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Dossier - Luft- und Raumfahrt

Luft- und Raumfahrt

Einleitung

Die deutsche Luft- und Raumfahrt ist ein Technologie- und Konjunkturmotor in Deutschland. Sie verbindet fast alle Hochtechnologien des Informationszeitalters: Elektronik, Robotik, Mess-, Steuer-, Werkstoff- und Regeltechnik. Der Anteil der industriellen Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Gesamtumsatz der Branche liegt mit 17 Prozent auf sehr hohem Niveau.

Die daraus resultierenden Innovationen haben den Computerbau wesentlich beflügelt und finden auch Anwendung in vielen anderen Industriezweigen. Mobilfunksysteme, Navigationssysteme in Autos, Live-Übertragungen von sportlichen und politischen Großereignissen, Videokonferenzen mit Menschen in fernen Ländern oder globale Umwelt- und Klimaforschung wären ohne die Pionierleistungen dieser Branche nicht möglich. Die Luftfahrt verbindet nicht nur Kontinente sondern hat sich auch Anfang dieses Jahrtausends als erste Verkehrsbranche der Nachhaltigkeit verpflichtet und konkrete Klimaschutzziele (ACARE 2020) definiert. Die Raumfahrt liefert neue Erkenntnisse über die Erde und das Weltall, erschließt neue Technikanwendungen, ermöglicht neuartige Dienstleistungen, fördert die internationale Zusammenarbeit und verbessert die Möglichkeiten der Abrüstungs- und Friedenspolitik über Europa hinaus. Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland ist damit - obwohl eine vergleichsweise kleine industrielle Branche - von enormer strategischer Bedeutung. Das gilt für alle Bereiche dieser Zukunftsbranche.

Mit gezielten Initiativen wie „Die Astronautin“, dem Wettbewerb Ideenflug und dem ILA Future Lab“ unterstützt Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries die Förderung von MINT-Berufen auch in der Luft-und Raumfahrtindustrie.

Luftfahrt

Die Luftfahrtbranche folgt dem Trend vieler Industriezweige hin zu immer kürzeren Innovationszyklen bei gleichzeitig steigenden Produktanforderungen an Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Um die technologische Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie vor diesem Hintergrund nachhaltig zu unterstützen, fördert das BMWi diesen Sektor durch ein eigenständiges Luftfahrtforschungsprogramm und das Luftfahrzeugausrüsterprogramm.

Zivilluftfahrt

Airbus ist ein entscheidender Impulsgeber für die europäische und somit auch die deutsche Luftfahrtindustrie. In engem Zusammenwirken von Industrie und Politik und gemeinsam mit den europäischen Partnern hat sich der europäische Flugzeughersteller dauerhaft auf Augenhöhe mit Boeing etabliert. In den vergangenen Jahren konnte Airbus Bestellungen und Auslieferungen erzielen, die eine Auslastung für die nächsten 7 bis 8 Jahre sichern.

Die Stärkung der Ausrüster- und Zulieferindustrie in Deutschland ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, um so zu einem umweltfreundlichen, sicheren, leistungsfähigen und passagierfreundlichen Luftfahrtsystem beizutragen.

Raumfahrt

Anders als im Luftfahrtbereich, in dem der kommerzielle Markt stark ausgeprägt ist, wird die internationale Raumfahrt weitgehend bestimmt durch staatliche Raumfahrtstrategien und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Für die deutsche Raumfahrt haben daher die Raumfahrtpolitik der Bundesregierung und deren Beitrag zu europäischen Strukturen zentrale Bedeutung. In der Hightech-Strategie 2020 hat die Bundesregierung der Raumfahrt einen besonderen Stellenwert eingeräumt: Raumfahrt ist dort eine wichtige Schlüsseltechnologie. Denn Raumfahrttechnologien sind wichtige Instrumente der modernen Informations- und Industriegesellschaft.

Zypries: "Digitalisierung der Industrie funktioniert nur, wenn wir etablierte Firmen und Start-ups zusammenbringen"

Weitere Brancheninformationen finden Sie hier.

Vier Zahlen zur Luft- und Raumfahrtbranche

37,5
Symbolicon für Eurostapel

Milliarden Euro
Umsatz erzielte die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie 2016

11
Symbolicon für Satellit

Prozent des Branchenumsatzes
fließen in Forschung und Entwicklung

rd. 108
Symbolicon für Menschen

Tausend Menschen
sind in der Branche in Deutschland beschäftigt

72
Symbolicon für Summe in Euro

Prozent
beträgt der Exportanteil am Umsatz der Luft- und Raumfahrtbranche

Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie; Quelle: Bundesregierung/Bergmann

© Bundesregierung/Bergmann

Brigitte Zypries Bundesministerin für Wirtschaft und Energie

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Ansprechpartner BMWi

Was macht das BMWi für die Luft- und Raumfahrt?

Das BMWi ist für die Luft- und Raumfahrtforschung der Bundesregierung federführend verantwortlich und setzt sich für eine konsistente ressortübergreifende Luft- und Raumfahrtpolitik ein. Als Koordinatorin der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt kümmert sich die Bundesministerin Brigitte Zypries um die Belange und Perspektiven dieser strategischen Branche.

Forschung fördern: Luftfahrtforschungsprogramm der Bundesregierung

Förderung mit Tradition: Schon seit 1995 fördert die Bundesregierung die Forschung und Technologieentwicklung in der Luft- und Raumfahrt mit dem Luftfahrtforschungsprogramm – kurz LuFo. Schwerpunkte der aktuellen 5. Auflage sind unter anderem die Stärkung der Branche als Leitmarkt für Industrie 4.0 – und die Entwicklung neuer digitaler Produkte.

Finanzierung erleichtern: Das Luftfahrzeugausrüsterprogramm

Um die Ausrüster- und Zulieferindustrie der Luftfahrtbranche zu stärken und ihre technologische Vorreiterrolle zu sichern, fördert das BMWi anteilig Entwicklungsvorhaben durch Darlehen. Das begrenzt die Entwicklungsrisiken und schafft höhere finanzielle Sicherheit. Mehr erfahren

Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung stärken

Das BMWi wirkt an der Gestaltung der internationalen Rahmenbedingungen für Forschung, Entwicklung und Export in der Luft- und Raumfahrtbranche mit – und arbeitet dazu in nationalen, europäischen und internationalen Gremien mit. Außerdem flankiert das BMWi die Interessen der deutschen Luftfahrtindustrie in europäischen Forschungsrahmenprogrammen wie z.B. Clean Sky, SESAR, Horizon 2020.

Forschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fördern

Mit institutionellen Fördermitteln von über rund 200 Millionen Euro im Jahr werden die Forschungsbereiche Luft- und Raumfahrt des DLR gefördert.

Deutsche Raumfahrtaktivitäten unterstützen

Das BMWi engagiert sich über die deutsche Mitgliedschaft in der Europäischen Weltraumorganisation ESA, das Nationale Programm für Weltraum und Innovation und stellt dazu jährlich rund einer Milliarde Euro an Fördermitteln bereit.

Zweite StartUp Night! Luft- und Raumfahrt im Bundeswirtschaftsministerium

Branche im Fokus

Die Entwicklung der Luft- und Raumfahrtwirtschaft in Deutschland

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie hat sich im Geschäftsjahr 2015 sehr gut entwickelt. So konnten alle wichtigen wirtschaftlichen Indikatoren gesteigert werden.

Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie als Gesamtbranche konnte 2015 ein Umsatzwachstum in der Höhe von 8% erzielen, der Gesamtumsatz erreichte 34,7 Mrd. Euro (2014: 32,1 Mrd. Euro). Damit setzte sich der positive Trend fort. Die Gesamtbeschäftigtenzahl verzeichnete ein leichtes Plus von 1 % mit 106.800 direkt in der Luft- und Raumfahrt Beschäftigten (2014: 105.700).

Die Zivilluftfahrt ist weiter das größte Einzelsegment der Branche. Global steigende Bestell- und Auslieferungszahlen führten 2015 zu einem Umsatzwachstum von rund 11 % auf 25,3 Mrd. Euro. Der Personalanstieg betrug 1 %. 75.000 Menschen arbeiten in diesem Segment.

Die zivile Zulieferindustrie verzeichnet 2015 eine Wachstumsquote von 8,5 %, so dass der Umsatz auf 10,6 Mrd. Euro (2014: 9,83 Mrd. Euro) stieg.

Eine Stabilisierung verzeichnete die Militärische Luftfahrt 2015 mit einem Umsatzplus von 3 %. Der Umsatz stieg auf 6,8 Mrd. Euro. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich um 1 % auf 23.000 Mitarbeiter.

In der Raumfahrt betrug der Umsatz wie in 2014 2,5 Mrd. Euro, die Zahl der Arbeitskräfte lag ebenfalls konstant bei 8.500 Beschäftigten.

Die industrieeigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen weiterhin auf sehr hohem Niveau. Sie umfassten 2015 ein Volumen von 4,2 Mrd. Euro - diese Zahl entspricht einem Anteil von 12 % des Branchenumsatzes in 2015.

Die Branchenperspektiven für Wachstum und Beschäftigung sind vor allem mittel- und langfristig weiterhin günstig, verlässliche Förderinstrumente geben der Branche Planungssicherheit. Globale Marktprognosen, die bis 2030 von einer Verdoppelung des weltweiten Flugzeugbedarfs bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 5 Prozent ausgehen, geben den großen Zivilflugzeugherstellern und auch ihren Zulieferunternehmen eine gute Auslastungsperspektive.

Der Exportanteil lag in 2015 gemessen am Umsatz der Gesamtbranche bei 70%.

Publikationen

Pipette und Reagenzgläser zum Thema Innovationspolitik; Quelle: Getty Images/Andrew Brookes

© Getty Images/Andrew Brookes

Innovationspolitik

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DLR

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt und Raumfahrt (aber auch Energie, Verkehr und Sicherheit) sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden.

Das DLR erforscht Erde und Sonnensystem und stellt Wissen für den Erhalt der Umwelt zur Verfügung. Sein Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur Entwicklung von Produkten für morgen. Das DLR betreibt Großforschungsanlagen für eigene Projekte und als Dienstleister für Partner in der Wirtschaft. Darüber hinaus fördert es den wissenschaftlichen Nachwuchs, berät die Politik und ist eine treibende Kraft in den Regionen seiner 16 Standorte.

An der Umsetzung der deutschen Raumfahrtpolitik ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in einer Doppelrolle beteiligt: Zum einen ist das Raumfahrtmanagement im DLR im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene zuständig. Zum anderen reicht die Tätigkeit des DLR als Forschungseinrichtung und Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft von der Grundlagenforschung bis hin zur Entwicklung von innovativen Anwendungen und Produkten von morgen – auch im Bereich Luft- und Raumfahrt.

Start des ersten Satelliten für das europäische Erdbeobachtungsprogramm Copernicus

Weiterführende Informationen

  • 19.05.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries: Wir fördern akademischen Nachwuchs bei der Entwicklung innovativer Technologien im Bereich Luftfahrzeugbau

    Öffnet Einzelsicht
  • 21.04.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries zum Abschluss der 7. Europäischen Konferenz über Weltraumschrott: „Wir brauchen ein verbindliches internationales Regelwerk“

    Öffnet Einzelsicht
  • 27.03.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: "Raumfahrt bewegt!" - Neue Initiative von BMWi und DLR startet in Bonn

    Öffnet Einzelsicht
  • 22.03.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries: „Luft- und Raumfahrtindustrie ist zentraler Technologietreiber für andere Industrien“

    Video

    Öffnet Einzelsicht
  • 21.02.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Zypries zur zweiten StartUp Night! Luft- und Raumfahrt: „Die Vernetzung von Start-ups und der etablierten Wirtschaft bietet Chancen für beide Seiten!“

    Video Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • 02.02.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Neuer deutscher ESA-Astronaut Matthias Maurer – Bundeswirtschaftsministerin Zypries gratuliert

    Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • 28.01.2017 - Pressemitteilung - Luft- und Raumfahrt

    Pressemitteilung: Erfolgreicher Start von SmallGEO

    Öffnet Einzelsicht
Rotorschaufeln zum Thema Luftfahrt; Quelle: DLR, CC-BY 3.0

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