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Dossier - Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Einleitung

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine zentrale Säule der Energiewende. Unsere Energieversorgung soll klimaverträglicher werden und uns gleichzeitig unabhängiger vom Import fossiler Brenn-, Kraft- und Heizstoffe machen.

Solaranlage zum Thema Erneuerbare Energien; Quelle: iStock.com/nullplus

© iStock.com/nullplus

Die Stromversorgung in Deutschland wird Jahr für Jahr „grüner“ - der Beitrag der erneuerbaren Energien wächst beständig. Im Jahr 2016 haben die erneuerbaren Energiequellen bereits rund 30 Prozent zur Bruttostromerzeugung (insgesamt in Deutschland erzeugte Strommenge) beigetragen (siehe Infografik).

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2016 in TWh

Bruttostromerzeugung in Deutschland 2016 in TWh; Quelle: AG Energiebilanzen, Stand: Dezember 2016 Bild vergrößern

vorläufige Zahlen, z.T. geschätzt; ** regenerativer Anteil; Stand: Dezember 2016

© AG Energiebilanzen

Erneuerbare Energien sind die wichtigste Stromquelle in Deutschland

Die wachsende Bedeutung von erneuerbaren Energien im Strombereich ist wesentlich auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen. Seit der Einführung des EEG ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch (insgesamt in Deutschland verbrauchte elektrische Energie) von rund sechs Prozent im Jahr 2000 nach ersten vorläufigen Angaben auf 32,3 Prozent im Jahr 2016 gestiegen. Bis zum Jahr 2025 sollen 40 bis 45 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Die Energieträger der Energiewende

Wind- und Sonnenenergie sind die wichtigsten erneuerbaren Energieträger. Daneben leisten Biomasse und Wasserkraft einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.

  • Sonnenenergie In Photovoltaikanlagen wandeln Solarzellen die Sonnenstrahlen direkt in Strom um. Die Erzeugung von Solarstrom war vor einigen Jahren noch eine der teuersten erneuerbare Energien. Aufgrund der technologischen Entwicklung und der damit verbundenen Kostensenkungen gehören neue Solaranlagen heute zu den günstigsten Erneuerbare-Energien-Technologien. Und dabei ist die technologische Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen, so dass weitere Kostensenkungen zu erwarten sind. Mehr als 1,5 Millionen Photovoltaikanlagen stellten Ende 2015 mit 40 Gigawatt Leistung den zweitgrößten Anteil der Stromerzeugungssysteme in Deutschland, gefolgt von rund 26.000 Windenergieanlagen mit rund 45 Gigawatt Leistung.
  • Windenergie spielt eine tragende Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie hat mittlerweile einen Anteil von rund 12 Prozent an der deutschen Stromerzeugung. Neben dem weiteren Ausbau an geeigneten Landstandorten und dem Ersatz alter, kleinerer Anlagen durch moderne und leistungsstärkere Anlagen - dem sog. „Repowering“ - kommt dem Ausbau der Windenergie auf See (Offshore-Windenergie) eine wachsende Bedeutung zu. Ende 2016 waren in Deutschland rund 4.108 Megawatt (MW) Offshore-Windleistung am Netz. Bis zum Jahr 2030 soll nach den Plänen der Bundesregierung eine Leistung von 15.000 MW am Netz sein.
  • Biomasse wird in fester, flüssiger und gasförmiger Form zur Strom- und Wärmeerzeugung und zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt. Fast 60 Prozent der gesamten Endenergie aus erneuerbaren Energiequellen wurde 2015 durch die verschiedenen energetisch genutzten Biomassen bereitgestellt.
Solaranlage und Windräder zum Informationsportal Erneuerbare Energien; Quelle: BMWi/Holger Vonderlind

© BMWi/Holger Vonderlind

Informationsportal Erneuerbare Energien

Zur Website

Vier Zahlen zu erneuerbaren Energien

29,5
Symbolicon für Grüner Strom

Prozent Anteil
der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung in Deutschland 2016

32,3
Symbolicon für Sonne

Prozent Anteil
der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland 2016

12,3
Symbolicon für Windräder

Prozent Anteil
der Windkraft an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2016

6,58
Symbolicon für Geld

ct/kWh: Durchschnittlicher Zuschlagswert
in der ersten Ausschreibungsrunde für PV-Freiflächenanlagen nach dem EEG 2017 (zum Vergleich: erste Ausschreibungsrunde der Pilotrunde durchschnittlicher Zuschlagswert 9,17 ct/kWh)

EEG 2014

Die richtigen Weichen gestellt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Jahr 2000 in Kraft getreten ist, ist der Motor für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Mit der Reform des EEG im Jahr 2014 folgte ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energiewende.

Das EEG hat die Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien geschaffen und sie zu einer der tragenden Säulen der deutschen Stromversorgung werden lassen. Im Jahr 2000 waren es nur rund sechs Prozent. Ziel des EEG war es, den jungen Technologien wie Wind- und Sonnenenergie durch feste Vergütungen und garantierte Abnahme des Stroms den Markteintritt zu ermöglichen.

Mit der Reform des EEG im Jahr 2014

  • wurde ein verbindlicher Ausbaukorridor festgelegt
  • wurden die Kosten stark reduziert durch Konzentration auf die kostengünstigen Technologien Windkraft und Photovoltaik
  • wurde festgelegt, dass neue große Anlagen den produzierten Strom eigenverantwortlich vermarkten müssen (bessere Integration in den Strommarkt)
  • wurde der rapide Anstieg der Strompreise gestoppt

Der Strompreis ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor für energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen. Für sie gibt es die Besondere Ausgleichsregelung, die unter bestimmten Voraussetzungen vorsieht, dass nur eine reduzierte EEG-Umlage zu zahlen ist. Zudem sieht das EEG auch für Eigenversorger und Eigenerzeuger unter bestimmten Voraussetzungen gewisse Privilegien vor. Hier erfahren Sie mehr zur Besonderen Ausgleichsregelung und zur Eigenversorgung.

Ausschreibungen getestet

Mit dem EEG 2014 wurde die Einführung von wettbewerblichen Ausschreibungen vorbereitet. Es fanden insgesamt sechs Pilotausschreibungen für große PV-Freiflächenanlagen statt. Der durchschnittliche Zuschlagwert ist von 9,17 ct/kWh im April 2015 auf 6,90 ct/kWh im Dezember 2016 gesunken. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Mehr zum EEG erfahren Sie hier.

Aktuelle Publikationen zu erneuerbaren Energien

Offshore-Windpark zum Thema Energiewende; Quelle: ABB

© ABB

Die nächste Phase der Energiewende kann beginnen

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EEG 2017

Wettbewerbliche Vergütung der erneuerbaren Energien

Das EEG 2017 läutet die nächste Phase der Energiewende ein: Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird nicht wie bisher staatlich festgelegt, sondern grundsätzlich durch Ausschreibungen am Markt ermittelt - ein Paradigmenwechsel bei der Förderung der erneuerbaren Energien.

Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien ist und bleibt eine tragende Säule der Energiewende. Der Anteil erneuerbarer Energien soll von derzeit rund 32 Prozent auf 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025 und auf 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 steigen. Mehr Wettbewerb, ein kontinuierlicher Ausbau mit effektiver Steuerung, Begrenzung der Kosten, Akteursvielfalt und Verzahnung mit dem Netzausbau sind die Koordinaten für die nächste Phase der Energiewende.

Wettbewerbliche Ausschreibungen steuern den Ausbau und begrenzen die Kosten

Das EEG 2017 ist das zentrale Instrument, um eine effektive jährliche Mengensteuerung zu erreichen und die erneuerbaren Energien stärker an den Markt heranzuführen. Seit dem 1. Januar 2017 wird die Höhe der EEG-Vergütungen durch Ausschreibungen am Markt bestimmt. Die Kernpunkte der EEG-Novelle finden Sie in dieser Präsentation (PDF: 552 KB). Die erste Ausschreibung nach den neuen Regelungen des EEG 2017 für Solaranlagen fand bereits statt und hat gezeigt, dass der durchschnittliche Zuschlagswert seit der letzten Ausschreibungsrunde erneut gesunken ist.

Bis zum 3. April 2017 können Gebote für Windenergieanlagen auf See abgegeben werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Akteursvielfalt bleibt erhalten

Mit einem Bündel an Maßnahmen wird dafür Sorge getragen, dass mit dem EEG 2017 auch die Akteursvielfalt erhalten bleibt. So wurden möglichst einfache Ausschreibungsmodelle eingeführt und die Bedingungen für Bürgerenergiegesellschaften bei der Ausschreibung von Wind an Land erleichtert. Darüber hinaus sind kleine Anlagen bis 750 kW von den Ausschreibungen von vornherein ausgenommen.

Ausbau der Erneuerbaren und Netzausbau besser verzahnen

Bund und Länder halten an den bestehenden Netzausbauplänen fest. Dennoch ist hier noch mehr Tempo gefragt. Für eine Übergangszeit wird es aber in einigen Regionen in Deutschland Engpässe im Übertragungsnetz geben - vor allem in Norddeutschland. Es ist jedoch wichtig, dass die produzierte Energie auch transportiert werden kann und bei den Verbrauchern ankommt. Daher wird der Windenergieausbau an Land übergangsweise dort lokal entsprechend angepasst, wo sich verstärkt Netzengpässe zeigen. Mehr zum Thema Netzausbau erfahren Sie hier.

Mehr zum EEG 2017 erfahren Sie hier.

Infografiken zu erneuerbaren Energien

Erneuerbare aus dem EU-Ausland

Grenzüberschreitende EE-Ausschreibungen für EU-Staaten

Mit dem EEG 2017 wird die Energiewende grenzüberschreitend verankert: Ausschreibungen zur Förderung erneuerbarer Energien sollen im Umfang von fünf Prozent der jährlich zu installierenden Leistung für die Teilnahme von Anlagen mit Standort in anderen Mitgliedstaaten geöffnet werden (250 Megawatt pro Jahr). Die grenzüberschreitenden Ausschreibungen treten ergänzend neben die nationalen Ausschreibungen, welche nur Anlagen mit Standort in Deutschland offen stehen.

Im Jahr 2016 wurden im Rahmen einer Pilot-Kooperation über die gegenseitige Öffnung von Ausschreibungen für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit Dänemark erste Erfahrungen gesammelt. An den von der Bundesnetzagentur und der dänischen Energieagentur durchgeführten Ausschreibungen konnten sich Anlagen mit Standort in Deutschland und in Dänemark beteiligen. Es handelte sich um die europaweit ersten grenzüberschreitenden Ausschreibungen.

Aufbauend auf diesen Erfahrungen sind weitere grenzüberschreitende Ausschreibungen geplant. Zudem soll die anteilige Öffnung auf die Möglichkeit der Kooperation im Bereich Windenergie an Land erweitert werden.

Hier mehr erfahren.

Verteilernetz symbolisiert Strommarkt der Zukunft; Quelle: Getty Images/Hans-Peter Merten/The Image Bank

© Getty Images/Hans-Peter Merten/The Image Bank

Strommarkt der Zukunft

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Erneuerbare Wärme und Verkehr

Beim Heizen auf Erneuerbare setzen

Mehr als die Hälfte unserer Energie wenden wir für die Wärme- und Kälteerzeugung auf. Daher ist der Ausbau erneuerbarer Energien auch im Wärmemarkt von zentraler Bedeutung für die Energiewende insgesamt.

Erneuerbare Energien werden auch im Wärmemarkt immer wichtiger: Von 2000 bis 2015 hat sich ihr Anteil am Wärmeverbrauch in Deutschland von 4,4 Prozent auf 13,3 Prozent verdreifacht.

Im Wärmemarkt wird der Einsatz erneuerbarer Energien durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) geregelt. Es sieht vor, dass Bauherren bei Neubauten Wärme anteilig aus erneuerbaren Energien gewinnen, bestimmte Ersatzmaßnahmen wie beispielsweise zusätzliche Dämmmaßnahmen durchführen oder Kraft-Wärme-Kopplung bzw. Fernwärme nutzen.

Ergänzend zum EEWärmeG fördert die Bundesregierung mit Hilfe des Marktanreizprogramms (MAP) den Einsatz erneuerbarer Energien, um deren Anteil an der Wärmeversorgung zu erhöhen. Hauptsächlich für den Gebäudebestand wird der Einsatz von Erneuerbare-Technologien im Wärmemarkt gefördert - beispielsweise Solarthermie-Anlagen, Holzpellet-Heizungen und effiziente Wärmepumpen.

Erneuerbare im Verkehr

Im Verkehrssektor leisten vor allem Biokraftstoffe wie Bioethanol, Biodiesel oder Biogas seit einigen Jahren einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energieversorgung. Im Jahr 2015 stellten die erneuerbaren Energien 5,3 Prozent des Kraftstoffverbrauchs in Deutschland. Gemeint sind damit zurzeit fast ausschließlich Biokraftstoffe für Autos, Lastwagen, Züge, Schiffe und Flugzeuge. Aber erneuerbare Energien werden auch Schritt für Schritt wichtiger, um mehr Elektroautos anzutreiben. Die Elektromobilität steht für CO2 armes Fahren und verbindet die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind mit dem Verkehrssektor.

Ausführliche Informationen finden Sie auf dem Informationsportal "Erneuerbare Energien" und "Deutschland macht's effizient".

Ein eingerüstetes Gebäude symbolisiert Energiewende im Gebäudebereich; Quelle: istockphoto.com/OGphoto

© istockphoto.com/OGphoto

Gebäude energieeffizienter machen

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Exportinitiative Energie

Auf in neue Märkte!

Die Exportinitiative Energie unterstützt kleine und mittlere deutsche Unternehmen der Energiebranche bei der Erschließung von Auslandsmärkten.

Angesprochen sind Unternehmen, die Energielösungen im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze oder Speicher anbieten. Auch neue Technologien wie Power to Gas oder Brennstoffzellen rücken in den Fokus. Nutzen Sie das Angebot der Exportinitiative für sich und ihren Export! Wertvolle Informationen zum breiten Angebotsspektrum der Initiative sowie einen Veranstaltungskalender finden Sie auf dem Informationsportal der Exportinitiative.

Weiterführende Informationen

  • 24.01.2017 - Video - Energiewende

    Video: Bundesminister Gabriel bei der Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft 2017

    Öffnet Einzelsicht
  • 13.01.2017 - Pressemitteilung - Erneuerbare Energien

    Pressemitteilung: Staatssekretär Baake reist zur IRENA-Versammlung nach Abu Dhabi

    Öffnet Einzelsicht
  • 30.12.2016 - Pressemitteilung - Energiewende

    Pressemitteilung: Neuregelungen im Bereich Energie zum 1. Januar 2017

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.12.2016 - Pressemitteilung - EEG-Reform

    Pressemitteilung: Brüssel genehmigt EEG 2017 und Netzreserve

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.12.2016 - Pressemitteilung - Konventionelle Energieträger

    Pressemitteilung: Bundesrat hat zentralen Energievorhaben zugestimmt: Langfristige Finanzierung der nuklearen Entsorgung und Regelungen zur Kraft-Wärme-Kopplung und zur Eigenversorgung

    Öffnet Einzelsicht
  • 15.12.2016 - Meldung - Energiewende

    Expertenkommission übergibt Stellungnahme zum Monitoring-Bericht "Energie der Zukunft"

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.12.2016 - Pressemitteilung - Energiewende

    Pressemitteilung: Gabriel: "Energiewende weiter auf Zielkurs"

    Öffnet Einzelsicht
  • 16.11.2016 - Pressemitteilung - Energiewende

    Pressemitteilung: Staatssekretär Rainer Baake wirbt auf UN-Klimakonferenz in Marrakesch für globale Energiewende

    Öffnet Einzelsicht

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Solaranlage zum Thema Erneuerbare Energien; Quelle: iStock.com/nullplus

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