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Förderart:Darlehen
Förderbereich:Existenzgründung und -festigung; Finanzierung von Kleinunternehmen
Fördergebiet:Bund
Förderberechtigte:Existenzgründer/in; Kleinunternehmen, die von Banken keine Kredite erhalten
Ansprechpartner:Mikrofinanzinstitute

Ziel und Gegenstand

Mit dem Mikrokreditfonds Deutschland hat die Bundesregierung ein flächendeckendes System zu Vergabe von Mikrokrediten in Deutschland etabliert, um dem Finanzierungsbedarf von Kleinunternehmen zu begegnen, die sonst keinen Zugang zu Kreditfinanzierungen haben.

Antragsberechtigte

Zielgruppen sind kleine und junge Unternehmen, Gründerinnen und Gründer sowie Personen mit Migrationshintergrund oder kreative Selbständige.

Voraussetzungen

In der Regel muss ein Fremdkapitalbedarf gegeben sein, der mit eigenen Mitteln nicht gedeckt werden kann. Antragsteller sollten eine überzeugende Geschäftsidee vermitteln und ein tragfähiges Unternehmenskonzept besitzen. Eine unternehmerische Verwendung des Darlehns ist zwingend vorgeschrieben.

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Darlehens. Die Kredithöhe beträgt von 1.000 Euro bis zu 20.000 Euro bei einer Laufzeit von bis zu vier Jahren. Der erste Kredit darf höchstens die Summe von 10.000 Euro haben. Es wird ein markgerechter Zinssatz von 9,9 Prozent verlangt.

Antragsverfahren und Finanzierung

Anfragen sind ausschließlich an ein Mikrofinanzinstitut zu richten. Dieses ist vom Anfang bis zur Rückzahlung des Kredits Ansprechpartner des Kreditnehmers. Die Kreditvergabe erfolgt über die GRENKE Bank AG in Zusammenarbeit mit den akkreditierten Mikrofinanzinstituten (MFI).

Die Anschriften der Mikrofinanzinstitute können im Internet abgerufen werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.mein-mikrokredit.de.

Aufbau und Umsetzung des Mikrokreditfonds

Der Mikrokreditfonds Deutschland wurde in der Förderperiode des Europäischen Sozialfonds (ESF) 2007-2013 mit Mitteln des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und des ESF aufgebaut. Das Garantievolumen von 100 Millionen Euro wurde durch mehr als 18.000 Kleinkredite bis Ende 2014 vollständig ausgeschöpft.

Seit Mai 2015 wird der Fonds mit den rückfließenden Mitteln als nationales Programm fortgesetzt. Im Verwaltungsrat bestimmt das BMAS gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Geschäftspolitik des Fonds. Die NBank verwaltet die Mittel treuhänderisch für den Bund, die GRENKE Bank AG ist als kreditgebende Bank für die Prüfung der Kreditanträge und Kreditvergabe zuständig.