Luftbild einer Ortschaft; Quelle: iStock.com/cinoby

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Die GRW wird regelmäßig von externen Gutachtern evaluiert.

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums führten Prognos AG und InWIS an der Ruhr-Universität Bochum die Studie "Lehren aus dem Strukturwandel im Ruhrgebiet für die Regionalpolitik" (Stand: September 2015) durch.

Ein früheres Gutachten der TU Dortmund (September 2010) untersucht für den Zeitraum 1999 bis 2008 die Effekte der einzelbetrieblichen Förderung - etwa 70 Prozent des Gesamtbudgets der GRW wird in diesem Bereich gebunden - auf Beschäftigung und Einkommen. Beide Indikatoren sind zentral für die wirtschaftliche Perspektive strukturschwacher Regionen.

Die Gutachter belegen eindeutig die positiven Effekte der Investitionsförderung in den strukturschwachen Regionen. Demzufolge hilft die Förderung dabei, wettbewerbsfähige Strukturen aufzubauen, ist Auslöser zusätzlicher Wachstumsimpulse und trägt somit zum Abbau regionaler Disparitäten in Deutschland bei. Damit unterstützt die GRW die übergeordnete Maxime des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, über die Schaffung verlässlicher und nachhaltiger Rahmenbedingungen in allen Regionen einen marktorientierten Strukturwandel zu ermöglichen und positive Wachstumskräfte freizusetzen.

Gefördert wurden vor allem kleine Betriebe mit weniger als 10 Beschäftigten. Zudem konzentriert sich die Förderung auf forschungsintensive Branchen und auf Unternehmen, in denen überproportional viele Hochqualifizierte beschäftigt sind. Damit werden zentrale Treiber regionalen Wachstums zielgenau erreicht.

Nach der Förderung entwickelten sich die Betriebe durchweg positiv, mit einem durchschnittlichen Beschäftigungszuwachs von 4,6 Prozent pro Jahr und einem durchschnittlichen Lohnzuwachs von 6,0 Prozent pro Jahr. Sie heben sich damit deutlich ab von der Entwicklung vergleichbarer nicht geförderter Betriebe in der Region, die im Durchschnitt Einkommens- und Beschäftigungseinbußen verzeichneten. Die stärkste Dynamik zeigen Betriebe in den neuen Ländern. Dies verdeutlicht, wie wichtig die Investitionsförderung im Rahmen der GRW gerade für das Wachstum in Ostdeutschland ist. Zudem zeigt sich: den postulierten Gegensatz zwischen Ausgleichs- und Wachstumspolitik gibt es nicht.

Das Gutachten der TU Dortmund können Sie hier herunter laden.

Auf dem methodischen Ansatz des Gutachtens aus dem Jahre 2010 beruht auch eine im Januar 2013 erstellte Folgestudie der TU Dortmund. Sie untersucht die Bedeutung und Wirksamkeit der Förderung größerer Unternehmen durch die GRW. Die strategische Fokussierung der GRW-Förderung auf überregional tätige Betriebe hat zur Folge, dass größere Unternehmen auch ein wesentlicher Teil der Förderadressaten sind. Die Wirksamkeit der Förderung von großen Unternehmen über die GRW wird durch diese Studie belegt. In den geförderten Betrieben ist die Zahl der Arbeitsplätze nach ihrer Förderung vom Jahr 1999 bis 2008 jährlich um +3,3 Prozent pro Jahr gewachsen. Gemessen an der Referenzsituation ergibt sich daraus im Durchschnitt über alle Betriebe ein statistisch signifikanter Fördereffekt von 9,0 Prozentpunkten.

Parallel zu den Aktivitäten im Bereich der gewerblichen Investitionsförderung ist für die Infrastrukturförderung der Aufbau eines verbesserten Monitoringsystems und die Weiterentwicklung der Erfolgskontrolle geplant. Ein entsprechendes Methodengutachten, erstellt von der Prognos AG und der TU Dortmund, finden Sie hier.