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Dossier - Mittelstandspolitik

Erfolgsmodell Mittelstand

Einleitung

Mittelständische Unternehmen sind der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft: Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Mittelständler. Sie erwirtschaften mehr als die Hälfte der Wertschöpfung, stellen fast 60 Prozent aller Arbeitsplätze und rund 82 Prozent der betrieblichen Ausbildungsplätze bereit.

Der Mittelstand  ist der wichtigste Innovations- und Technologiemotor Deutschlands und genießt zurecht auch international großes Ansehen. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, muss sich der Mittelstand aber stets neu positionieren. Eine neue Mittelstandsstudie zeigt: Der innovative Mittelstand wird auch weiterhin als Erfolgsmodell "Made in Germany" gelten. Mittelständische Unternehmen können weiterhin mit ihren bewährten Spezialisierungs- und Nischenstrategien erfolgreich bleiben. Hierzu muss der Mittelstand aber insbesondere die Digitalisierung für sich nutzen und die Herausforderungen des Fachkräftemangels bewältigen.

Damit der deutsche Mittelstand angesichts der künftigen Herausforderungen vital, stark und innovativ bleibt, setzt das Bundeswirtschaftsministerium an vielen verschiedenen Hebeln an, um Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Beschäftigung in der mittelständischen Wirtschaft weiter zu stärken.

Ministerin Zypries (v. 2. v. l.) mit den Mitgliedern des Mittelstandsbeirates am 16. Mai 2017

Ministerin Zypries (v. 2. v. l.) mit den Mitgliedern des Mittelstandsbeirates am 16. Mai 2017

© BMWi/Eriksson

Vier Zahlen zum Mittelstand

58,5
Symbolicon für Menschen

Prozent aller Arbeitsplätze
in Deutschland stellen mittelständische Unternehmen

99,6
Symbolicon für Bürogebäude in Deutschland

Prozent aller deutschen Unternehmen
zählen zum Mittelstand

35,3
Symbolicon für Eurostapel

Prozent des Gesamtumsatzes
in Deutschland erwirtschaftet der Mittelstand

81,8
Symbolicon für Statistik

Prozent der Auszubildenden
in Deutschland sind bei mittelständischen Firmen beschäftigt

Vielseitig, dynamisch, innovativ

KMU als Erfolgsmodell

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) prägen den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Stärke unseres Wirtschaftsmodells beruht nicht auf der Dominanz einzelner Unternehmen, Branchen oder Wirtschaftsregionen – sondern auf der Vielfalt kleiner, mittlerer und großer Unternehmen. Sie sind in den unterschiedlichsten Bereichen spezialisiert, oftmals eng verzahnt und im ganzen Land verteilt.

Der Mittelstand ist äußerst vielseitig. Das Spektrum reicht vom traditionellen Familienunternehmen bis zum hippen Start-up, vom klassischen Handwerksbetrieb über Selbstständige und Dienstleister wie zum Beispiel Händler und Freiberufler bis zum hoch innovativen High-Tech-Unternehmen, vom regionalen Anbieter bis zum Global Player, vom Solo- oder Kleinstunternehmen bis hin zu Unternehmen mit vielen Hundert Beschäftigten weltweit. Zum Mittelstand zählen traditionsreiche Marken ebenso wie Newcomer oder weniger bekannte Marken, die in gleicher Weise für Qualität, Präzision und Innovation stehen. Diese Mischung macht den deutschen Mittelstand stark.

Der Mittelstand – ein starker Partner für Großunternehmen. Der Mittelstand kooperiert eng mit Großunternehmen und übernimmt Aufgaben entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als verlässlicher – und oftmals hochspezialisierter – Partner deckt der Mittelstand vor- und nachgelagerte Stufen des Wertschöpfungsprozesses ab und hilft Großunternehmen, innovative und komplexe Produkte, Dienstleistungen und Systemlösungen umzusetzen.

Der deutsche Mittelstand ist international stark aufgestellt. Etwa 44 Prozent der deutschen Unternehmen tragen direkt oder als Zulieferer zum außenwirtschaftlichen Erfolg der deutschen Volkswirtschaft bei. Ab einem Jahresumsatz von zwei Millionen Euro weist mindestens jedes zweite Unternehmen Auslandsaktivitäten auf. Der Weg ins Ausland lohnt sich auch für die kleinen Unternehmen: Das erkennt man auch daran, dass selbst bei sehr kleinen Betriebsgrößen durchschnittlich über 20 Prozent des Umsatzes aus dem Auslandsgeschäft generiert werden.

Der Mittelstand ist Innovations- und Technologiemotor: Im EU-Vergleich schneiden deutsche Mittelständler bei den Innovationsaktivitäten sehr gut ab: So brachten mehr als 42 Prozent der deutschen KMU im Jahr 2014 eine Produkt- oder Prozessinnovation auf den Markt; im EU-Mittel waren es gut 30 Prozent. Viele kleine Unternehmen, meist Familienbetriebe, sind zudem mit Hightech-Produkten in bestimmten Marktnischen oder in Zulieferketten für große Unternehmen Weltmarktführer ("hidden champions").

Mittelstand in Deutschland ist eine (Geistes-)Haltung. Was alle mittelständischen Unternehmen eint, ist eine Unternehmenskultur, in der Eigentum und Leitung in einer Hand liegen – und damit auch Verantwortung und Risiko. Das garantiert kurze Entscheidungswege und schnelle Entscheidungsprozesse und schafft die nötige Flexibilität, um schnell auf Marktveränderungen zu reagieren. Zugleich führt es zu einer Geschäftspolitik, die auf Kontinuität und Langfristigkeit ausgerichtet ist. Dies findet seinen Ausdruck im verantwortungsvollen Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern und einer engen Verwurzelung in der Region, in der die Unternehmen ansässig sind. Dank der Nähe zum Kunden und seinen Bedürfnissen können Marktveränderungen frühzeitig aufgespürt und in tragfähige, innovative Lösungen übersetzt werden.

Der deutsche Mittelstand hat sich international zum Markenzeichen entwickelt ("German Mittelstand"). Aus Deutschland kommen überproportional viele "Hidden Champions". Sie produzieren in engem Kontakt zu ihren weltweiten Kunden hochspezialisierte und meist innovative Produkte und Problemlösungen. Das Erfolgsrezept: Beste Qualität, hohe Wertschöpfungstiefe und Konzentration auf die ureigenen Kompetenzen.

Vielfältig und dynamisch, bodenständig und innovativ - dank dieser Stärken erweist sich der Mittelstand als enorm krisenfest und trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit und zum hohen Beschäftigungsstand in Deutschland bei. Mittelständler betreiben auch in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld eine langfristig orientierte Personalpolitik, investieren in ihre Beschäftigten und bilden aus. Damit verhelfen mittelständische Unternehmen Deutschland zu wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Stabilität und der geringsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa.

Damit mittelständische Unternehmen auch weiterhin diese Schlüsselfunktion in unserem Wirtschaftsmodell einnehmen können, stellt das BMWi sie ins Zentrum seiner Wirtschaftspolitik. Mit seiner modernen Mittelstandspolitik verbessert das BMWi die Rahmenbedingungen für Unternehmertum, wirbt für ein gründer- und unternehmerfreundliches Klima und setzt Anreize für eine langfristig erfolgreiche unternehmerische Betätigung.

Aktenordner zum Thema Bürokratieabbau; Quelle: mauritius images/Wolfgang Filser

© mauritius images/Wolfgang Filser

Alltag erleichtern, Wirtschaft entlasten

Zum Dossier

Aktionsprogramm Zukunft Mittelstand

Fit für die Zukunft

Demografischer Wandel, Energiewende, Digitalisierung – der deutsche Mittelstand steht aktuell vor vielfältigen Herausforderungen. Zugleich bieten sich ihm enorme Chancen: Der demografische Wandel und die Energiewende eröffnen beispielsweise neue Geschäftsfelder und Möglichkeiten; der Einsatz digitaler Lösungen kann Unternehmen helfen, Geschäftsprozesse zu verschlanken, die Produktivität zu erhöhen und sich in internationale Wertschöpfungsnetze einzubringen.

Mit der bewährten Kombination aus Kontinuität und Dynamik ist der deutsche Mittelstand gut aufgestellt für die anstehenden Herausforderungen und strukturellen Umbrüche. Als Mittelstandsministerium unterstützt das BMWi die Unternehmen durch seine moderne, zukunftsgewandte Mittelstandspolitik und setzt Anreize für eine langfristig erfolgreiche unternehmerische Betätigung.

10 Schwerpunkte der Mittelstandspolitik des BMWi:

Unternehmergeist fördern

Gründungen und Unternehmensnachfolgen sind für den Wirtschaftsstandort Deutschland von erheblicher Bedeutung. Über 300.000 Unternehmensgründungen jährlich sorgen für zusätzliche wirtschaftliche Dynamik und Arbeitsplätze. Start-ups sind als Innovatoren der Mittelstand von morgen. Erfolgreiche Übergaben von einer Unternehmergeneration an die nächste sichern bewährte Geschäftsmodelle, unternehmerisches Know-how und Arbeitsplätze.

Mit der Initiative "Neue Gründerzeit" werben wir für mehr Unternehmertum in Deutschland und sprechen gezielt auch Gruppen an, die bislang im Gründungsgeschehen unterrepräsentiert sind, beispielsweise Frauen (BMWi-Initiative FRAUEN unternehmen) sowie potenzielle Gründer/innen ausländischer Herkunft (Gründerpatenschaften).

Mit www.existenzgruender.de und www.existenzgruenderinnen.de stehen umfangreiche Informations- und Beratungsangebote bereit. Mit der Unternehmensnachfolgebörse Nexxt-Change bringen wir übergabewillige Unternehmer/innen mit potenziellen Nachfolgern online zusammen.
Mit dem EXIST-Programm, dessen Konditionen 2016 noch verbessert wurden,  stärken wir die Gründungskultur an Hochschulen und stellen Stipendien für junge Existenzgründer aus der Wissenschaft zur Verfügung. Über Acceleratoren helfen wir jungen Startups bei der Internationalisierung und den ersten Schritten auf dem US-amerikanischen Markt. Zuletzt wurde Ende 2015 der German Accelarator Life Sciences in Boston eröffnet, zusätzlich zu bereits etablierten Standorten in Palo Alto und New York. Mehr erfahren.

Unternehmensfinanzierung sichern, Gründungs- und Wachstumsfinanzierung stärken

Der Zugang zu geeigneter Finanzierung ist eine maßgebliche Voraussetzung dafür, dass der Mittelstand investitions- und innovationsfähig bleibt – und damit wettbewerbsfähig.

Die Mittelstandsfinanzierung durch Kredite ist in Deutschland besonders weit verbreitet. Die Auswirkungen der Finanzmarktregulierung auf die Verfügbarkeit und die Konditionen von Mittelstandskrediten werden vom BMWi daher eng begleitet. Unser Ziel: Mittelständische Unternehmen dürfen gegenüber großen börsennotierten Unternehmen nicht benachteiligt werden; KMU-Interessen müssen berücksichtigt werden.

Zur Stärkung des Wagniskapitalmarktes stellt das BMWi insgesamt rund zwei Milliarden Euro über verschiedene Instrumente zur Verfügung, darunter die neu aufgelegte ERP/EIF Wachstumsfazilität in Höhe von 500 Millionen Euro, der neue Ko-Investmentfonds coparion mit einem Fondsvolumen von 225 Millionen Euro und der auf 1,7 Euro Milliarden aufgestockte ERP/EIF-Dachfonds (umfasst den European Angels Fonds). Darüber hinaus setzen wir uns für eine Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen für Venture Capital ein und wollen Börsengänge junger Wachstumsunternehmen vorantreiben Mehr erfahren.

Den Fachkräftebedarf sichern, Flüchtlinge in Ausbildung und Arbeit integrieren

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs ist eine zentrale Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Zum einen steht Deutschland insgesamt in einem schärfer werdenden internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe; zum anderen konkurrieren Mittelständler mit Großunternehmen um geeignete Fachkräfte. Eine moderne Mittelstandspolitik muss daher die inländischen Potenziale besser ausschöpfen und gleichzeitig um qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland werben.

Mit der Allianz für Aus- und Weiterbildung stärken BMWi, Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaft, Gewerkschaften und Länder Attraktivität und gesellschaftliche Anerkennung der dualen Berufsausbildung. Mit dem Programm "Passgenaue Besetzung" werden KMU von Beratern bei der passgenauen Besetzung von freien Ausbildungsplätzen unterstützt. Gemeinsam mit den Sozialpartnern werden die Ausbildungsordnungen regelmäßig an neue Anforderungen der Arbeitswelt angepasst, etwa beim Thema "digitale Kompetenzen". Zur Stärkung interkultureller Kompetenzen von Auszubildenden wurde das Programm "Berufsbildung ohne Grenzen" geschaffen. Mehr erfahren.

Verschiedene Programme werben darüber hinaus gezielt um zuwanderungsinteressierte Fachkräfte und ausländische Studierende und informieren über Leben und Arbeiten in Deutschland (BMWi-Portal www.make-it-in-germany.com; Hotline "Arbeiten und Leben in Deutschland"; Initiative "Study and Work"). Mehr erfahren

Zur Integration von geflüchteten Menschen in Ausbildung und Arbeit stellt das BMWi zusammen mit Partnern verschiedene Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung, darunter das Unternehmensnetzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge" sowie rund 150 "Willkommenslotsen" bei den regional ansässigen Kammern und Organisationen der Wirtschaft, die kleine und mittlere Unternehmen bei der Integration von Flüchtlingen über Praktika, Ausbildung und Beschäftigung unterstützen und sie in allen praktischen Fragen beraten. Mehr erfahren.

Bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau vorantreiben

Eine moderne, effektive Regulierung sowie eine effiziente Verwaltung sind wichtige Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige Wirtschaftsordnung: Unternehmer/innen, junge Gründer/innen oder Unternehmensnachfolger sollen sich vor allem auf ihr Geschäft konzentrieren und auf bürokratische Anforderungen und Verwaltungsverfahren möglichst wenig Zeit verwenden.

Mit der Bürokratiebremse "One in-one out", dem Bürokratieentlastungsgesetz I und II und der Modernisierung des Vergaberechts hat das BMWi Bürokratie und Erfüllungsaufwand für Unternehmen drastisch reduziert (Entlastungswirkung der drei Gesetze: rund 2 Mrd. Euro). Die Modernisierung des Vergaberechts verbessert zugleich den Zugang mittelständischer Unternehmen zu öffentlichen Aufträgen. Die Durchsetzung des KMU-Tests garantiert, dass die spezifischen Folgekosten aller Gesetz- und Verordnungsentwürfe der Bundesregierung für kleine und mittelständische Unternehmen verpflichtend in den Blick genommen werden. Mehr erfahren.

Die Digitalisierung nutzen und gestalten

Die digitale Transformation verändert rasant unsere Gesellschaft und Wirtschaft. Intelligente Produkte und Dienstleistungen werden kombiniert, so dass völlig neue Wertschöpfungsketten entstehen. Dies bietet Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten – stellt sie aber zugleich auch vor neue Herausforderungen.

Zur Unterstützung der Digitalisierung im Mittelstand hat das BMWi bundesweit mittlerweile zehn Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren, ein Kompetenzzentrum Digitales Handwerk und vier Mittelstand 4.0-Agenturen eingerichtet. Hier können Unternehmen eigene technische Entwicklungen und Schnittstellen zu Produkten und Kunden testen, bevor sie in passgerechte Systeme investieren. Mit dem Förderschwerpunkt "Mittelstand Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse" unterstützt das BMWi den Mittelstand beim intelligenten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien, der Digitalisierung und Vernetzung sowie der Anwendung von Industrie 4.0. Weitere Programme sensibilisieren für Themen wie Datenschutz und -sicherheit. Mehr erfahren.

Innovationskraft stärken

Innovationsfähigkeit entscheidet über künftige Wettbewerbsfähigkeit. Bei der Suche nach innovativen Antworten und nachhaltigen Lösungen auf gesellschaftliche Veränderungen und globale Herausforderungen wie Klimawandel, die Digitalisierung aller Lebensbereiche und die demografische Entwicklung kommt dem deutschen Mittelstand eine bedeutende Rolle zu.

Das BMWi unterstützt die Innovationskraft der Wirtschaft durch innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und marktorientierte Förderprogramme. Für marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellt das BMWi über das Zentrale Innovationsprogramm (ZIM) Zuschüsse zur Verfügung. Das Zusammenwirken mittelständischer Unternehmen in Innovationsnetzen und mit Forschungseinrichtungen wird beispielsweise über ZIM, aber auch durch das Programm "go cluster" gefördert. Mehr erfahren.

Chancen der Globalisierung nutzen

Der deutsche Mittelstand ist international stark aufgestellt: Etwa 44 Prozent der deutschen Unternehmen tragen direkt oder als Zulieferer zum außenwirtschaftlichen Erfolg der deutschen Volkswirtschaft bei. Und der Weg ins Ausland lohnt sich: Selbst kleine Unternehmen generieren einen beachtlichen Teil ihres Umsatzes aus dem Auslandsgeschäft. Exportierende Mittelständler entwickeln sich erfahrungsgemäß auch im Inlandsgeschäft positiver als ihre Wettbewerber.

Mit seinen Angeboten zur Exportförderung unter der Dachmarke "Mittelstand global" stellt das BMWi den mittelständischen Unternehmen ein effizientes, flexibles und nachfrageorientiertes Förderangebot zur Verfügung, das sie bei der Internationalisierung unterstützt. Zukunftsbranchen wie Energie, Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und zivile Sicherheit werden ebenso berücksichtigt wie viele andere Industriezweige. Unter das Angebot fallen beispielsweise Exportinitiativen mit Markterschließungs- und Geschäftsanbahnungsreisen, Marktinformationen der Germany Trade & Invest (gtai), Auslandshandelskammern, Messebeteiligungen und Exportkreditversicherungen. Ebenso engagiert sich das BMWi für Handelserleichterungen und den Abschluss von bilateralen und multilateralen Freihandelsabkommen. Mehr erfahren.

Europäische Mittelstandspolitik aktiv mitgestalten

Der europäische Binnenmarkt hat für Mittelständler stark an Bedeutung gewonnen: Über 93 Prozent der mittelständischen Exporteure bedienen mittlerweile den europäischen Markt. Das BMWi vertritt die Interessen von Mittelständlern in Brüssel mit starker Stimme: Es setzt sich für einen mittelstandsfreundlichen Binnenmarkt, einen unbürokratischen Zugang zu EU-Förderprogrammen sowie den Abbau von ungerechtfertigten Hemmnissen ein – zugleich aber auch für den Erhalt von bewährten, erfolgreichen Strukturen wie der Selbstverwaltung der Wirtschaft und ihren zentralen Elementen duale Berufsausbildung, Meisterpflicht, Kammerwesen und Sozialpartnerschaft.

So begleitet das BMWi auch die weiteren Verhandlungen über das geplante EU-Dienstleistungspaket konstruktiv, denn das Ziel, den EU-Binnenmarkt für Dienstleistungen zu stärken, darf nicht im Widerspruch zur Aufrechterhaltung gerechtfertigter Anforderungen (z.B. zum Gesundheits- oder Verbraucherschutz) durch die Mitgliedstaaten stehen. Dazu Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: „Deutschland hat Strukturen, die uns erfolgreich machen. Ich meine die Selbstverwaltung der Wirtschaft, die duale Berufsausbildung, die Meisterpflicht und die Sozialpartnerschaft. Diese Vorteile lassen wir uns nicht kaputt machen.“ Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Themenseite „Dienstleistungen“.

Gegenüber dem deutschen Mittelstand sensibilisiert das BMWi frühzeitig für Vorhaben der EU-Kommission (beispielsweise mit dem EU-Mittelstandsmonitor) und macht verstärkt auf relevante Förderprogramme (unter anderem COSME) und Ausschreibungen aufmerksam. Mehr erfahren.


Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind Europas Motor für Wachstum und Beschäftigung

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind Europas Motor für Wachstum und Beschäftigung; Quelle: „2016 SBA Fact Sheet European Union“, http://ec.europa.eu/DocsRoom/documents/21188/attachments/10/translations Bild vergrößern

© „2016 SBA Fact Sheet European Union“, http://ec.europa.eu/DocsRoom/documents/21188/attachments/10/translations

Infografik als PDF (2 MB)


Mittelstand in strukturschwachen Regionen stärken

Im internationalen Vergleich ungewöhnlich ist sehr breite regionale Verteilung des Mittelstands, in ganz Deutschland: Woanders sucht man die Unternehmen bevorzugt in den Hauptstädten – in Deutschland sind die meisten Mittelständler überall, auch in kleinen Orten, ansässig. Damit das auch so bleibt, setzt sich das BMWi mit einer gezielten Regionalpolitik für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in strukturschwachen Regionen ein.

Über die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) werden gewerbliche Investitionen und Investitionen in die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur, Maßnahmen zur Vernetzung und Kooperation lokaler Akteure sowie Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei kleinen und mittleren Unternehmen gefördert. Ergänzt wird die GRW durch weitere Programme, die die Vernetzung von Mittelständlern untereinander sowie mit gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen fördern (zum Beispiel Cleantech-Initiative Ostdeutschland oder das Förderprogramm INNO-KOM). Mehr erfahren.

Neue Geschäftsfelder im Rahmen der Energiewende unterstützen

Die Energiewende bietet gerade kleinen Mittelständlern zahlreiche Chancen, in neuen Märkten wie Energiedienstleistungen oder energetischer Gebäudesanierung zu expandieren – und schafft damit Arbeitsplätze in den Regionen, etwa im Bau und im Handwerk. Mit Beratungsangeboten und geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten unterstützt das BMWi den Mittelstand, diese neuen Geschäftsfelder zu erschließen. Zudem fördert das BMWi mittelständische Unternehmen bei der energieeffizienten Gestaltung ihrer Produktionsprozesse und der Einführung energieeffizienter Technologien. Mehr erfahren.

Mehr Details und weiterführende Informationen zu den konkreten Maßnahmen in den 10 Themenfeldern finden Sie im Aktionsprogramm "Zukunft Mittelstand".

Publikationen

Pressemitteilungen

  • 29.06.2017 - Pressemitteilung - Mittelstandspolitik

    Pressemitteilung: Bundeswirtschaftsministerin Zypries würdigt den Mittelstandsbeirat als starke Stimme

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.06.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Handwerk

    Pressemitteilung: Bundesministerin Zypries und ZDH-Präsident Wollseifer ziehen positive Bilanz der Handwerkspolitik

    Audio

    Öffnet Einzelsicht
  • 06.06.2017 - Pressemitteilung - Einzelhandel

    Pressemitteilung: Zypries: Perspektiven für den Einzelhandel in Zeiten der Digitalisierung

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.05.2017 - Pressemitteilung - Europäische Wirtschaftspolitik

    Pressemitteilung: Staatssekretär Machnig: „Gutes Ergebnis beim Dienstleistungspaket erzielt – Rechte der Mitgliedstaaten und nationalen Parlamente bleiben gewahrt.“

    Öffnet Einzelsicht
  • 17.03.2017 - Pressemitteilung - Mittelstand-Digital

    Pressemitteilung: Staatssekretärin Iris Gleicke eröffnet Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum in Ilmenau

    Öffnet Einzelsicht

Video

  • 13.02.2017 - Video - Mittelstandspolitik

    Video: Bundesministerin Zypries: "Der Mittelstand trägt unser Land."

    Öffnet Einzelsicht
Zierpflanzerei zum Thema Politik für den Mittelstand; Quelle: mauritius images / euroluftbild.de / Hans Blossey

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