und Dienstleistungen unterhalb der EU-Schwelle neu regelt. "Dabei ist mir besonders wichtig, dass wir durch die konsequente Einführung der E-Vergabe der Digitalisierung einen deutlichen Schub geben konnten", schreibt Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im Editorial.

Pressemitteilungen

  • 15.08.2017 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Pressemitteilung: Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im August 2017

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  • 26.04.2017 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

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  • 25.01.2017 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Pressemitteilung: „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“: Jahreswirtschaftsbericht 2017 der Bundesregierung verabschiedet

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Weiterführende Informationen

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy

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