Kontinuierliche Forschung und Entwicklung in Schiffbau, Schifffahrt und Meerestechnik sind Voraussetzung für eine funktionierende Weltwirtschaft und sichern Deutschland eine internationale Spitzenposition. Mit dem Forschungsprogramm "Maritime Technologien der nächsten Generation" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ein zentrales Förderinstrument zur Entwicklung neuer Technologien in der maritimen Branche geschaffen. Es greift die bisher erfolgreichen Schwerpunkte des vorherigen Programms "Schifffahrt und Meerestechnik für das 21. Jahrhundert" auf und entwickelt sie weiter. Das Forschungsprogramm läuft bis zum 31. Dezember 2017 und verfügt über ein jährliches Förderbudget von rund 32 Millionen Euro.

Zu den Programmschwerpunkten gehört neben der Erhöhung von Sicherheit und Zuverlässigkeit auch die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Schiffbau. Die angestrebte Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei der Produktion maritimer Systeme erfordert neuartige Produktionstechnik sowie einen stärkeren Fokus auf Organisation und Vernetzung. In der See- und Binnenschifffahrt werden innovative Technologien für mehr Sicherheit und Effizienz im umweltfreundlichen Schiffsbetrieb benötigt. Die Themen Energie- und Rohstoff-Ressourcen aus dem Meer bei gleichzeitiger Erhöhung der Sicherheit werden erheblich an Bedeutung gewinnen. Das Programm unterstützt beispielsweise die Entwicklung intelligenter Systeme für die Meerestechnik in einem neuen Schwerpunkt, um die maritime Wirtschaft besser auf den Markt vorzubereiten.

Das Programm trägt dazu bei, deutschen Unternehmen die Entwicklung und den Einsatz von Hightech zu erleichtern, die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt zu verbessern und Arbeitsplätze zu sichern. Es unterteilt sich in die vier Forschungsschwerpunkte:

Sicherheit und Zuverlässigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Energieeffizienz, sichere Energie- und Rohstoffgewinnung aus dem Meer sowie Wirtschaftlichkeit und Produktivität bestimmen dabei die künftigen technologischen Herausforderungen.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (Werften, Zulieferer, Ingenieurbüros, Dienstleistungseinrichtungen) sowie Hochschulen, Fachhochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Förderung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse. Bei Antragstellung durch Unternehmen beträgt die Eigenbeteiligung in der Regel mindestens 50 Prozent.