Logo Hightech-Gründerfonds

Innovative und technologieorientierte Gründungen sind in der Regel sehr viel komplexer und kapitalintensiver als normale Gründungen und gehen mit besonders hohen Markt-, Management- und technischen Risiken einher. Start-ups sind daher häufig Finanzierungsschwierigkeiten ausgesetzt, denn die wenigsten Hightech-Gründer verfügen selbst über ausreichendes Startkapital. Der 2005 gegründete High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert Risikokapital Hightech-Start-ups und leistet damit einen Beitrag zur Schließung der in diesem Frühphasensegment bestehenden Finanzierungslücke.

Der High-Tech Gründerfonds ist Bestandteil der "Hightech-Strategie" sowie der BMWi-Initiative "Gründerland Deutschland".  

Unterstützung mit finanziellen Mitteln und unternehmerischem Know-how

Der HTGF ist heute Deutschlands aktivster und größter Frühphaseninvestor und richtet sich an junge, innovative Hightech-Start-ups aller Branchen. Investiert wird in Start-ups, die nicht älter als drei Jahre alt sind und in die zuvor nicht mehr als 500.000 Euro Eigenkapital, stille Beteiligung oder Wandeldarlehen geflossen ist.

Die Finanzierungskonditionen des High-Tech Gründerfonds sind flexibel und passgenau auf das Start-up ausgerichtet. Der Fonds investiert entweder allein oder mit Partnern mittels Wandeldarlehen oder über den Kauf von Unternehmensanteilen. Im ersten Fall stellt der HTGF dem Hightech-Start-up bis zu 600.000 Euro in einer Kombination von Eigenkapital und Wandeldarlehen zur Verfügung und erwirbt dafür 15 Prozent der Unternehmensanteile. Ein Eigenanteil ist nicht notwendig, aber erwünscht. Insgesamt stehen bis zu drei Millionen Euro Eigenkapital pro Unternehmen zur Verfügung.

Daneben unterstützt der High-Tech Gründerfonds die Start-ups mit seinem Team und einem umfangreichen Netzwerk, bestehend aus Investoren, Experten, erfahrenen Managern, Mehrfachgründern sowie Scouts. Der High-Tech Gründerfonds steht darüber hinaus mit praktisch allen relevanten Investoren aus der Wagniskapitalszene (Venture Capital, vermögende Business Angels) in Verbindung, um so Anschlussfinanzierungen für das zukünftige Wachstum seiner Unternehmen zu ermöglichen. Über sein Netzwerk in die deutsche Industrie und Wirtschaft hinein (insbesondere die am High-Tech Gründerfonds beteiligten Investoren) vermittelt er Kooperationen, Aufträge und Finanzierungen. 

Die Investoren des High-Tech Gründerfonds

Der erste High-Tech Gründerfonds wurde 2005 als Public-Private-Partnership des BMWi, der KfW Bankengruppe sowie sechs Industrieunternehmen aufgelegt und mit insgesamt 272 Millionen Euro ausgestattet. Der Bund hat dabei Haushaltsmittel von insgesamt 240 Millionen Euro eingebracht.

Nach Auslaufen der Investitionsphase des HTGF I im Herbst 2011 wurde mit dem HTGF II ein ähnlich ausgestalteter Anschlussfonds mit einem Volumen von 304 Millionen Euro. Hauptinvestor blieb der Bund mit 220 Millionen Euro, gefolgt von der KfW Bankengruppe mit 40 Millionen Euro. Das Markenzeichen des HTGF, die öffentlich-private Partnerschaft, wurde noch ausgeweitet. Mit 18 Unternehmen sind dreimal so viele Industrieinvestoren beteiligt wie beim ersten Fonds. Die Evaluation der High-Tech-Gründerfonds I und II hat gezeigt, dass der Fonds den Markt für erste Wagniskapitalfinanzierungen mit mittlerweile rund 470 Investments nachhaltig belebt hat. Insgesamt konnte über 1 Milliarde Euro überwiegend privates Kapital für Anschlussfinanzierungen mobilisiert werden.

Am 6. Juni 2016 hat Staatssekretär Matthias Machnig den Startschuss für den HTGF III gegeben. Mit dem dritten Fonds soll der HTGF auch weiterhin aktivster Investor in Europa bleiben. Der HTGF III hat im September 2017 sein operatives Geschäft mit einem Zielvolumen von rund 300 Millionen Euro und 28 Wirtschaftsinvestoren begonnen. Der private Anteil bei dieser Public-Private-Partnership soll mit bis zu 30 Wirtschaftsunternehmen ausgebaut werden.