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Dossier - Innovationspolitik

Innovationspolitik

Einleitung

Innovationen und neue Technologien verändern die Welt und das Leben eines jeden Einzelnen. Vieles, was gestern noch Zukunftsvision war, gehört heute zum Alltag und kann morgen bereits überholt sein. In Forschung, Innovationen und die Ausbildung von Fachkräften zu investieren, ist daher unerlässlich, um Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und ein langfristiges wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Neue Technologien, Verfahren und Dienstleistungen sind die Treiber von Innovationen. Gesellschaftliche Veränderungen und globale Herausforderungen wie der Klimawandel, die Digitalisierung aller Lebensbereiche und die demografische Entwicklung erfordern innovative Antworten und nachhaltige Lösungen.

Das BMWi will die Innovationskraft in Deutschland durch innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und marktorientierte Förderprogramme unterstützen. Wir wollen den Mittelstand bei Innovationen und Digitalisierung weiter nach vorne bringen. Und wir wollen Begeisterung für technische und naturwissenschaftliche Berufe wecken und den qualifizierten Nachwuchs von morgen sichern.

Unser Ziel muss es sein, dass Deutschland zu einer der führenden Innovationsnationen weltweit aufsteigt und bei entscheidenden Zukunftstechnologien auch morgen zur Weltspitze zählt. Dazu hat Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries im April 2017 eine Innovationsagenda vorgelegt, die auf zwei Säulen ruht: Erstens eine technologieoffene Förderung, die es Unternehmerinnen und Unternehmern erlaubt, selbst die Entscheidung zu treffen, in welche Technologien sie investieren wollen. Und zweitens eine verstärkte Fokussierung auf Zukunftstechnologien und strategische Schlüsselbereiche. Die Innovationsagenda ist hier abrufbar. Eine Kurzfassung finden Sie hier.

Vier Zahlen zum Innovationsgeschehen in Deutschland

62
Symbolicon für Münzen

Milliarden Euro
investieren deutsche Unternehmen in interne Forschung und Entwicklung

157
Symbolicon für Geldscheine

Milliarden Euro
geben deutsche Unternehmen für neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse aus

2,99
Symbolicon für Tortendiagramm

Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts
fließt in Forschung und Entwicklung

100
Symbolicon für Unternehmen in Deutschland

Tausend Unternehmen in Deutschland
bringen kontinuierlich Innovationen auf den Markt

Technologieland Deutschland

Hightech made in Germany

Deutschland ist traditionell ein Land der Technik und Innovation. Hierzulande betreiben rund 33.000 Unternehmen kontinuierlich Forschung und Entwicklung, 100.000 Unternehmen bringen regelmäßig neue Produkte und Dienstleistungen auf den Weltmarkt.

Diese Unternehmen bilden die Basis für ein gutes Innovationsklima. Laut dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft investierten deutsche Unternehmen im Jahr 2014 einen Betrag von rund 62 Mrd. Euro in ihre Forschung und in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Die Innovationsausgaben bis zur Markteinführung belaufen sich auf ca. 145 Mrd. Euro.

Deutsche Unternehmen stellen weltweit stark nachgefragte Technologieprodukte her. Im Jahre 2014 exportierten sie forschungsintensive Waren im Wert von 675 Mrd. Euro, damit liegt Deutschland an zweiter Stelle weltweit - hinter China und noch vor den USA.

Am Standort Deutschland sind überdurchschnittlich viele sogenannte „Hidden Champions“ tätig. Das sind meist kleinere und mittlere Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Weltmarktführer sind. Ihre Erfolge beruhen auf einer langfristigen Firmenstrategie, einer hohen Eigenkapitalausstattung und einer hochqualifizierten Belegschaft.

Exzellente Forschungsinfrastruktur

Die Unternehmen können auf das Know-how zahlreicher international anerkannter Forschungseinrichtungen (wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz oder die Ressortforschungseinrichtungen) sowie Hoch- und Fachhochschulen zurückgreifen.

Dank der starken Marktstellung deutscher Unternehmen belegt Deutschland in den aktuellen Innovationsrankings stets eine führende Position, meist hinter der Schweiz und den skandinavischen Ländern, aber vor allen anderen wichtigen Wirtschaftsnationen. Asiatische Länder, wie insbesondere China und Südkorea, holen jedoch stark auf - so muss sich die deutsche Wirtschaft auch im Technologiesektor auf eine weltweit steigende Konkurrenz einstellen.

Politik für mehr Innovationskraft

Die Forschungs- und innovationspolitischen Maßnahmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sind eingebettet in die „Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland“, die alle Forschungs-, Technologie- und Innovationsmaßnahmen der Bundesregierung umfasst. Die Maßnahmen des BMWi zielen vor allem auf die Stärkung der Innovationskraft mittelständischer Unternehmen und Gründer.

Zum einen bietet das BMWi eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten für den innovativen Mittelstand. Mit der Initiative „Von der Idee zum Markterfolg“ haben wir die Programme neu strukturiert, gebündelt und übersichtlicher gestaltet. Die Maßnahmen adressieren die gesamte Innovationskette – von der kreativen Idee bis zur Umsetzung in neue Produkte und Dienstleistungen. Wichtig ist dabei vor allem der Technologietransfer von der Forschung in die Wirtschaft. Darüber hinaus fördert das BMWi spezifische Forschungs- und Technologievorhaben aller Unternehmen, meist in Kooperation mit Forschungseinrichtungen in verschiedenen Technologiebereichen wie zum Beispiel: Energie-, Informations- und Kommunikationstechnologien, maritime Wirtschaft, Mobilität sowie Luft- und Raumfahrt.

Daneben treibt das BMWi die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation voran. Hierzu gehören insbesondere

Innovationsförderung und Beratung

Forschung und Innovation in KMU fördern

Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes. Um diese zu steigern und Entwicklungspotentiale zu wecken, unterstützt das BMWi gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), indem es Forschung und Entwicklung sowie Innovationsberatung fördert und Kooperationen mit der Wissenschaft erleichtert.

Dass BMWi gewährt den KMU Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen, damit sie Forschungs- und Innovationsprojekte leichter finanzieren können. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen besonders gefördert, damit neue Erkenntnisse der Wissenschaft schnell in marktfähige Produkte umgewandelt werden können.

Marktnahe Forschungs- und Innovationsprojekte

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gewährt Zuschüsse für marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Das ERP-Innovationsprogramm gewährt zinsgünstige Darlehen für KMU und Angehörige der Freien Berufe. Auch hier ist das Ziel, Innovationen voranzutreiben und neue marktorientierte Ideen schnell in die Tat umzusetzen.

Vorwettbewerbliche Forschung

Um im internationalen Innovationswettlauf bestehen zu können, brauchen KMU Forschungseinrichtungen, deren Forschungs- und Entwicklungsarbeit sich an ihren Bedürfnissen orientiert und deren Ergebnisse schnell und effizient transferiert werden. Daher fördert das BMWi mit dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben. Ihre Ergebnisse kommen allen Unternehmen zu Gute. Anwendungsorientierte Forschungsvorhaben gemeinnütziger Forschungseinrichtungen in strukturell benachteiligten Regionen Deutschlands werden mit dem Programm INNO-KOM gefördert. Mehr erfahren.

Innovationsberatung für Unternehmen

Der Förderbereich Innovationsberatung hat das Ziel, die Innovationskompetenz von KMU zu erhöhen. Er umfasst die Beratung für ein effizientes Innovationsmanagement und die Beratung über Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission.

  • BMWi-Innovationsgutscheine (go-Inno)
    Mit den BMWi-Innovationsgutscheinen werden externe Beratungsleistungen in KMU der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks gefördert. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovation-beratung-foerderung.de, dem Online-Portal zum BMWi-Förderprogramm "go-Inno".
  • Nationale Kontaktstelle KMU
    Die nationale Kontaktstelle für kleinere und mittlere Unternehmen (NKS KMU) informiert und berät über die Fördermöglichkeiten der Europäischen Kommission, insb. zu den KMU-spezifischen Förderinstrumenten sowie zum Zugang zur Risikofinanzierung im Rahmen des europäischen Programms für Forschung und Innovation "Horizont 2020". Aktuelle Informationen erhalten Sie über den Newsletter der NKS KMU oder unter www.nks-kmu.de.
  • Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes
    Diese Beratungsstelle informiert über alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission sowie wichtige Ansprechpartner und aktuelle Förderschwerpunkte. Außerdem bietet die Förderberatung einen kostenlosen Lotsendienst für KMU.

Förderung von Netzwerken und Cluster

Viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten in regionalen oder thematischen Clustern und Netzwerken zusammen, um optimale Wertschöpfungsketten zu bilden und ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu steigern.

  • Das Internetportal Clusterplattform Deutschland der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung bietet einen umfassenden Überblick über die clusterpolitischen Maßnahmen des Bundes und der Länder sowie europäischer Initiativen. Es stellt kompakt und anschaulich die regionalen und nationalen Clusterinitiativen dar und bietet gleichzeitig ein Dialogforum für Clusterakteure und -forscher.
  • Das Programm "go-cluster" bietet verschiedene Serviceleistungen zur Unterstützung des Clustermanagements, fördert innovative Dienstleistungen und erhöht die Sichtbarkeit von Innovationsclustern.

Publikationen

Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung; Quelle: Getty Images/Erik Isakson

© Getty Images/Erik Isakson

Gründungen, Wachstum und Innovationen finanzieren

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Schlüsseltechnologien

Spitzentechnologien für Deutschland

Qualitativ hochwertige Forschung in den Schlüsseltechnologien am Standort Deutschland ist unverzichtbar, damit die deutsche Wirtschaft auch zukünftig ihre Spitzenposition im internationalen Wettbewerb halten kann.

Die Bundesregierung unterstützt daher in zahlreichen Technologiefeldern Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die meist als Kooperationsvorhaben zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Von Biotechnologie bis Raumfahrt: Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um mehr zu den einzelnen Schlüsseltechnologien zu erfahren.

Schlüsseltechnologien

Innovationen für morgen

Begeisterung für Technologien wecken und Nachwuchs fördern

Ohne wissenschaftliche Durchbrüche und Innovationen lassen sich die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit nicht meistern. Daher ist es gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungsträgern, das Wissen über neue Technologien vorurteilsfrei zu verbreiten, die Vorteile für das tägliche Leben herauszustellen und Interesse für technische Berufe zu wecken.

Fachkräfte – Akademiker und beruflich Qualifizierte - sichern Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung - und damit Wohlstand und Lebensqualität. Gerade im für Deutschland so wichtigen Ingenieurbereich und bei technischen Fachkräften können bereits jetzt viele Stellen nicht besetzt werden. Die Lücke könnte in den nächsten Jahren infolge der demografischen Entwicklung noch größer werden.

Unsere Ziele:

  • Wir wollen Begeisterung für die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufe wecken. Dazu müssen technische und naturwissenschaftliche Lehrinhalte vor allem in Schulen aber auch Hochschulen eine größere Rolle spielen. Diese Berufsfelder bieten, auch vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels, hervorragende Arbeits- und Karriereperspektiven.
  • Wir wollen bei Kindern und Jugendlichen Freude und Interesse im Umgang mit Technik wecken, damit mehr junge Menschen - vor allem auch Frauen - einen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Beruf wählen.
  • Wir wollen Schülerinnen und Schüler frühzeitig und altersgerecht mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen Inhalten vertraut machen. In den Technologielaboratorien einiger Forschungseinrichtungen im Verantwortungsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums (z.B. in den "School-Labs" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) können Jugendliche spielerisch mit Technik experimentieren.
  • Wir fördern ein positives Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, damit mehr Studierende den Schritt in die Selbständigkeit wagen und als innovative Unternehmerinnen und Unternehmer tätig werden.
Elektriker bei der Arbeit zum Thema Fachkräfte; Quelle: Getty Images/altrendo images

© Getty Images/altrendo images

Fachkräfte für Deutschland

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Patente und Normung

Geistiges Eigentum schützen und Innovationen durch Normen unterstützen

Knapp 32.000 Patentanmeldungen kamen 2015 aus Deutschland - so viele wie aus keinem anderen europäischen Land. Das BMWi will den Innovationsgeist befördern – und setzt sich für den Schutz des geistigen Eigentums ein. Die Normung kann die Verbreitung von innovativen Produkten und Verfahren beschleunigen.

Normen und Standards

Normen definieren in annähernd allen Lebensbereichen den Stand der Technik und die Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen. Sie ermöglichen Systemfähigkeit, sichern Qualität, schaffen Transparenz und schützen Verbraucher. Normen können zudem die Durchsetzung von Innovationen beschleunigen.

Die Bundesregierung formuliert ihre normungspolitischen Ziele im normungspolitischen Konzept (PDF: 102,9 KB). Normung ist vor allem eine internationale Aufgabe, die dem Abbau technischer Handelshemmnisse, der schnelleren Verbreitung von Innovationen sowie der Konkretisierung der technischen Gesetzgebung dient. Mehr erfahren.

Patente

Geistiges Eigentum muss wirksam geschützt werden - national und international. Dies ist für unsere technologieorientierte Wirtschaft ein zentrales und existenzielles Thema, damit sich Innovationen im Markt etablieren und behaupten können. Ohne wirksamen Schutz geistigen Eigentums kann eine globalisierte Weltwirtschaft nicht funktionieren. Die positiven Ansätze zur Verbesserung des Schutzes und der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums auf internationaler Ebene müssen daher fortgeführt und weiter entwickelt werden. Mehr erfahren.

HIGHtechLIGHTS

Qualitätsinfrastruktur

Forschen, messen, und akkreditieren

Deutschland hat innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und verbessert ständig die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Innovationsaktivitäten in der Wirtschaft: Nachweisbar sichere Produkte, eine effiziente Marktüberüberwachung und ein einheitliches Messwesen garantierten fairen Handel und sind wichtig für einen wettbewerbsfähigen Technologiestandort Deutschland.

Die Ressortforschungseinrichtungen des BMWi

Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) sorgt als nationales Metrologie-Institut Deutschlands für die Einheitlichkeit und Weitergabe der Maße und das „richtige“ Messen. Zum Beispiel wird die „gesetzliche“ Zeit mit Hilfe einer Gruppe von Atomuhren, die zu den genauesten der Welt gehören, festgelegt.

Die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) garantiert die Sicherheit und Zuverlässigkeit in Chemie-, Umwelt- und Materialtechnik. So werden z. B. Behälter für Gefahrguttransporte geprüft und Sicherheitsnormen hierfür erarbeitet. Eine weitere Aufgabe ist die Entwicklung und Bereitstellung von Referenzverfahren und –materialien, insbesondere für die analytische Chemie und die Prüftechnik.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) berät die Bundesregierung und die Wirtschaft in allen rohstoffwirtschaftlichen und geowissenschaftlichen Fragen. Mit dem Rohstoffmonitoring ihrer Deutschen Rohstoffagentur (DERA) stellt sie eine Informationsgrundlage für Wirtschaft und Politik zur Verfügung, z.B. für Zukunftstechnologien im Zusammenhang von erneuerbaren Energien.

Messwesen und Messverfahren

Ein hoch entwickeltes und zuverlässiges Messwesen ist die Grundlage für neue Technologien, für einen fairen Handel sowie für die Sicherung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Der gesetzliche Rahmen muss dabei Innovationen berücksichtigen und mit technischen Entwicklungen Schritt halten, (z. B. "intelligente" Messgeräte), gleichzeitig aber flexible Regelungen schaffen, um Verfahren wirtschaftlicher zu gestalten. Hierzu hat das BMWi das Mess- und Eichrecht reformiert. Mehr erfahren.

Konformitätsbewertung und Akkreditierung

Konformitätsbewertung und Akkreditierung sind wichtige Teile der Qualitätsinfrastruktur. Konformitätsbewertung ist die Prüfung und Bestätigung, dass Produkte oder Dienstleistungen die Anforderungen erfüllen, die in den EU-Vorschriften oder nationalen Gesetzen festgelegt sind. Weil Konformitätsbewertung in Europa i. d. R. privatrechtlich organisiert ist, schreibt der EU- bzw. nationale Gesetzgeber in vielen Fällen vor, dass die Kompetenz dieser Stellen durch eine (quasi-)staatliche Instanz bestätigt wird. In Deutschland erfolgt diese Kompetenzbestätigung durch die Akkreditierung der Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Mehr erfahren.

Innovative Beschaffung

Anreize für eine innovative öffentliche Beschaffung setzen

Die öffentliche Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen hat eine hohe Wirkung auf die Innovationstätigkeit in der Wirtschaft. Bund, Länder und Kommunen sowie die öffentlichen Unternehmen kaufen jedes Jahr Leistungen in Höhe von über 350 Mrd. Euro ein. Ein großer Teil dieses Volumens sind innovative und nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Systeme. Dies regt die Innovationstätigkeit in der Wirtschaft an.

Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung

Das vom BMWi geförderte „Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung (KOINNO)“ berät öffentliche Beschaffer darüber, wie sie ihre Einkaufsprozesse optimieren und wie sie verstärkt innovative Produkte erwerben können. Außerdem werden Beschaffungsstellen unterstützt, wenn sie Forschungs- und Entwicklungsaufträge initiieren für Produkte und Verfahren, die für den Erwerb der öffentlichen Hand entwickelt werden. Hierfür gibt es Fördermittel der Europäischen Kommission, an denen verstärkt auch deutsche Institutionen partizipieren sollen.

Das Kompetenzzentrum vergibt jährlich Preise für die Beschaffung von innovativen Produkten und für innovative Beschaffungsverfahren. Hierfür können sich alle Beschaffungsstellen in Deutschland bewerben. Die besten Bewerbungen werden auf dem Tag der öffentlichen Auftraggeber im BMWi prämiert. Auf diese Weise werden gute Beispiele präsentiert, von denen andere Beschaffer lernen können.

Weiterführende Informationen

  • 21.04.2017 - Pressemitteilung - Digitalisierung

    Pressemitteilung: Zypries: Sieben neue Digital Hubs ausgewählt

    Öffnet Einzelsicht
  • 18.04.2017 - Pressemitteilung - Innovationspolitik

    Pressemitteilung: Zypries legt Innovationsagenda vor: „Schneller und effizienter von der Idee zum Markterfolg“

    Öffnet Einzelsicht
  • 17.01.2017 - Pressemitteilung - Investitionsstrategie

    Pressemitteilung: Symposium Deutschlands Zukunft - Innovationsagenda #de2025: Bundeswirtschaftsminister Gabriel fordert Vorfahrt für Investitionen

    Video Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • Veranstaltung - Innovationsförderung

    Veranstaltung: Symposium "Deutschlands Zukunft - Innovationsagenda #de2025"

    17.01.2017
    Berlin

    Öffnet Einzelsicht
  • 12.12.2016 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Pressemitteilung: Gabriel gibt Startschuss für INVEST 2.0 - Programmverbesserungen bringen weitere Vorteile für Investoren und Start-ups

    Öffnet Einzelsicht
  • 08.12.2016 - Pressemitteilung - Innovationspolitik

    Pressemitteilung: Brigitte Zypries: "Innovationspolitik stärker über Technik hinaus denken"

    Öffnet Einzelsicht
  • 26.09.2016 - Pressemitteilung - Industriepolitik

    Pressemitteilung: Bundeswirtschaftsministerium startet Innovationsprogramm zur Diversifizierung der Verteidigungsindustrie

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.09.2016 - Pressemitteilung - Innovationspolitik

    Pressemitteilung: Gabriel: "Die Nanotechnologie ist ein wichtiger Wachstumstreiber der Zukunft."

    Öffnet Einzelsicht
  • 05.09.2016 - Meldung - Innovationsförderung

    BMWi startet Förderung des Großforschungsprojekts IMAGinE für "kooperatives Fahren in der Zukunft"

    Öffnet Einzelsicht
  • 26.09.2016 - Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Pressemitteilung: INNO-KOM - Innovationsförderprogramm wird auf strukturschwache Regionen in ganz Deutschland ausgeweitet

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.07.2016 - Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Pressemitteilung: Mehr Wagniskapital für Unternehmen - Bundeswirtschaftsministerium und Europäischer Investitionsfonds stocken Start-up-Finanzierung um eine Milliarde Euro auf

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.07.2016 - Gemeinsame Pressemitteilung - Industriepolitik

    Pressemitteilung: Wissenschaftsrat bestätigt exzellente Arbeit der BAM für die deutsche Wirtschaft

    Öffnet Einzelsicht
  • 15.03.2016 - Video - Innovationsförderung

    Video: Pressekonferenz zur Innovations- und Wachstumsfinanzierung (mit deutscher Übersetzung)

    Öffnet Einzelsicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Pipette und Reagenzgläser zum Thema Innovationspolitik; Quelle: Getty Images/Andrew Brookes

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