Der Strategische Ansatz für ein internationales Management von Chemikalien (SAICM, Strategic Approach to International Chemicals Management) ist der Versuch, zu einer besseren Verzahnung der verschiedenen Aktivitäten im internationalen Chemikalienmanagement zu kommen. Bereits existierende Aktivitäten und Rechtsvorschriften zur Chemikaliensicherheit sollen gebündelt und mögliche Synergieeffekte aufgezeigt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf der Integration von Entwicklungs- und Schwellenländern im Prozess.

Bereits Mitte 2008 fand eine nationale SAICM-Konferenz in Deutschland statt. Für Deutschland stellt der SAICM-Prozess eine Chance dar, Erreichtes zu präsentieren, im globalen Rahmen zu analysieren und insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländern Wege aufzuzeigen, mögliche Lücken zu schließen. Der SAICM-Prozess lebt auch von der Bereitschaft der Industrie, sich aktiv einzubringen in die Diskussionen, so z.B. durch die Global Product Strategy, welche das BMWi unterstützt. 

Gesteuert und fortgeführt wird der SAICM-Prozess über eine Reihe von UN-Nachfolgekonferenzen (ICCM, International Conference on Chemicals Management).

Die 4. Konferenz (ICCM4) zu SAICM fand vom 28. September bis 2. Oktober 2015 in Genf statt. Sie schloss an die Entscheidung der Vereinten Nationen zu den globalen Nachhaltigkeitszielen an und legte einen Arbeitsplan für die Zeit nach 2020 fest.

Die nächste Konferenz ist 2020 geplant.

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