Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" berät die Bundesministerin oder den Bundesminister für Wirtschaft und Energie aus erster Hand zu aktuellen Fragen der Informations- und Kommunikationswirtschaft. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung und die Potenziale der jungen digitalen Wirtschaft und neuer digitaler Technologien in Deutschland. Mit Blick auf die Dynamik der digitalen Wirtschaft ist der Beirat flexibel und offen ausgestaltet. Das Ziel: Ein direkter und praxisbezogener Dialog der jungen deutschen Digital- und Gründerszene mit der Politik.

Die Informations- und Kommunikationswirtschaft ist eine zentrale Zukunftsbranche für Deutschland. Die großen Innovationen in der digitalen Wirtschaft gehen weltweit von neu gegründeten, schnell wachsenden IT-Unternehmen aus. Auch in Deutschland ist eine lebendige Start-up-Szene mit großem Potenzial entstanden. Sie schafft hoch qualifizierte und zukunftsweisende Arbeitsplätze und ist Innovationstreiber für weite Teile der deutschen Wirtschaft. Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" bringt in thematischen Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen seine praxisnahe Expertise ein, um zukunftssichere Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft in Deutschland und Europa zu gestalten.

Aktuelle Themen im Blickpunkt

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" nimmt aktuell relevante Themen in den Blick und erarbeitet Stellungnahmen hierzu.

  • E-Health/Digital Health
    E-Health oder Digital Health stellt die evolutionäre Verschmelzung medizinischen Wissens mit IT-Lösungen zum Erhalt und der Verbesserung menschlicher Gesundheit dar. Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) fordert im Zuge des Digital-Gipfels 2017 mit seinem Positionspapier vom 13. Juni 2017 den Aufbau adäquater Förderprogramme und Zertifizierungsverfahren, welche insbesondere die Bedürfnisse von innovativen E-Health-Startups adressiert.
    Positionspapier des Beirats (PDF, 557KB).
  • Digitale Bildung
    Digitale Bildung ist die Grundlage für das digitale Zeitalter! Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) fordert deswegen in seiner Stellungnahme vom 14. November 2016 eine stärkere Vermittlung von digitalen Kompetenzen in Schulen und Hochschulen.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 404 KB).
  • Zuwanderung
    Der Beirat für Junge Digitale Wirtschaft fordert als ein Ergebnis seiner Sitzung am 29. September 2015 in Berlin, die wachsende Anzahl an Flüchtlingen als Chance insbesondere für die digitale Wirtschaft zu sehen.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 100 KB).
  • EU-Binnenmarkt
    In ihrem Themenpapier vom 29. September schlägt der Beirat konkrete Maßnahmen vor, um die digitale Souveränität des Mittelstands in einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt zu stärken.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 100 KB).
  • Netzneutralität
    Mit seiner Stellungnahme vom 2. November 2015 setzt sich der Beirat für die Beibehaltung der Netzneutralität ein - insbesondere damit Online-Start-ups kein technischer, zugangsbedingter oder finanzieller Wettbewerbsnachteil beim Erbringen von digitalen Geschäftsmodellen entsteht.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 224 KB).

Zentrale Meilensteine

  • Am 6. September 2017 hat der Beirat Junge Digitale Wirtschaft ein Empfehlungspapier für die 19. Legislaturperiode an die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, überreicht. Darin schlagen die Beiratsmitglieder Verbesserungen der allgemeinen Rahmenbedingungen für junge Startups der Digitalen Wirtschaft vor.
  • Am 13. Dezember 2016 haben der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) und der französische "Nationalrat für Digitales" (Conseil national du numérique, CNNum) ihr Maßnahmenpapier "Digitalisierung ist eine Grundfrage für Europa!" (PDF: 344 KB) an den ehemaligen Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und seinen französischen Amtskollegen Michel Sapin in Berlin im Rahmen der zweiten deutsch-französischen Digitalkonferenz übergeben. Der Maßnahmenkatalog enthält sechs konkrete Vorschläge für den gemeinsamen digitalen Binnenmarkt in Europa zu den Themen europäische Standards für Datensicherheit, einheitliche Regelungen zur Datennutzung, Unterstützung der Internationalisierung von Start-ups, Aufbau europäischer Hubs für Industrie 4.0 und Internet of Things, Forschung und Förderung zum Bereich Künstliche Intelligenz sowie Harmonisierung der europäischen Steuersysteme für Digitalunternehmen.
  • Am 5. März 2014 trat der Beirat zur ersten Sitzung in dieser Legislaturperiode zusammen. Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Gabriel betonte in der Beiratssitzung, dass es ihm ein großes Anliegen sei, die Wachstumsbedingungen für junge Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer weiter zu verbessern - das sei entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft.
  • Am 20. Januar 2015 hat Staatssekretär Matthias Machnig in Berlin den "Nationalen Aktionsplan Junge Digitale Wirtschaft: Start-ups stärken - Digitale Zukunft sichern" (PDF: 567 KB) mit zehn prioritären Handlungsempfehlungen zur Stärkung der IKT-Start-ups entgegengenommen. Der Aktionsplan bietet wichtige Impulse für die Zusammenarbeit des Beirats mit dem BMWi.
  • Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" (BJDW) startete am 15. September 2014 seine deutschlandweite Kampagne, die weibliche Unternehmerinnen sichtbar und potentiellen Gründerinnen Mut machen soll.
  • Am 27. Oktober 2015 haben die damaligen Wirtschaftsminister Deutschlands und Frankreichs, Sigmar Gabriel und Emmanuel Macron, auf der französisch-deutschen Konferenz zur Digitalen Wirtschaft den Aktionsplan für Innovation (API) "Digitale Innovation und Digitale Transformation in Europa" (PDF: 471 KB) entgegengenommen. Er wurde vom Beirat gemeinsam mit dem französischen "Nationalrat für Digitales" (Conseil national du numérique, CNNum) entworfen. Enthalten sind 15 Vorschläge zur Stärkung einer international wettbewerbsfähigen europäischen Digitalwirtschaft. Zentrale Themen sind die Ausbildung und Förderung von digitalen Kompetenzen, der Aufbau eines europäischen Ökosystems für digitale Start-ups, die Finanzierung von digitalen Innnovationen, die Etablierung eines Digitalen Binnenmarktes und die digitale Transformation der europäischen Wirtschaft.

Zusammensetzung des Beirats: Von der Digitalgründerin bis zum Investor

Die Mitglieder des Beirats (PDF: 186 KB) sind Gründerinnen und Gründer und junge IT-Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Start-up-Szene, Vertreterinnen und Vertreter etablierter IKT-Unternehmen sowie Investoren. Sie verfügen über besondere Sachkunde und Erfahrungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie und haben sich bereits mehrfach als Experten mit profunden Erfahrungen und Kenntnissen in der Start-up-Szene profiliert. Die Mitgliedschaft im Beirat ist ein persönliches Ehrenamt, das keine Vertretung zulässt.

Vorsitzender des Beirats des Beirats ist Prof. Dr. Tobias Kollmann, Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. Der Beiratsvorsitzende nimmt eine wichtige Mittlerrolle zwischen Politik und der digitalen Wirtschaft in Deutschland ein.

Kampagne: Gründerinnen Mut machen

Bei Unternehmensgründungen in Deutschland zeigt sich vor allem ein Potenzial: die Frauen. Der deutsche Startup Monitor 2017 berichtet aktuell: Nur knapp 15 Prozent aller Start-ups werden von Frauen gegründet. Daher startete der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" (BJDW) bereits am 15. September 2014 seine deutschlandweite Kampagne, die weibliche Unternehmerinnen sichtbar und potentiellen Gründerinnen Mut machen soll. In Videointerviews berichten dabei Gründerinnen aus der Digitalen Wirtschaft von sich und ihrem Werdegang. Mit der Kampagne greift der BJDW eine Empfehlung aus seinem ersten Bericht auf: Die Zahl der Unternehmensgründungen qualitativ wie quantitativ zu erhöhen. So sieht auch die Digitale Agenda vor, die Zahl der IKT-Neugründungen von 10.000 auf 15.000 zu heben.

Zur Kampagne: www.whatchado.com/de/junge-digitale-wirtschaft